Stadt übergibt neuen Platz an die Vereine

Endlich finden Spiele auf dem Kunstrasenplatz statt

Die Vereinsvorsitzenden der drei profitierenden Vereine freuen sich über den langersehnten Kunstrasenplatz: Jochen Lassmann (links), Stefan Trippe (3. von links) und Uwe Feldmeier (2. von rechts). Bürgermeisterin Sylvia Braun und ihr Mitarbeiter Stefan Rollmann konnten den Platz, der schon im November fertig war, endlich übergeben.
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Die Vereinsvorsitzenden der drei profitierenden Vereine freuen sich über den langersehnten Kunstrasenplatz: Jochen Lassmann (links), Stefan Trippe (3. von links) und Uwe Feldmeier (2. von rechts). Bürgermeisterin Sylvia Braun und ihr Mitarbeiter Stefan Rollmann konnten den Platz, der schon im November fertig war, endlich übergeben.

Im Hintergrund trainieren Kinder auf dem neuen Kunstrasenplatz am Sportplatz in Niederissigheim an der Obermarkersdorfer Straße. Unter dem Vordach der Vereinsheime suchen unterdessen Vereinsverantwortliche, Verwaltungs- und Bauhofmitarbeiter und die Bürgermeisterin Sylvia Braun vor dem einsetzenden Regen Schutz. Sie alle waren am Donnerstagnachmittag zu einer kleinen Übergabe des neuen Kunstrasenplatzes gekommen.

Bruchköbel – „Dieser Platz ist ein Riesen-Geschenk für die Vereine“, zeigte sich Stefan Trippe, Vorsitzender von Eintracht Oberissigheim, fast überschwänglich. Die drei Vereine TSV Niederissigheim, Spvgg. Roßdorf und Eintracht Oberissigheim haben schließlich auch lange Jahre auf diesen Kunstrasenplatz warten müssen. Auch vom immer wieder einsetzenden Regen ließen sich die Vereinsverantwortlichen darum die gute Laune nicht verderben.

Wegen der Corona-Beschränkungen mussten die Fußballvereine über ein halbes Jahr warten, bis sie den schon im vergangenen November fertiggestellten Kunstrasenplatz endlich nutzen konnten. Ende November war der Platz nach drei Monaten Bauzeit eigentlich bereit gewesen. Doch Corona machte bekanntlich allen einen Strich durch die Rechnung.

Lange Wartezeit

Das sei sehr bitter gewesen, meinte auch Bürgermeisterin Sylvia Braun (FDP), die den drei Vorsitzenden bei der Übergabe des Platzes eine gute Zusammenarbeit attestierte. Neben Trippe waren auch Jochen Lassmann von der Spvgg. Roßdorf und Uwe Feldmeier vom TSV Niederissigheim gekommen. Die drei betreiben seit Jahren erfolgreich gemeinsam die Jugendspielgemeinschaft Roßdorf-Issigheim.

Der neue Kunstrasenplatz hat den früheren Hartplatz ersetzt, der vor einigen Jahren schon zu einem Rasenplatz umgestaltet worden war. Nach Begutachtung verschiedener Kunstrasen-Arten durch Stefan Rollmann aus der Verwaltung war die Entscheidung auf ein System gefallen, das auf Fasern basiert, die mit Sand und nicht mit dem in die Kritik geratenen Granulat befüllt sind. Insgesamt 640 000 Euro hat die Stadt in den Platz investiert. Eine Summe, die gut angelegt sei, so Braun. Schließlich habe sich die Zusammenarbeit der drei Vereine insbesondere in der Jugendarbeit bewährt.

Die ersten Spiele haben schon auf dem neuen Platz stattgefunden, eine große Einweihungsfeier mit allen drei Vereinen soll nachgeholt werden, so Stefan Trippe. Die Eintracht wird heute ihre Saisoneröffnung auf dem Gelände feiern.

Baustelle an Obermarkersdorfer Straße ist erst Ende des Jahres abgeschlossen

Dazu freuen sich die Verantwortlichen, wenn die Gäste nicht mit dem Auto kommen. Denn der Parkplatz an der Obermarkersdorfer Straße muss aktuell zur Lagerung für die Baumaschinen und Materialien genutzt werden, die an der nahen Brücken-Baustelle benötigt werden. Diese Baustelle soll erst Ende des Jahres abgeschlossen sein. Aber die Verwaltung will prüfen, ob es möglich ist, die Baumaschinen zumindest am Wochenende, wenn Heimspiele sind, nicht auf dem Parkplatz zu parken, so Braun.

Der neue Platz soll bis zu 15 Jahre halten. Aber natürlich müsse man sich auch um einen Kunstrasen kümmern, betonte Braun. „Der muss genauso gepflegt werden wie ein normaler Rasenplatz.“ Die grünen Teppichfasern sind mit Sand aufgefüllt, darunter ist eine elastische Tragschicht eingebaut. Diese hat eine Dämpfungswirkung, sodass hier gelenkschonend gekickt werden kann. Die Fasern bräuchten einmal jährlich eine Vollpflege, erläuterte Rollmann. Dann werde mit einem großen Rechen über den Platz gefahren, um den Sand zu reinigen. Gemeinsam mit dem Bauhof werden die Vereine dafür sorgen, dass der neue Platz so lange wie möglich wie neu bleibt, versprach Trippe. (Monica Bielesch)

Stehen wie eine Eins: Die Teppichfasern des neuen Platzes sind mit Sand und nicht mit Granulat gefüllt.

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