Aufbau läuft bereits

Nachhaltiges Adventsdorf in Niederissigheim

Fleißig bei den Vorbereitungen: Daniel Itt (links) und Martin Ohl-Norris.
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Fleißig bei den Vorbereitungen: Daniel Itt (links) und Martin Ohl-Norris.

Bruchköbel – Vom 3. bis 5. Dezember soll das Adventsdorf auf dem Gelände der Gärtnerei Itt die Augen von weihnachtsliebenden Besuchern jeglichen Alters wieder zum Strahlen bringen. Die Vorbereitungen für ein besinnliches Wochenende mit weihnachtlichen Speisen und Heißgetränken sowie stimmungsvoller Musik sind bereits in vollem Gange.

„Unser Grundgedanke war, mit dem Adventsdorf ein besonderes Weihnachtsgefühl zu schaffen“, erzählt Martin Ohl-Norris, einer der sieben Issgemer Jungs, die es unter diesem Namen seit 2015 gibt. Gemeinsam mit Daniel Itt, dem Inhaber der Gärtnerei Itt, schaffen sie in den nächsten Wochen einen Ort, an dem es auf besondere Art und Weise weihnachtet. Einige Holzstände und Lichterketten lassen schon jetzt ansatzweise erahnen, was die Besucher bald auf dem Gelände der Gärtnerei erwarten wird. „Uns war besonders wichtig, dass das Ganze nicht kommerziell organisiert ist und Handwerkern und Künstlern aus der Region die Möglichkeit gegeben wird, ihre Arbeiten ohne große Standgebühr zu präsentieren“, so Ohl-Norris.

Kaspress-Knödel und Champignons

Neben Speisen wie „knusprigen Kaspressknödeln aus der Butterschmalz-Pfanne“ und „gebratenen Champignons mit Knobischmand“ gibt es beispielsweise Apfelpunsch (Amaretto, Weißwein, Apfelsaft und Zimt) und edlen Whiskey sowie handgestrickte Socken, verschiedene Holzarbeiten und vieles mehr. Nicht nur das Angebotene soll einzigartig sein, auch die Stände an sich sind speziell. „Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, weshalb unsere Hütten aus altem Holz gebaut sind. Alles wird recycelt, sogar die Schrauben werden herausgedreht und wiederverwendet“, so Daniel Itt. Besteck aus Plastik gibt es im Adventsdorf nicht, stattdessen wird mit Holzbesteck gegessen und die Tassen werden nach Benutzung bei großer Hitze in einer Spülmaschine gespült, damit alles hygienisch rein bleibt.

Für die musikalische Begleitung sind mehrere Bands zuständig. Neben den Musikern der Tiroler Band „Die Trenkwalder“, die am Samstag auftreten, werden „Eine Band namens Rudolf“ und der Posaunenchor Butterstadt für Stimmung im Adventsdorf sorgen.

Am Freitag, 3. Dezember, wird das weihnachtliche Event mit einem kleinen Krippenspiel eröffnet. An diesem Tag steht das Adventsdorf-Besuchern von 17 bis 23 Uhr offen, samstags geht es um 16 Uhr los. Der Eintritt kostet pro Person 3 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist er kostenlos.

Sonntag gibt es einen Gottesdienst

Die Adventsausstellung der Gärtnerei Itt bleibt an diesem Wochenende geöffnet, dort können nicht nur Kinder Elfenhöhlen und eine Eiswelt bewundern. Am Sonntag, an dem es auch einen Gottesdienst geben wird, ist der Eintritt frei.

Beim sorgfältigen Aufbau des Bruchköbeler Adventsdorfes bekommen die Issgemer Jungs und Daniel Itt Unterstützung von vielen helfenden Händen. „Wir bekommen materiell und körperlich Hilfe aus allen Ecken, der ganze Ort unterstützt uns bei unserem Vorhaben“, so Ohl-Norris. „Die Familie Okat zum Beispiel stellt uns ihren Hof als ‚Backstage-Bereich’ für die Bands zur Verfügung. Es ist wirklich eine riesige Gruppe, die uns bei den Vorbereitungen unter die Arme greift, dafür sind wir sehr dankbar“, fügt Daniel Itt hinzu.

In den nächsten Wochen werden die Issgemer Jungs, neben Martin Ohl-Norris sind das Armin Demel, Daniel Langer, Julian Langer, Florian Schäfer, Gordon Vongehr und Sebastian Wörner, das Gelände gemeinsam mit Daniel Itt liebevoll dekorieren und die restlichen Holzstände aufbauen, damit Anfang Dezember das weihnachtliche Beisammensein bei Speis und Trank stattfinden kann. Itt erzählt, worauf es ihm und den Issgemer Jungs bei diesem Event ankommt. „Uns ist das Zwischenmenschliche wichtig, dass das Adventsdorf bei Menschen jeglichen Alters Freude auslöst und dieses ganz bestimmte Weihnachtsgefühl. Wenn die Leute sich freuen, dann freuen wir uns auch.“

Noch offen ist freilich, wie die Coronabestimmungen Anfang Dezember sein werden. „Zu Beginn unserer Planung hieß es, dass es für Weihnachtsmärkte keine Einschränkungen geben werde“, sagt Martin Ohl-Norris. Jetzt müsse man abwarten und das Hygienekonzept den aktuellen behördlichen Vorgaben anpassen, sagt er. (Von Paula Schäfer)

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