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Freibad Bruchköbel selten so gefragt wie in diesem Hitzesommer

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Spätestens zum Ende dieser Woche wird die Zahl der Besucher im Bruchköbeler Freibad wohl wieder ansteigen. Die Meteorologen haben heiße Tage vorausgesagt. Für die Bediensteten des Freibads gibt es dann wieder viel zu tun. Foto: Gepperth
Spätestens zum Ende dieser Woche wird die Zahl der Besucher im Bruchköbeler Freibad wohl wieder ansteigen. Die Meteorologen haben heiße Tage vorausgesagt. Für die Bediensteten des Freibads gibt es dann wieder viel zu tun. Foto: Gepperth

Im Hitzesommer 2018 ist das Freibad in Bruchköbel einer der zentralen Orte der Stadt. Nicht nur die Bruchköbeler selbst, sondern auch viele Gäste aus den Nachbarkommunen suchen zwischen den großen Bäumen der großflächigen Liegewiese und in den zwei Schwimmbecken Abkühlung.

Von Jan Max Gepperth

Im Hitzesommer 2018 ist das Freibad in Bruchköbel einer der zentralen Orte der Stadt. Nicht nur die Bruchköbeler selbst, sondern auch viele Gäste aus den Nachbarkommunen suchen zwischen den großen Bäumen der großflächigen Liegewiese und in den zwei Schwimmbecken Abkühlung.

„Ein Grund für das starke Interesse von auswärts sind wohl die niedrigen Eintrittspreise des Schwimmbads“, vermutet Andrea Frohnapfel, die Chefin im Freibad. Ihre Zwischenbilanz der Badesaison fällt durchaus positiv aus. „Es gab gab bisher keine Badeunfälle. Toi, toi, toi, so die 54-Jährige, die seit 1986 im Bruchköbeler Schwimmbad arbeitet. „Der Stau, den die Jugendlichen ab und zu mal auf der Rutsche verursacht haben, war schon der größte Aufreger“, fügt Schwimmmeistergehilfin Bianka Pawitsch schmunzelnd hinzu. Pawitsch ist für die Badeaufsicht zuständig. Aber sie muss auch dafür Sorge tragen, dass die Chemie im Wasser stimmt und die Technik einwandfrei funktioniert.

Nächtliche Schwarzbader

Und auch für den Schwimmunterricht zeichnet sie verantwortlich. „Die Abwechslung ist das, was den Beruf so spannend macht“, sagt sie. Pawitsch bringt internationale Erfahrung mit, war auch schon einmal für ein Jahr als Bademeisterin in Australien tätig, wo beim Baden das Gefahrenpotenzial bekanntlich weitaus größer ist.

In Bruchköbel gibt es keine Haie und keine Krokodile, nur schon mal ab und zu ungebetene Nachtschwimmer, deren Hinterlassenschaften dann die Freibadbediensteten auf dem Rasen und am Beckenrand aufsammeln müssen. Oft findet das Personal morgens dann leere Flaschen oder Zigarettenstummel. „Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass nächtliche Schwarzbader in diesem Jahr verstärkt auftreten“, sagt Pawitsch, weil es ja auch nachts sehr warm gewesen sei. Entweder habe es in diesem Jahr wirklich keine Nachtschwimmer gegeben, oder diese seien sauberer geworden und hätten ihren Müll einfach wieder mitgenommen“, sagt die Bademeisterin.

Erwischen lassen sollten sich die Nachtbader jedenfalls nicht. Ralf Keim, der Chef der Wirtschaftlichen Betriebe und somit auch derjenige, der im Rathaus fürs Schwimmbad verantwortlich ist, sagt warum: „Sollte es Probleme wie Vandalismus oder andere Beschwerden geben, sehen wir uns gezwungen, einen Sicherheitsdienst einzusetzen“, sagt Keim. Man würde sofort auf solche Hinweise reagieren und versuchen, die Personen ausfindig zu machen. Derlei Maßnahmen seien in der Vergangenheit bereits erfolgreich umgesetzt worden.

Immer mindestens ein Schwimmmeister vor Ort

Ein Arbeitstag im Freibad beginnt um sechs Uhr in der Früh. Etwa drei Stunden sind die Mitarbeiter bis zur Eröffnung mit den Vorbereitungen beschäftigt. Ein Unterwassersauger fährt die Becken fast komplett selbstständig ab, um Unrat vom Grund zu entfernen. In der Zwischenzeit werden das Wasser auf seinen ph-Wert geprüft und die Filter gewechselt. Diese sind für die Sauberkeit des Wassers verantwortlich. Normalerweise arbeiten die Schwimmmeister in zwei Schichten am Tag. Einer Früh- und einer Spätschicht. Jeder Beschäftigte hat drei Tage Früh-, drei Tage Spätschicht und dann drei Tage frei. Das bedeutet, dass immer mindestens ein Schwimmmeister vor Ort ist. Da kam es den Mitarbeitern sehr gelegen, dass die Ferien in diesem Jahr sehr entspannt waren.

Am Abend müssen die Durchschreitebecken sowie die Beckenumrandung grob gereinigt und abgespritzt werden. Nach etwa einer Stunde können die Mitarbeiter dann ihren Feierabend genießen.

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