223 Parkplätze

Moderate Preise und kostenloses Parken: Das sind die Pläne für die Tiefgarage in Bruchköbel

Baustelle Innenstadt Bruchköbel
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Auf der Baustelle in der Bruchköbeler Innenstadt geht es zügig voran. Auch ein Konzept ist schon in Arbeit.

Mit moderaten Preisen und einer entgeltfreien, aber begrenzten Nutzung für die Besucher des künftigen Rewe-Marktes will die Stadt Bruchköbel ihren Bürgern die Tiefgarage schmackhaft machen, die gerade in der Innenstadt entsteht.

Bruchköbel - Bisher war das Parken im Zentrum der Stadt kostenlos, weshalb man davon ausgeht, dass ein Großteil der Bürger der kostenpflichtigen Tiefgarage eher mit Vorbehalten gegenüberstehen wird.

223 Parkplätze wird es künftig unter dem Stadthaus und dem Rewe-Markt geben. Bei der Preisgestaltung orientieren sich die Planer im Rathaus an den günstigsten Parkhäusern in Hanau, wo die Stunde 1,50 Euro kostet. Die Kunden des Rewe-Marktes, so sieht es eine Vereinbarung mit dem Discounter vor, sollen 90 Minuten frei parken dürfen.

Tiefgarage könnte sich in wenigen Jahren amortisieren

Bei einer guten Auslastung könnte sich die Tiefgarage in zwei bis drei Jahren amortisieren, rechnet Bürgermeisterin Sylvia Braun vor. In der Stadtverordnetenversammlung präsentierte sie am Dienstag kurz das  Konzept, das eine Arbeitsgruppe im Rathaus entwickelt hat.

„Wir haben uns im Vorfeld eine Reihe von Betreibermodellen in der Region angesehen“, berichtete die Bürgermeisterin. Das von der Stadt bevorzugte Modell funktioniert jedoch nur dann, wenn sie die Tiefgarage selbst bewirtschaftet. Nur für die technische, kaufmännische und servicegebundene Führung der Tiefgarage soll ein externer Dienstleister ins Boot geholt werden.

Konzept erhält Zustimmung

Der Grund ist, dass man selbst über zu wenig Erfahrung und Wissen verfüge und die Tiefgarage von Beginn an einwandfrei funktionieren müsse, damit sie von den Nutzern auch akzeptiert werde, heißt es in der Vorlage, die den Parlamentariern am Dienstag in der Stadtverordnetensitzung präsentiert worden ist.

Das Papier wurde jetzt zur weiteren Beratung in den Bauausschuss verwiesen, der am 11. November tagt. Doch an den Wortbeiträgen konnte man schon erkennen, dass das unter Braun ausgearbeitete Konzept allgemeine Zustimmung findet.

Dauerparkplätze in neuer Tiefgarage denkbar

An den Betriebskosten wird Rewe zu rund einem Drittel beteiligt. Die Stadt geht davon aus, dass der überwiegende Teil der Flächen von Kurzparkern genutzt werden wird. Je nach Auslastung können später dann auch Dauerparkplätze angeboten werden, deren Anzahl und Miete sich nach dem tatsächlichen Bedarf richten müsse, heißt es.

Wichtig sei, dass die Ausschreibung für den Betrieb der Tiefgarage bald auf den Weg gebracht werden könne, so Braun. Die Zeitpläne sind ehrgeizig. Da der Vollversorger Rewe noch vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts im kommenden Jahr eröffnen möchte, muss bis dahin auch die Tiefgarage so weit sein, dass Kunden dort parken können. Die Fertigstellung des Stadthauses ist hingegen für das Frühjahr 2022 geplant.

Nachrichten aus dem Bruchköbeler Stadtparlament

  • Corona-Kontrollen: Für die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln setzt die Stadt Bruchköbel auch private Sicherheitsdienste ein. Vor allem an den Wochenenden sollen diese das Ordnungsamt entlasten, teilte Bürgermeisterin Sylvia Braun (FDP) mit.
  • Altes Rathaus: Die Stadtverordneten haben einstimmig für das von einem Hanauer Gastronom vorgestellte Konzept für die Gastronomie des Alten Rathauses gestimmt. Die von der Stadt zu leistenden Arbeiten seien bereits an einen Architekten vergeben worden, ergänzte Sylvia Braun gestern. Für die technische und bauliche Ertüchtigung stehen im Haushalt von Bruchköbel noch 600 000 Euro zur Verfügung.
  • Feuerwehrgerätehaus Butterstadt: Der Bauantrag ist Anfang Oktober eingereicht worden. Die Baumfällarbeiten sollen in der nächsten oder übernächsten Woche vorgenommen werden. Der Beginn der Rohbauarbeiten ist für den Beginn des nächsten Jahres geplant.
  • Renaturierung Krebsbach: In den nächsten Wochen soll mit den Arbeiten an einem 450 Meter langen Abschnitt zwischen dem ehemaligen Schützenhaus Bruchköbel und der Rad- und Fußwegunterführung in Richtung Hanau begonnen werden. Ziel sei es, den Krebsbach wieder in einen naturnahen Verlauf zu bringen.
  • Haushalt: Wegen noch fehlender Angaben zu den Schlüsselzuweisungen des Landes soll der Haushalt der Stadt erst im Dezember eingebracht werden.

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