Drei Monate Bauzeit

Kunstrasenplatz in Niederissigheim fertiggestellt - Vereine müssen sich noch gedulden

Fast so grün ein echter Rasen: Der neue Kunstrasenplatz in Niederissigheim kann von allen drei Stadtteilklubs genutzt werden. Noch ist das Geläuf wegen der Pandemie jedoch gesperrt
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Fast so grün ein echter Rasen: Der neue Kunstrasenplatz in Niederissigheim kann von allen drei Stadtteilklubs genutzt werden. Noch ist das Geläuf wegen der Pandemie jedoch gesperrt

Der neue Kunstrasenplatz in Niederissigheim ist baulich fertiggestellt und steht den Fußballern ab sofort zur Verfügung. Drei Vereine können nun – vorausgesetzt die Corona-Regeln lassen dies demnächst wieder zu – die neue Anlage nutzen.

Bruchköbel - Die Spielvereinigung 1922 aus Roßdorf, die Eintracht Oberissigheim und der TSV Niederissigheim mit der gemeinsamen Jugendspielgemeinschaft Roßdorf-Issigheim werden dort künftig trainieren und spielen.

„Die aus dem Jugendbereich geübte Zusammenarbeit der drei Vereine ist sehr sinnvoll, denn so können die hohen Investitionen seitens der Stadt optimal für die Stadtteile genutzt werden“, meint Bürgermeisterin Sylvia Braun. „Gerne hätten wir natürlich eine offizielle Eröffnung mit allen Vereinen und Beteiligten durchgeführt, aber die zur Zeit geltenden Regeln erlauben dies leider nicht“, bedauert die Bürgermeisterin.

Hartplatz wird zu Rasenplatz, Rasenplatz wird zu Kunstrasenplatz

Zu den Fakten: Der bestehende Hartplatz, der vor einigen Jahren zu einem Rasenplatz umgestaltet wurde, hat sich deswegen besonders geeignet einen neuen Kunstrasenplatz herstellen zu lassen. Hierbei fiel die Entscheidung auf ein gut aufeinander abgestimmten System mit einer satt grünen Teppichfaser, die mit Sand aufgefüllt wurde und unter der eine elastische Tragschicht eingebaut ist, die eine Dämpfungswirkung hat, sodass hier gelenkschonend gekickt werden kann.

Zusätzlich sind rund um die Anlage neue Ballfangzäune hergestellt worden, die auch ein „Querspielen“ ermöglichen. „Dies ist besonders interessant für die rund zehn Jugendmannschaften, die nun endlich auch bei fast allen Wetterlagen trainieren können“, freut sich Braun.

Stadt investiert über 600 00 Euro in den Kunstrasenplatz

Über 660 000 Euro hat die Stadt Bruchköbel für die Baukosten zur Verfügung gestellt und mit einer Bauzeit von drei Monaten konnte die Maßnahme dank einer guten Koordination der unterschiedlichen Gewerke auch im vorgegebenen Zeitraum umgesetzt werden. Die Ingestion erfordert jetzt kontinuierliche Pflege durch die Vereine und den städtischen Bauhof. Das regelmäßige Entfernen von Laub, die Vermeidung von Verunreinigungen und eine spezielle Pflegeroutine für den Rasen gehört zwangsläufig zu den Pflegemaßnahmen der Anlagen.

Um die Spielqualität auch auf dem Sportplatz in Roßdorf zu verbessern, wurde hinter dem hinteren Tor ein neuer Ballfangzaun installiert. Dieser verhindert nun, dass Bälle auf dem angrenzenden Gelände landen. Zusätzlich mit den im vergangenen Jahr getätigten Investitionen in die Bewässerungsanlagen und dem neu hergestellten Brunnen, sei nun eine deutliche Verbesserung der Spielbedingungen auch auf dem Rasenplatz in Roßdorf gegeben.

Auch Rasenplatz in Roßdorf wurde saniert

Zusätzlich mit den vom Verein in Roßdorf selbst „vorbildlich durchgeführten Arbeiten“ zur Pflege des Geländes könne sich dort die Anlage ebenfalls sehen lassen, so Braun. Und auch die Fußballer sind zufrieden: Endlich könne man unabhängig von der Witterung und der Pflegemaßnahmen, die bei einem Naturrasen notwendig seien, dem geliebten Sport nachgehen, meint Roßdorfs Jugendleiter Jörg Herchenröder, der viele Jahre für den Kunstrasen gekämpft hatte. „Auch für unsere Jugendabteilung und den vielen ehrenamtlichen Trainern und Betreuern ist das ein Meilenstein, der hoffentlich auch wieder frischen Wind in unsere Jugendabteilung bringt“, so Herchenröder weiter.

Auch die Baumaßnahmen auf dem Sportgelände in Roßdorf hätten einige strukturelle Verbesserungen durch das Bauamt herbeigeführt, die dem Verein und seinen 500 Mitgliedern zu Gute kämen. Herchenröder merkte an, dass man im Vereinsheim mit enormen Eigenmitteln Sanierungsmaßnahmen durchgeführt habe. Auch die anderen beiden Stadtteilklubs hatte die Zwangspause im Frühjahr für umfangreiche Renovierungsarbeiten in ihren Sportheimen genutzt.

Vereine freuen sich über bessere Voraussetzungen

Stefan Trippe, Vorsitzender von Eintracht Oberissigheim, hebt die „hervorragende Zusammenarbeit der drei Vereine und der Stadt“ bei der Realisierung des Kunstrasens hervor. Einen Wermutstropfen gibt es trotzdem: „Es ist natürlich extrem schade, dass wir den tollen Platz jetzt nicht nutzen können. Wir scharren mit den Hufen und würden gerne wieder spielen.“

Ähnlich sieht es Uwe Feldmeier vom TSV Niederissigheim: „Wir sind sehr zufrieden, dass das trotz Corona so gut geklappt hat. Die Voraussetzungen für unsere Mannschaften sind durch den Kunstrasenplatz wesentlich besser.“ Trotz der Corona-Zwangspause überwiege die Vorfreude auf den neuen Platz.  how

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