Zertifikate auf dem Parkplatz

Elf Schulen im Kreis werden für gesundheitsfördernde Arbeit ausgezeichnet

Für gesundheitsfördernde Arbeit ausgezeichnet: Das Gesundheitsteam des Staatlichen Schulamts übergibt Schulleiter Claus Wörn Zertifikate für die Albert-Einstein-Schule.
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Für gesundheitsfördernde Arbeit ausgezeichnet: Das Gesundheitsteam des Staatlichen Schulamts übergibt Schulleiter Claus Wörn Zertifikate für die Albert-Einstein-Schule.

Eigentlich hätte die Vergabefeier wie auch in den vergangenen Jahren in der großen Aula einer Schule des Main-Kinzig-Kreises stattfinden sollen – diesmal in der Hohen Landesschule. Geplant waren auch ein musikalischer Beitrag aus der Schülerschaft sowie ein ausgiebiges Catering.

Hanau - Doch wegen der anhaltenden Corona-Pandemie musste das Projektteam des Staatlichen Schulamts Hanau kreativ werden, um bei einer kleinen öffentlichen Vergabefeier einzelne Schulen für ihre gesundheitsfördernde Arbeit auszuzeichnen.

Zertifikatsvergabe im Drive-In-Format

Daher hat das „Gesundheitsteam“ des Schulamts am Montagnachmittag zu einer Drive-in-Zertifikatsvergabe geladen. Mit Flatterband teilten die fünf Mitarbeiterinnen den Parkplatz am Hessen-Homburg-Platz ab und errichteten eine kleine Bühne inklusive „Fotowand“. Im Zehnminutentakt waren die Schulleiter von elf Schulen geladen, die einzeln vorfuhren, um ihre Teilzertifikate entgegenzunehmen.

Ausgezeichnet wurden die Schulen in den Bereichen „Ernährung und Konsum“, „Bewegung und Wahrnehmung“, „Sucht- und Gewaltprävention“, „Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung“ sowie „Lehrkräftegesundheit“. Erhält eine Schule mindestens vier dieser Teilzertifikate, bekommt sie vom hessischen Kultusministerium das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ verliehen.

Zwei Auszeichnungen für Albert-Einstein-Schule in Maintal

Gleich zwei Zertifikate (Ernährung und Sucht- und Gewaltprävention) konnte Claus Wörn, der Schulleiter der Albert-Einstein-Schule in Maintal, entgegennehmen. Die Schule verfüge selbst über ein großes internes Gesundheitsteam und arbeite vorbildlich mit regionalen Kooperationspartnern wie der aufsuchenden Suchthilfe, der Stadt Maintal, der Welle und der Aids-Hilfe zusammen, erklärte Johanna Almon vom Gesundheitsteam des Staatlichen Schulamtes.

Schon von der fünften Klasse an würden laut Wörn Kinder- und Jugendliche durch verschiedene Projekte altersabhängig für Gesundheits- und Suchtproblematiken sensibilisiert.

„Über einen Klassenrat wollen wir das Demokratiebewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler stärken, haben Projekttage zum Sozialen Lernen und bilden für die jüngeren Schüler ‘digitale Helden’ aus, die Fünft- und Sechstklässler auf die Gefahren der digitalen Medien aufmerksam machen“, so Wörn. Neben dem sozialen Lernen stünde auch gesunde Ernährung auf dem Lehrplan.

Auch Hanauer Schulen mehrfach ausgezeichnet

Zwei Zertifikate bekam auch die Hohe Landesschule sowie die Ludwig-Geißler-Schule (beide für die Bereiche Bewegung und Ernährung). Für eine Vielzahl an kreativen Bewegungsangeboten, die wie in der Brückenschule in Bruchköbel in den Unterricht oder in die Pausen integriert werden, wurden außerdem die Villa Kunterbunt, die Erich-Kästner-Schule und die Waldschule in Maintal ausgezeichnet.

Die Henry-Harnischfeger-Schule bestach durch ihr ausgefeiltes Erlebnispädagogik-Konzept für verhaltensauffällige Schüler sowie eine engagierte Beratungslehrkraft für Suchtprävention. In den Bereichen der Sucht- und Gewaltprävention wurden auch die Erich-Simdorn-Schule in Neuberg und die Kreisrealschule in Gelnhausen ausgezeichnet. Die Kinderbrücke in Wächtersbach bemüht sich in besonderem Maße um die Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung der Grundschüler.

Fortbildungen erst wieder im Jahr 2021

Da in diesem Jahr die Projektschau und der Austausch zwischen den Schulen durch Corona nicht auf einer gemeinsamen Veranstaltung möglich waren, soll beides digital nachgeholt werden. Fortbildungen in diesem Programm sollen ab Februar oder März – sofern die Corona-Situation es zulässt – als Präsenzveranstaltungen wieder aufgenommen werden.

„Wir konnten jetzt angesichts der steigenden Infektionszahlen nicht riskieren, dass sich Lehrer und Schulleiter von elf Schulen infizieren“, so Schulpsychologin Johanna Almon.

Sie wirkt als „Generalistin“ im Gesundheitsteam des Projekts mit. Außer ihr sind dort noch Fachberaterinnen für die einzelnen Bereiche tätig. „Wir finden es klasse und anerkennenswert, dass sich die Schulen auch in der Corona-Zeit, die so viele verschiedene Herausforderungen bereit hält, für Gesundheitsthemen einsetzen“, so Ingrid Ström, die Fachberaterin für Ernährung.

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