Bruchköbel

Das ist der sechste Bürgermeister-Kandidat Dietmar Hußing

Kehrt in die aktive Politik zurück: Der ehemalige Hanauer Stadtverordnete Dietmar Hußing will Bürgermeister von Bruchköbel werden. Für die Stadt ist er schon seit 2012 hauptberuflich tätig. Archivfoto: Sylvia Sehring

Bruchköbel. In Bruchköbel gibt es einen sechsten Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Am Dienstagnachmittag hat Dietmar Hußing angekündigt, dass er als Parteiloser ins Rennen gehen wird.

Von Holger Weber

Der ehemalige Hanauer Kommunalpolitiker hat bisher mehrere hauptamtliche Tätigkeiten für die Stadt Bruchköbel bekleidet: sei es als Leiter des Seniorenbüros, des Freiwilligenmanagements, der Kulturarbeit oder von 2015 bis heute in der Koordination der Asylintegration.

Hußing war von 1997 bis zu seinem beruflichen Wechsel in die Stadtverwaltung nach Bruchköbel für die CDU Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Hanau. Unter anderem war er dort Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Ausschusses Kultur, Schule und Sport. Hußings Ehefrau, Andrea Weber, ist die Leiterin des Stadtmarketings in Bruchköbel.

Hüßing sieht sich gewappnet für die Aufgabe

„Diese Aufgabe nach langen Jahren des verantwortungsvollen Engagements in dieser Stadt anzustreben, ist für mich eine neue Herausforderung, die ich gerne angehe“, so Hußing in einer ersten Stellungnahme. Bruchköbel benötige eine Führung, die die unterschiedlichsten und mitunter unversöhnlichen Positionen ohne Partei und Fraktionsbrille betrachtet und zusammenführe, schreibt er in einer Pressemitteilung. Bürger dieser Stadt, die Politik und die Verwaltung müssten wieder enger im Austausch miteinander sein, ja sich als gemeinsamer Teil der Lösungen für diese Stadt sehen. Dies setze neue Formen der Bürgerbeteiligung voraus. Kommunikation und Transparenz spielten dabei eine große Rolle.

Sein Rüstzeug sieht Hußing dabei in den bisherigen, verantwortlichen, hauptamtlichen Tätigkeiten für die Stadt, „Erfahrung haben, über den Tellerrand hinausblicken, Zuhören können, Geduld, Gelassenheit und Humor mitbringen und kritikfähig sein, sind dabei unverzichtbare Eigenschaften“, charakterisiert sich der Kandidat selbst. Hußing baut zudem auf die in den letzten Jahrzehnten gesammelten kommunalpolitischen Erfahrungen in Hanau sowie die nunmehr seit 1980 bestehende Zugehörigkeit zur Verwaltung der Stadt Bruchköbel.

Entwicklung der Bruchköbler CDU als Stein des Anstoßes

In Hanau war er unter anderem Fraktionsvorsitzender, aktiv im Parteivorstand, Ausschussvorsitzender Kultur, Schule, Sport, Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Hanau und der Baugesellschaft, Mitglied in der Verbandsversammlung der Sparkasse, Fraktionsvertreter im Ausländerbeirat sowie lange Jahre durch den Kreistag gewählter Ausländerbeauftragter.

In Bruchköbel selbst habe sich ein parteipolitisches Engagement durch die in der Stadt übernommenen Aufgaben, die ein Neutralitätsgebot ergaben, verboten, meint Hußing. Die erneute Entwicklung in der Christlich Demokratischen Union Bruchköbels hätten ihn nunmehr bewogen, selbst den Hut als unabhängiger Kandidat in den Ring zu werfen, so Hußing. Der gelernte Altenpfleger habe „dabei seine Stärken in der Gestaltung der Arbeit des Seniorenbüros, der Koordination bei der Gründung der Bürgerhilfe und als Gründungsmitglied des Seniorensportvereines sowie der Seniorenwerkstatt einbringen können.“ Wichtig in seinen ehrenamtlichen Funktionen seien ihm bis zur Fusion mit dem Handwerker- und Gewerbeverein der Vorsitz im Marketingverein und ist ihm bis heute der Vorsitz im Kulturring Bruchköbel gewesen.

Drei Kandidaten aus dem Dunstkreis der CDU

Dietmar Hußing entstammt einer über Jahrzehnte im Main-Kinzig-Kreis hinweg politisch und der Kirche nahestehenden aktiven Familie, „die immer sehr nah bei den Menschen war und ist. Diese Werte und Traditionen möchte ich mit meiner Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters fortsetzen“, so Hußing abschließend.

Neben Hußing gibt es fünf weitere Kandidaten für die am 27. Oktober stattfindende Bürgermeisterwahl in Bruchköbel. Für die CDU wird Daniel Weber, zugleich persönlicher Referent des Amtsinhabers Günter Maibach, antreten. Der BBB schickt Patrick Baier ins Rennen, für die Grünen tritt deren Fraktionschef Uwe Ringel an. Die SPD hat zum dritten Mal Perry von Wittich nominiert. Und als weiterer Parteiloser will es auch Thomas Sliwka versuchen, der bei der CDU-internen Wahl Daniel Weber mit einer einzigen Stimme unterlegen war. Mit Sliwka, Hußing und Weber gibt es also drei Kandidaten, deren politische Heimat die CDU ist.

Möglich ist zudem, dass mit der FDP-Fraktionsvorsitzenden Sylvia Braun noch eine weitere Kandidatin den Hut in den Ring wirft. Die FDP, so hat es unsere Zeitung erfahren, wird darüber bis zum 12. August entscheiden. Bis zum 19. August, 18 Uhr, können Kandidaten ihre Unterlagen noch bei der Stadt Bruchköbel einreichen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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