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"Tischlein deck dich": "Hasenpfeffer und Windbeutel" im Test

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Das urige Restaurant mit dem heiteren Namen „Hasenpfeffer und Windbeutel“ liegt genau im Stadtkern Bruchköbels. Foto: HA
Das urige Restaurant mit dem heiteren Namen „Hasenpfeffer und Windbeutel“ liegt genau im Stadtkern Bruchköbels. Foto: HA

Bruchköbel. Mitten im Stadtkern Bruchköbels befindet sich in einem hübschen Fachwerkhaus das Restaurant „Hasenpfeffer und Windbeutel“. Doch wie schmeckt es dort? Wir haben es getestet.

Der ungewöhnliche, aber charmant klingende Titel weckt unser Interesse, und schon spazieren wir in die gemütliche Gaststube hinein. Beim Studieren der vielfältigen Speisekarte mit ihren vor allem sehr deftigen Gerichten wissen wir gar nicht, wo wir zuerst hinsehen sollen: Ob Frankfurter Schnitzel mit Grüner Soße und Bratkartoffeln (12,90 Euro), feine Kalbsleberstreifen mit Apfel und Salbei (15,90 Euro), Blattsalaten mit gratiniertem Ziegenkäse oder gegrilltem Zanderfilet (beides 12,90 Euro), zart geschmorte Ochsenbäckchen (16,90 Euro) oder auch zahlreiche böhmische Gerichte – uns läuft bei der Auswahl das Wasser im Munde zusammen.Böhmischer Rinderbraten mit Hefeknödeln und Preiselbeeren Nachdem ich zunächst mit dem klassischen Kesselgulasch (12,90 Euro) geliebäugelt habe, entscheide ich mich doch für den böhmischen Rinderbraten mit Hefeknödeln und Preiselbeeren (13,90 Euro). Bis wir unsere Hauptspeisen serviert bekommen, dauert es einen Moment. Den nehmen wir allerdings für eine frische Zubereitung gerne in Kauf.Wir bewundern solange einem wohl schmeckendem Budweiser (2,30 Euro) und einer Cola (2,50 Euro) die liebevolle, detailreiche Dekoration mit historischem Allerlei. Das dunkle Gebälk sorgt für eine urige Atmosphäre. Hier scheint man sich tatsächlich wie in einem alten, kleinen böhmischen Gasthaus zu fühlen.Fluffige HefeknödelAls die freundliche Bedienung unser Mahl kredenzt, sind wir begeistert. Die vielen böhmischen Hefeknödel sind fluffig, die dünnen Scheiben des Rinderbratens butterzart. Die Soße ist für meinen Geschmack etwas zu süß, aber dennoch sehr lecker. Auch das Dressing des dazugehörigen gemischten Salates ist angenehm und dezent.

Mein Begleiter ist ebenso hingerissen von seiner Wahl: Das Züricher Geschnetzeltes, gelistet unter den Hausklassikern, schmeckt vorzüglich. Die zarten Kalbsrücken-Spitzen – von denen er gerne noch mehr verzehrt hätte – sind, zusammen mit den Champignons und den hausgemachten Kartoffelrösti in cremiger Soße und Blattsalat (16,90 Euro), ein Gedicht.Portionen sind üppigDie üppigen Portionen, vor allem die Hefeknödel, machen schnell satt. Doch es bleibt noch Platz für den Nachtisch – denn wenn die Windbeutel schon im Restauranttitel erwähnt werden, müssen sie wohl ein besonderer Gaumenschmaus sein.Und tatsächlich: Das Gebäck ist eine Wucht. Die riesige Köstlichkeit ist mit Sahne und Vanilleeis gefüllt, großzügig von heißen Himbeeren umgeben (sechs Euro) und zieht die neugierigen Blicke der Tischnachbarn auf sich.Hausgemachter böhmischer PalatschinkenAuch der frisch gebackende, hausgemachte böhmischen Palatschinken mit heißen Kirschen (sechs Euro) ist leicht und luftig – es mundet hervorragend. Auch hier wurde mit der Menge nicht gespart. Der Gast bekommt hier also für sein Geld viel geboten.Wir sind von dieser Restaurantentdeckung völlig entzückt und kommen – vielleicht in der Biergartensaison – gerne wieder!

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