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Niederländische Bande soll mit Automatensprengungen eine Millionen Euro erbeutet haben – auch im MKK

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Von: Tim Bergfeld

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Gesprengter Geldautomat
Ein gesprengter Geldautomat. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Bei einer Razzia in den Niederlanden sind fünf Männer festgenommen worden. Sie sollen für zahlreiche Automatensprengungen in Deutschland verantwortlich sein, unter anderem in Gelnhausen.

Gelnhausen - Schlag gegen Bandenkriminalität: Einsatzkräfte der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, des Bundeskriminalamts und der niederländischen Polizei haben am 23.05.2023 neun Wohnobjekte in Amsterdam, Helmond und Utrecht in den Niederlanden durchsucht. Insgesamt sollen die Diebe bei über 20 Delikten mehr als eine Million Euro erbeutet und einen Sachschaden von mehr als zwei Millionen Euro verursacht haben. Der Verdacht lautet Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und schwerer Bandendiebstahl. Das berichtet das Bundeskriminalamt (BKA) heute in einer Pressemitteilung.

Die Beschuldigten sind niederländisch-marokkanischer Staatsangehörige. Sie sollen morgen (24.05.2023) dem niederländischen Haftrichter vorgeführt werden, der über die vom BKA gestellten Auslieferungsersuche zu entscheiden hat. Bei der Durchsuchung wurden laut dem BKA Täterkleidung und Werkzeug sichergestellt. Die Auswertung der sichergestellten Datenträger und Mobiltelefone dauert noch an.

Zwei Automatensprengungen in Gelnhausen waren bisher ungeklärt

2021 fanden in Gelnhausen zwei Automatensprengungen statt: Am 07.09.2021 in der Kleinbahnstraße und am 11.11.2021 in einem Einkaufszentrum im Industriegebiet bei Hailer. Die Täter hatte die Polizei nicht fassen können. Jetzt scheint es, als sei es die niederländische Bande gewesen, die am 23.05.2023 hochgenommen wurde.

Für jeden Fall der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahren vor. Der schwere Bandendiebstahl wird mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren bestraft.

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