Ein Trio wird die mehr als 160 Feuerwehrleute der Stadt koordinieren

Feuerwehr unter neuer Führung

Vorbildlich organisiert: Unter freiem Himmel kamen am Montagabend 102 der mehr als 160 aktiven Feuerwehrleute zusammen.
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Vorbildlich organisiert: Unter freiem Himmel kamen am Montagabend 102 der mehr als 160 aktiven Feuerwehrleute zusammen.

Bruchköbel – Bruchköbel hat eine neue Feuerwehrführung. Bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend auf dem Außengelände des Feuerwehrgerätehauses an der Hammersbacher Straße wurde mit breiter Mehrheit ein Trio an die Spitze der Bruchköbeler Brandschützer gewählt, das das nicht immer einfache Verhältnis zwischen den Ortsteilfeuerwehren auf ein neues Fundament stellen soll.

„Das wird gut, bei uns stimmt die Chemie“, meint der neue Stadtbrandinspektor Schmidt, der nach 21 Jahren als „01“ – so heißt es in der Feuerwehr-Sprache – den Roßdorfer Klaus Lauterbach beerben wird. „02“ wird der Niederissigheimer Daniel Rehberg, der bisher auf der Position „03“, also Stellvertreter vom Stellvertreter, war. Patrick Faber aus Roßdorf ist jetzt in die Führungsriege aufgerückt und somit künftig der „03“.

In seiner kurzen, mit den zwei Kollegen abgestimmten Antrittsrede machte Faber deutlich, dass man in Zukunft mehr an einem Strang ziehen möchte. „Den Bürgern ist es egal, wer zuerst am Einsatzort ist. Wichtig ist, dass jemand da ist. Und auch interessiert den Bürger nicht, welche Stadtteilfeuerwehr das größere Auto hat“, sagte der Roßdorfer. Die drei Stadtbrandinspektoren haben sich ihre Arbeitsbereiche aufgeteilt: Schmidt wird für den Haushalt und die Beschaffung von Gerätschaften zuständig sein, Faber wird sich um die Ausbildung sowie die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans kümmern, und in den Verantwortungsbereich von Rehberg fallen die Werkstätten sowie die Kleiderkammer. Eine Aufgabe der neuen Stadtbrandinspektion wird es künftig auch sein, die Brandschützer nach außen hin zu präsentieren. Vor allem eine Botschaft gelte es dabei zu verbreiten, wünschte sich Bürgermeisterin Sylvia Braun: „Brandschutz geht nicht zum Nulltarif.“ Die Sicherheit der Bürger koste Geld. Allein im vergangenen Jahr wurden die Feuerwehren in Bruchköbel mehr als 220-mal alarmiert.

Bruchköbel sei in der guten Situation, fünf schlagkräftige Stadtteilwehren zu haben, die mit mehr als 160 aktiven Feuerwehrleuten gut aufgestellt sei. Erfreulich sei zudem, dass die Nachwuchsabteilung im Gegensatz zu anderen Sparten des Vereinswesens im zurückliegenden Jahr gewachsen sei. Mit Blick auf die noch ausstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten in Nieder- und Oberissigheim sagte Braun: „Diese werden wir im kommenden Jahr gebührend nachholen.“

Von Holger Weber

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