Christdemokrat wollte sich eigentlich zurückziehen / Die größten Sprünge in Bruchköbel

Wahl Bruchköbel: Volker Schadeberg springt am weitesten

Volker Schadeberg
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Volker Schadeberg

Bruchköbel – Eigentlich wollte sich Volker Schadeberg (CDU) nach den Wahlen aus der Politik zurückziehen. Nicht ohne Grund ließ er sich als „Listenfutter“ auf Position 32 setzen. Doch da hat der Bruchköbeler Konditormeister die Rechnung ohne den Wähler gemacht. Denn beim Kumulieren und Panaschieren haben so viele Bruchköbeler ihr Kreuzchen bei dem langjährigen Magistratsmitglied gemacht, dass Schadeberg bis auf Platz 9 vorrückte und nun wieder drin ist im Parlament.

Schadeberg befindet sich jetzt in einem Zwiespalt, wie er gestern auf Anfrage unserer Zeitung erklärte: „Eigentlich wollte ich ja nach 20 Jahren nun wirklich aufhören, aber irgendwie fühle ich mich auch den Wählern verpflichtet, die mich nach vorne gepusht haben“, so der Bruchköbeler, der im Juni 70 Jahre alt wird.

Parteifreund Reiner Ochs springt auf Platz 3

Auch sein Parteifreund Reiner Ochs wurde wieder ins Parlament katapultiert. Von Rang 15 sprang er sogar auf Position drei vor. Dem Plenum erhalten bleibt zudem Ralf Spachovsky ein weiterer alter Bekannter. Vom Listenplatz 14 machte er einen großen Satz auf Position 6 und ist in der kommenden Legislaturperiode ebenso wieder dabei. Der Rekordhalter im Listenspringen bleibt übrigens auch ein Konservativer: Altbürgermeister Günter Maibach schaffte es 2011 von Rang 35 auf Position 2.

Superspringer gab es diesmal auch bei den Grünen. Silke Blum hätte es auch mit ihrem Listenplatz 9 ins Parlament geschafft. Doch vereinnahmte sie gleich so viele Kreuzchen, dass sie ihren eigenen Mann Oliver von Rang 3 auf Platz 4 verdrängte. Zurück ins Parlament wurde auch der ehemalige Fraktionsvorsitzende Harald Wenzel kumuliert. Der Bruchköbeler Tierarzt war auf Listenplatz 14 in die Wahl gegangen und belegt nun Rang 6.

Nohl ebenfalls unter den ersten Sechs

Auch die SPD hat gleich zwei Mandatsträger in ihren Reihen, die aufgrund des Kumulierens und Panaschierens in die Fraktionsplätze gerückt sind. Frank Nohl, schon seit vielen Jahren dabei, war von Position 10 gestartet und hat einen Satz um fünf Plätze auf Rang 5 geschafft und gehört somit also zu den ersten Sechs. Genauso wie seine Genossin Franziska Lind, die als Newcomerin von Rang 11 den Sprung auf Listenplatz 6 vollbrachte und damit erstmals dem Parlament angehören wird.

Die Listenpositionen sind nicht in Stein gemeißelt. Denn durch die Besetzung des Magistrats kann es noch zu einigen Verschiebungen kommen. Besonders brisant ist die Lage bei der FDP, wo es auf dem potenziellen Nachrückerplatz 10 mit Benedikt Bandura und Thorsten Keim gleich zwei Kandidaten gibt, die exakt die gleiche Stimmenzahl aufweisen. (how)

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