An der Waldschänke bietet der Verein Wundertüte regionalen Künstlern eine Bühne

Konzertreihe auf der Waldbühne

Auf der Bühne an der Waldschänke finden den ganzen Sommer über Konzerte statt.
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Auf der Bühne an der Waldschänke finden den ganzen Sommer über Konzerte statt.

Der Kulturverein Wundertüte präsentiert die Veranstaltungsreihe Waldschänke 2.0. Sven Kusnetzoff ist nun schon seit neun Jahren Vorsitzender des Kulturvereins Wundertüte. Auch für ihn persönlich und den Verein seien die letzten 17 Monate mehr als schwierig gewesen.

Bruchköbel – Er lebt seit 30 Jahren vom Verkauf von Veranstaltungstechnik und die Pandemie habe ihn selbst „richtig Geld gekostet“, berichtet er. „Für den Verein war die Situation sehr ungewohnt, so gar nichts machen zu können. Weder Hof- und Gassenfest noch die tollen Veranstaltungsabende auf dem Hof Wilhelmi, wo die Wundertüte immer namhafte Bands zum Sommerfest aufspielen ließ.“

Zum Glück kein eigenes Vereinsheim vorhanden

„Wir können als Verein von Glück sprechen, dass kein Vereinsheim vorhanden ist und wir keine großartigen Kosten stemmen müssen, so kamen wir nicht in monetäre Schwierigkeiten. Aber für uns war es schon schlimm, unsere auch von den Bruchköbelern geliebten Feste nicht veranstalten zu dürfen“, so Kusnetzoff weiter.

Es sei im vergangenen Jahr schön gewesen, dass sich die Gaststätte „Zum Schwanen“ , nachdem Lockerungen aufkamen, als Veranstaltungslokal für zwei Tage präsentierte. „So konnten wir wenigstens ein kleines Sommerfest veranstalten und die Menschen dankten es uns auch mit reichlich Zuspruch“, so der Vorsitzende. Auch die Bands und Solo-Künstler seien erfreut gewesen, sich endlich wieder einem richtigen Publikum präsentieren zu können.

Die großen Pläne für das kommende Wochenende, nämlich die Rodgau Monotones auf der Wilhelmi-Bühne zu präsentieren, wurden noch einmal um ein Jahr verschoben. Letztes Jahr schon sollte die Truppe um Peter „Osti“ Osterwold dort ihren Hessenrock präsentieren.

Zum ersten Konzert kamen rund 300 Besucher

Nun aber stellte der Verein gemeinsam mit dem Gastronomen der Waldschänke, Tobias Schadeberg, und dem Anlagen-Verleiher Volker Maul ein umfasendes Konzept auf die Beine, welches auf dem alten Handballer-Sportplatz in Bruchköbel unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen durchgeführt werden kann.

Schon im vergangenen Jahr realisierten Maul und Schadeberg dort einige Veranstaltungen und mit der Wundertüte kam nun noch ein Mitveranstalter an Bord.

An den beiden ersten Tagen am Wochenende, als Jermaine Alford und Partymann Atze dort gastierten, kamen bei hervorragenden Witterungsverhältnisse rund 300 Besucher auf das Areal und feierten ausgelassen mit den Musikern. „Man merkt die Freude der Menschen am Feiern, aber auch noch die Vorsicht. Es ist nicht so, dass sich die Menschen in den Armen liegen. Vorsicht ist bei aller Freude allenthalben noch gegeben“, so Kusnetzoff.

Möglich wurde das große musikalische Paket auf der Waldbühne auch durch Fördermittel des Landes Hessen: „Um dieses Paket zu erhalten, müssen wir nun auch etliche Veranstaltungen auf der Waldbühne organisieren und wir glauben, wir haben für alle Musikrichtungen tolle Künstler gefunden.“ Heute abend spielt die Bruchköbeler Kultband „NoAmnesia, am Sonntag wird Jörg Sanders den Frühschoppen musikalisch begleiten.

Es wird nur ein kleiner Eintritt genommen

Die weiteren Termine sind: 16. Juli The Companion; am 17. Juli Marvin Scondo, am 18. Juli Esprit de Paris, am 23. Juli Reverend Schulzz, am 24. Juli Banjoory, 25. Juli Frank Zeller und Band, am 30. Juli Die Sigels und am 31. Juli Die Haagrenner Hausband.

Es wird an allen Veranstaltungen ein kleiner Eintritt genommen, aber auch um eine Hutspende wird gebeten. „Künstler, Veranstalter und Techniker haben eine sehr schwere Zeit hinter sich gebracht und wir hoffen, mit unserer Veranstaltungsreihe ein bisschen Geld für alle Betroffenen zu erzielen. Für uns als Kulturverein ist es eine Ehrensache, die zu unterstützen, die es in der Krise am härtesten traf,“ so Wundertüten-Vorsitzender Kusnetzoff abschließend.

(Von Reinhard Paul)

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