Zwischen 55 und 80 Jahre

Umfrage in Bruchköbel: Bürger sind mit ihrer Lebenssituation zufrieden

Geselliges Beisammensein steht bei den Bruchköbelern hoch im Kurs: Veranstaltungen wie hier das Stadtdinner im vergangenen Jahr kommen in der Stadt gut an. Archiv
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Geselliges Beisammensein steht bei den Bruchköbelern hoch im Kurs: Veranstaltungen wie hier das Stadtdinner im vergangenen Jahr kommen in der Stadt gut an.

Die Bruchköbeler haben wenig Grund zu klagen. Knapp 78 Prozent aller Bürger im Alter zwischen 55 und 80 Jahren sind mit ihrer aktuellen Lebenssituation entweder zufrieden (49,8 Prozent) oder sehr zufrieden (27,5 Prozent).

18 Prozent finden immerhin, ihr Leben sei „in Ordnung“. Nur 3,3 Prozent zeigten sich in einer von der Stadt Bruchköbel durchgeführten Umfrage unzufrieden mit ihrem Dasein und nur 0,7 Prozent sehr unzufrieden. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Fragebögen vor Beginn der Corona-Krise ausgefüllt worden sind.

Wie die Jugendumfrage ist auch die Umfrage unter den Senioren und „Best Agern“ unter der Leitung von Andreas Kalski, dem Leiter des Fachbereichs Soziales in der Stadt, durchgeführt worden.

Wohnsituation: 60 Prozent der Befragten leben mit einem Partner zusammen, 20 Prozent mit der Familie und 18,5 Prozent allein. Die Bruchköbeler besitzen viel Eigentum. 68 Prozent der Befragten haben ein eigenes Haus, 14 Prozent eine Eigentumswohnung und 17 Prozent leben zur Miete. Die drei häufigsten Wohnformen, die sich die Befragten für ihr Alter vorstellen können sind betreutes Wohnen (60 Prozent), Mehrgenerationenwohnen (45 Prozent) und Alten-Wohngemeinschaften (16 Prozent).

Bruchköbel: Bus und Bahn schneiden schlecht ab

Mobilität: Zur Fortbewegung setzen sich die Bruchköbeler vor allem in ihr Auto. 65 Prozent geben an, überwiegend mit dem Pkw unterwegs zu sein, 19 Prozent gehen meistens zu Fuß und knapp 17 Prozent treten in die Pedale ihres Fahrrads. Den öffentlichen Transport- und Nahverkehr nutzen nur knapp 5 Prozent.

Die Busverbindungen bewerten 44 Prozent allenfalls als befriedigend, 12 Prozent sogar als schlecht. Die Bahn kommt nicht wesentlich besser weg. 32 Prozent geben ihr die Note befriedigend, 27 Prozent sagen, die Verbindungen seien „schlecht“. Maximal befriedigend ist für die Hälfte der Befragten auch die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.

Bruchköbeler Bürger wünschen sich mehr Kultur

Freizeit: Das Fernsehen steht bei den Bruchköbelern hoch im Kurs. Bei der Frage nach den Freizeitaktivitäten gaben 77 Prozent an, sie schauten regelmäßig Fernsehen. Zudem wurde Folgendes genannt: Geselliges Beisammensein (77 Prozent), Spaziergänge/Wandern (74 Prozent), Lesen (71 Prozent), Radfahren (66 Prozent) Sport (64 Prozent), PC/Internet (56 Prozent), Organisierte Veranstaltungen (52 Prozent), Kochen (50 Prozent) und der Besuch kultureller Veranstaltungen (35 Prozent).

Auf die Frage, welche Aktivitäten sie sich wünschen, haben 44 Prozent geantwortet, dass sie gerne mehr kulturelle Veranstaltungen besuchen würden.

Viele Bruchköbeler sind ehrenamtlich aktiv

Ehrenamt: Fast ein Viertel der Befragten ist aktuell ehrenamtlich engagiert. Ein gutes Viertel der Teilnehmer gab an, in der Vergangenheit ehrenamtlich tätig gewesen zu sein. 18 Prozent sind in Sportvereinen aktiv, 12,5 Prozent in der Kirche.

Neun Prozent kümmern sich um ältere Menschen, acht Prozent um Kinder und Jugendliche und vier Prozent um Flüchtlinge. fünf Prozent sind im Bereich Kunst und Kultur tätig und vier Prozent in der Bildungsarbeit.

Angebot von Ärzten in Bruchköbel zufriedenstellend

Angebote: Bei der Frage, was ihnen an ihrem Wohnort besonders wichtig ist, zeigten sich die Bruchköbeler sehr eindeutig. Die meisten sagten, die fußläufige Nahversorgung/Einzelhandel, Fachgeschäfte sowie Elektro- und Baumärkte seien ihnen wichtig.

Auch die medizinische Versorgung durch Haus- und Fachärzte hat oberste Priorität. Das bestehende Angebot von Ärzten erachten die meisten Befragten für sehr gut bis hin zu befriedigend. Auch die Versorgung durch Lebensmittelläden halten die Befragten für ausreichend.

Bruchköbeler informieren sich über die Zeitung

Mediennutzung: Von den 55- bis 64-Jährigen nutzen 80 Prozent regelmäßig das  Internet, bei den Älteren sind es 56 Prozent. Nur 20 Prozent der Senioren im Alter zwischen 65 und 80 nutzt das Internet überhaupt nicht. Am meisten (60 Prozent) wird es von allen Befragten zur Suche nach Informationen genutzt. Knapp unter 40 Prozent nutzen Apps an ihren Smartphones und knapp ein Viertel der Befragten bewegt sich auch in den sozialen Netzwerken wie etwa Facebook.

Informationen über lokales Geschehen wollen 75 Prozent jedoch in ihrer Zeitung lesen. Außerdem wünschen sich die Befragten Informationen per Post (68 Prozent), über die Website der Stadt (63 Prozent) oder per E-Mail als Newsletter oder auch über die Stadt-App.

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