Baugenossenschaft Bruchköbel stellt Antrag für Projekt „Hauptstraße 113 a“

Im Sommer wird gebaut

Preisgünstiges Wohnen: Für das Projekt an der Hauptstraße in Bruchköbel hat die Baugesellschaft jetzt die Pläne vorgestellt.
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Preisgünstiges Wohnen: Für das Projekt an der Hauptstraße in Bruchköbel hat die Baugesellschaft jetzt die Pläne vorgestellt.

Bruchköbel – Die Baugenossenschaft in Bruchköbel hat jetzt den Bauantrag für das Wohnbauprojekt an der Hauptstraße 113a eingereicht. Dort sollen elf Wohnungen zu vergünstigten Mietpreisen entstehen. Nutzbar sind die Einheiten in unmittelbarer Nähe zur AWO auch für betreutes Wohnen. Die Baugenossenschaft hatte das Grundstück für rund 150 000 Euro von der Stadt erworben.

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts, das vom Main-Kinzig-Kreis im Rahmen des sogenannten Pipa-Modells gefördert wird, beträgt rund 2,5 Millionen Euro. In diesem Sommer soll mit dem Bau des Hauses begonnen werden. Die Fertigstellung sei für Mitte nächsten Jahres geplant, teilte der Geschäftsführer der Baugenossenschaft, Jens Schneider, jetzt in einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat mit.

Bei der Sitzung zog Schneider auch eine wirtschaftliche Bilanz für das vergangene Jahr: Trotz hoher Investitionen in Sanierung und Modernisierung ihres Bestandes habe die Genossenschaft erneut einen Überschuss erwirtschaftet, so Schneider. Zahlen werden in der Pressemitteilung nicht genannt. Hinter dem Unternehmen liege ein herausforderndes Jahr, das ab März 2020 von der Covid-19-Pandemie bestimmt worden sei und der gesamten Belegschaft in jeder Hinsicht viel abverlangt habe. Umso erfreuter seien Vorstand und Aufsichtsrat, dass das Pandemiejahr 2020 mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen werden konnte.

„Da die Bilanz – bei einer Bilanzsumme von rund 20 Millionen Euro – mit einem guten Jahresüberschuss abschließt, kann wiederum eine Dividendenausschüttung von vier Prozent erfolgen“, heißt es in der Mitteilung. Erfreulich sei auch, dass sich die Eigenkapitalquote der Genossenschaft auf nunmehr 32,1 Prozent erhöht habe.

Da die für Juni 2021 vorgesehene Mitgliederversammlung wegen der Corona-Maßnahmen nicht stattfinden könne, sei eine Beschlussfassung über den Jahresabschluss in der gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt – wie es im Gesetz zur Abmilderung der Covid-19-Pandemie vorgesehen sei; ebenso wie die Beschlussfassung für eine Vorwegzuweisung in die Rücklagen in Höhe von rund 115 000 Euro und rund 26 000 Euro für die Dividendenausschüttung.

In der Mitgliederversammlung 2021, die nun für den September terminiert ist, soll die endgültige Abstimmung über die Verwendung des Bilanzgewinns erfolgen.

Gerade in Krisenzeiten sei nicht nur Solidarität, sondern auch schnelle und unbürokratische Hilfe wichtig. Die Baugenossenschaft Bruchköbel will nach eigenen Angaben auch hier ein Zeichen setzen und Mietern helfen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind. „Losgelöst von der Entscheidung des Bundestages gewähren wir Mieterinnen und Mietern sowohl im Jahr 2020 als auch im laufenden Jahr in Härtefällen unkompliziert Mietstundungen“, hebt Heinz Habermann, zweiter Vorstand, hervor.

Weiterhin hatte der Vorstand bereits bei Beginn der Pandemie beschlossen, für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 keine Mieterhöhungen vorzunehmen, um hier noch weitere Belastungen für die Mieter herbeizuführen.

„Wir haben ein Jahr in einer prekären Wirtschaftslage durchlebt und eine noch nie da gewesene Situation gemeinsam gut gemeistert. Dafür geht mein besonderer Dank auch an alle Beschäftigten der Genossenschaft“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Axel Gusenda.

Die Baugenossenschaft Bruchköbel besteht in ihrem 70. Jahr. Mit Blick auf die beabsichtigte Jubiläumsveranstaltung im September 2022 liefen bereits die ersten Vorbereitungen, teilte die Genossenschaft mit.  how

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