Würdiger Abschied von Hans Peter Bach und Werner Diesberger

Vorsitzende des Feuerwehrvereins erhalten Ehrenbriefe

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Bei der Jahreshauptversammlung der Roßdorfer Feuerwehr: Stadtrat Norbert Viehmann (von links), Stadtbrandinspektor Klaus Lauterbach, Hugo Klein, Werner Diesberger, Mathias Möller, Hans Peter Bach sowie Stefan Mohn.

Würdiger Abschied für zwei verdiente „Macher“ bei der Freiwilligen Feuerwehr Roßdorf: Hans Peter Bach und Werner Diesberger, die den Feuerwehrverein als Vorsitzender beziehungsweise stellvertretender Vorsitzender geprägt haben, sind jetzt bei der Jahreshauptversammlung ausgeschieden.

Für ihr langjähriges Engagement zeichnete der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Hugo Klein Bach mit dem Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises aus. Diesberger erhielt den Landesehrenbrief. 

Einstimmige Abstimmung für die zwei Nachfolger 

Zudem wurden sie zu Ehrenmitgliedern der Roßdorfer Feuerwehr ernannt. Hans Peter Bach gehörte dem Vorstand insgesamt 42 Jahre lang an und übergab nach 32 Jahren Vorsitz die Amtsgeschäfte an Stefan Mohn, der einstimmig gewählt wurde. 

Das gleiche Abstimmungsergebnis erhielt Mathias Möller; er übernahm das Amt von Werner Diesberger, das dieser seit 2008 innehatte. Diesberger, unter anderem Gründer der Jugendfeuerwehr, beendete damit nach insgesamt 28 Jahren seine Vorstandstätigkeit.

Große Ehrungen für die Vereinsführer  

„Diese beiden Kameraden haben sich nicht nur ihren Ruhestand im Verein, sondern auch noch eine große Ehrung verdient“, sagte Ehrengast Hugo Klein und zauberte für die Vereinsführer die Auszeichnungen aus dem Hut.

Hans-Peter Bach, bereits Inhaber des Landesehrenbriefes, erhielt für seine zurückliegende, erfolgreiche Arbeit im Verein den Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises. Den Landesehrenbrief als höchste hessische Auszeichnung für einen Ehrenamtsträger bekam im Anschluss Werner Diesberger überreicht. 

Klein verlas als Laudatio einen Brief von Landrat Thorsten Stolz, der darin seine Anerkennung für die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder zum Ausdruck brachte. Schlussendlich war es der neue Vorsitzende Stefan Mohn, der die beiden Kameraden jeweils in den Stand eines „Ehrenmitglieds der Freiwilligen Feuerwehr Roßdorf“ erhob. 

Insgesamt 27 Einsätze im abgelaufenen Jahr 

Derzeit stehen der Feuerwehr Roßdorf 36 Männer und drei Frauen als aktive Wehrleute zur Verfügung, wie Mathias Möller berichtete. Sie hatten im abgelaufenen Jahr 27 Einsätze zu bewältigen, bei denen die Hilfeleistungen mit 19 Alarmierungen den Großteil ausmachten; nur achtmal war Feuer der Grund des Ausrückens. 

Dass gerade die Hilfeleistungen eine gute und fundierte Ausbildung erfordern, zeigte Möller an einem Einsatz im Januar 2019 auf, als ein Auto nach einem Unfall nur noch am Brückengeländer hing und abzustürzen drohte. 

„Wir haben damals das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen gesichert und mit der eingesetzten Hydraulik eine Öffnung in den Wagen geschaffen, um den noch darin sitzenden Fahrer bergen zu können.“ Insgesamt seien in 2019 rund 479 Stunden reine Einsatzzeit für die Roßdorfer Feuerwehr angefallen, so Möller. 

Neben dem Einsatzgeschehen auch 100-jähriges Jubiläum des Vereins

Mit einem weinenden Auge wies der Wehrführer auf das schon recht betagte Einsatzfahrzeug Baujahr 1984 hin; der hierfür gestellte Ersatz-Antrag liege aber wohl schon im Innenministerium vor. 

Neben dem Einsatzgeschehen ging der Wehrführer insbesondere auf das zurückliegende Jubiläum anlässlich des 100-jährige Vereinsbestehens ein, das auch mit Besuchern der Partner-Feuerwehren aus St. Andrä-Wördern in Österreich sowie Kiel-Elmschenhagen gefeiert wurde. 

Möllers Ausführungen schloss sich der Vorsitzende an und berichtete über die weiteren Aktivitäten im Jubiläumsjahr. Bach erwähnte neben der große akademische Feier und dem ökumenischen Gottesdienst insbesondere das große Feuerwehrfest, das über fünf Tage hinweg auf der Festwiese gefeiert wurde. 

Ein Renner sei auch das neue und sehr beliebte „Wochenend-Einläuten“, das – als geselliges Beisammensein – wohl auch ein Grund für beinahe dreißig neue fördernde Mitglieder gewesen sei.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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