Handeln aus Liebe zum Leben

„Omas for future“ gründen sich in Bruchköbel

Im Einsatz für eine lebenswerte Zukunft der nachfolgenden Generationen: Helga Maria Hoffmann-Schmidt freut sich auf weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
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Im Einsatz für eine lebenswerte Zukunft der nachfolgenden Generationen: Helga Maria Hoffmann-Schmidt freut sich auf weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Bruchköbel – In Bruchköbel hat sich jetzt eine Rentnerin eine Gruppe mit dem Namen „Omas for future“ gegründet, die sich gegen den Klimawandel wehren möchte.

Helga Maria Hoffmann-Schmidt ist 66 Jahre alt, seit Kurzem Rentnerin und macht sich ernsthafte Sorgen. Sorgen um die Zukunft ihrer beiden Enkel. Die Ursache: der forschreitende Klimawandel. „Mir ist bewusst geworden, wie gefährdet unsere Lebensgrundlagen durch den Klimawandel sind. Und dass wir alle seit Jahrzehnten dazu beitragen, dass das so ist“, erzählt die ehemalige Erzieherin.

Bundesweite Initiative für die Generation 50 plus

Um dem etwas entgegenzusetzen, hat sie in Bruchköbel kürzlich eine Ortsgruppe der sogenannten Omas for Future gegründet. Seitdem ist sie Teil einer bundesweiten Initiative von Menschen der Generation 50 plus, die sich für eine lebenswerte Zukunft ihrer Enkel und der nachfolgenden Generationen einsetzt.

„Handeln aus Liebe zum Leben“, zitiert Hoffmann-Schmidt das griffige Motto der Bewegung. Es gehe darum, dass Menschen nachhaltig, fair und verantwortungsbewusst mit den vorhandenen natürlichen Ressourcen umgehen und der Natur Raum geben, sich zu regenerieren, sagt sie. Wie das zu erreichen sei? „Mit ganz konkreten Alltagstipps, die dazu anregen, Schritt für Schritt die eigenen Verhaltensmuster zu ändern.“ Das könne beim Reduzieren des Fleischkonsums und dem Kauf regionaler Produkte beginnen, über die Bevorzugung von Fahrrad und Bahn gegenüber Auto und Flugzeug als Fortbewegungsmittel bis hin zur Nutzung von Wind- und Solarenergie statt umweltschädlicher Kohle gehen. „Eine saubere und lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder ist enorm wichtig, und es ist gar nicht so schwer, auf die eine oder andere Weise seinen eigenen Beitrag dazu zu leisten“, ist sich die Gründerin des lokalen „Omas for Future“-Ablegers sicher. In Erscheinung getreten ist die neue Gruppe in Bruchköbel allerdings bislang nicht. Denn noch fehlt es Hoffmann-Schmidt an motivierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Kampf gegen den Klimawandel.

Bisher hält sich das Interesse in Grenzen

„Ich hatte etwa ein Dutzend Bekannte gefragt, ob sie nicht mitmachen wollen, aber von den meisten kam nicht mal eine Antwort“, zeigt sie sich enttäuscht. Daher sucht sie nun die Öffentlichkeit, um auch über den persönlichen Bekanntenkreis hinaus Interesse zu wecken.

Wichtig sind ihr dabei zwei Dinge. Zum einen richte sich die Initiative – dem Namen zum Trotz – „selbstverständlich auch an Opas über 50“, wie sie mit einem Lächeln zu Protokoll gibt. Zum anderen betont sie, „dass ich noch kein vorgefertigtes Konzept in der Schublade habe, sondern mich darauf freue, dieses mit interessierten Mitstreitern gemeinsam zu entwickeln.“

Kontakt

Die „Omas for Future“ wenden sich gezielt an die Generation 50 plus, die in Deutschland nahezu die Hälfte der Bevölkerung stellt, aber weit mehr als die Hälfte des klimabedrohenden CO2 verursacht. Die Initiative wurde im Sommer 2019 als Unterstützung der „Fridays-for-Future“-Bewegung in Leipzig gegründet und ist seitdem bundesweit auf etwa 40 Regionalgruppen gewachsen. bruchkoebel@omasforfuture.de (Joel Schmidt)

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