Mit Eröffnung des Rewe-Markts erste Phase des Stadtumbaus abgeschlossen

Etappenziel in Bruchköbeler Innenstadt erreicht

Morgen ist es so weit: Die Türen des Rewe-Marktes in Bruchköbels Innenstadt öffnen. Im März soll auch das nebenstehende Stadthaus fertig sein.
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Morgen ist es so weit: Die Türen des Rewe-Marktes in Bruchköbels Innenstadt öffnen. Im März soll auch das nebenstehende Stadthaus fertig sein.

Bruchköbel – An Kasse drei leuchtet schon die rote Lampe. Vor dem Markt schieben sich die Lkw langsam durch die schmale Gasse der dicht aneinanderstehenden Fahrzeuge. Manches Fahrmanöver ist Zentimeterarbeit. Schnellen Schrittes rollen derweil Rewe-Mitarbeiter Palette für Palette, voll bepackt mit Waren, ins hell erleuchtete Innere des Gebäudes. Man merkt den Beteiligten an, dass man sich auf der Zielgeraden befindet und Zeitdruck auf ihren Schultern lastet.

Am Donnerstag soll der Rewe-Markt im Zentrum Bruchköbels eröffnet werden. Damit endet auch die erste Phase des Innenstadtumbaus.

Für Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun ist es bereits „ein Meilenstein“, wie sie sagt. Gebührend gefeiert werden kann die Eröffnung jedoch nicht. Statt Preopening sowie Führungen für Bürger und Vereine, wie es ursprünglich geplant war, gibt es am Donnerstagmorgen nur einen kleinen Pressetermin, sagt Bernd Föll, der Expansionsmanager von Rewe. „Corona bremst uns leider aus“, fügt er hinzu.

Spatenstich erst vor zwei Jahren

Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde der Spatenstich für das Innenstadtprojekt gesetzt, zu dem bekanntlich das Stadthaus, die Tiefgarage, der Krebsbachpark sowie der besagte Rewe-Markt gehören.

Technisch sei dieser auf dem neuesten Stand, teilt das Unternehmen mit. In den ehemaligen Räumlichkeiten des Rewe hat das Unternehmen einen großzügigen Getränkemarkt eingerichtet, der morgen ebenfalls erstmals seine Türen öffnet. Marktmanager Eugen Moosmann freue sich sehr, die Kunden künftig „in den neuen, ansprechend gestalteten Verkaufsräumen zu begrüßen“, heißt es in einer Mitteilung. 60 Mitarbeiter umfasst dessen Team.

Der neue Vollsortimenter zeichne sich durch ein umfangreiches und deutlich erweitertes Sortiment aus. Die Verkaufsfläche ist mit 1500 Quadratmetern rund 300 Quadratmeter größer als im alten Supermarkt und biete genug Platz für die große Auswahl an frischen Lebensmitteln.

215 Stellplätze

Den Besuchern der neuen Stadtmitte stehen 215 Stellplätze in der Tiefgarage und überdachte Fahrradstellplätze zur Verfügung. Für Rewe-Kunden ist das Parken 90 Minuten kostenfrei, sie werden die Parkgebühr von 1,50 Euro pro Stunde mit ihren Einkäufen verrechnet bekommen. Bis zum Jahresende ist das Parken jedoch generell kostenfrei.

Der Markt sei nach neuestem Rewe-Konzept eingerichtet. Die Gänge seien großzügig, die Waren übersichtlich platziert. Im Eingangsbereich des Marktes befindet sich die Bäckerei „Pappert“ samt Bistro und Außenterrasse. Geöffnet ist der neue Supermarkt montags bis samstags von 7 bis 22 Uhr. Als „Visitenkarte“ bezeichnet das Unternehmen die große Obst- und Gemüseabteilung sowie die lange Metzgerei-Bedientheke. Die Kunden fänden dort ein Angebot an frischen Fleisch-, Wurst- und Käseprodukten sowie frischen Fisch und eine „Heiße Theke“ mit warmen Snacks. Auch Sushi wird im neuen Markt angeboten. Zudem gebe es ein großes Sortiment an Bio-Artikeln und regionale Lebensmittel. Unter dem Label Landmarkt verkaufe der Markt die Produkte von landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region, die diese direkt anliefern.

In enger Zusammenarbeit mit Erzeugern aus der Region bietet Rewe nach eigenen Angaben zudem regionale Produkte unter der Eigenmarke „Rewe Regional“ an.

Umfangreich sei auch das Angebot im separaten Getränkemarkt. Auf seiner 1200 Quadratmeter großen Verkaufsfläche biete er zahlreiche Mineralwasser- und Softdrinksorten über Säfte und Mixed Drinks bis hin zu einer großen Auswahl an verschiedenen Biersorten und Spirituosen.

Technisch für die Zukunft gerüstet

Technisch sei der Markt für die Zukunft gerüstet: Die Firma Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt, Bauträger des Marktes und Generalunternehmer des Projekts zum Umbau der neuen Stadtmitte, habe den Markt nach dem Green-Building-Konzept gebaut und mit einer ressourcenschonenden Haustechnik ausgestattet. Kälte- und Klimaanlagen sowie die Wärmepumpen arbeiteten mit natürlichem Kältemittel. Die Abwärme der verglasten Kühl- und Tiefkühlmöbel werde für die Raumheizung verwendet. Fossile Energieträger würden nicht benötigt. So brauche der Markt etwa 30 bis 40 Prozent weniger Energie als eine konventionell gebaute Immobilie. Das energiesparende LED-Beleuchtungskonzept helfe Strom zu sparen. Der Rewe-Markt nutze zudem Grünstrom. (Von Holger Weber)

Der Kaffee läuft bald: Ein Mitarbeiter der Firma Pappert, die die Bäckerei mit Gastronomie betreiben wird, stellt die Maschine ein.

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