Stadtentwicklung

Das vorerst letzte Kapitel: Stadt Erlensee entwickelt Gewerbe- und Wohngebiet Beune II

Blick auf den Logistikpark-Fliegerhorst: Das Gewerbegebiet Beune II liegt auf der nördlichen Seite der Landstraße 3193.
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Blick auf den Logistikpark-Fliegerhorst: Das Gewerbegebiet Beune II liegt auf der nördlichen Seite der Landstraße 3193.

Das Gebiet Beune II soll vorerst das letzte zu entwickelnde Baugebiet in Erlensee sein. „Dann ist aber wirklich erst einmal Schluss“, sagt Erlensees Bürgermeister Stefan Erb, der schon zur Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr angekündigt hatte, dass seine Kommune nach der regen Bautätigkeit der vergangenen Jahre nun erst einmal zur Ruhe kommen müsse.

Erlensee – Nach dem Motto „Einer geht noch“ treibt die Stadt die Entwicklung des Wohn- und Gewerbegebiets Beune II in unmittelbarer Nähe des Toom-Baumarkts voran.

Das insgesamt rund 28 000 Quadratmeter großen Areal ist in drei Nutzungsbereichen geplant: ein reines Wohngebiet von rund 2500 Quadratmetern, eine Mischgebiet von 9500 Quadratmetern und ein reines Gewerbegebiet mit 16 000 Quadratmetern, das direkt an die Landstraße 3193 grenzt.

Das reine Wohngebiet, ein kleiner Streifen entlang der Bogenstraße, bietet Platz für fünf Parzellen mit jeweils rund 500 Quadratmetern Grundfläche. Der Quadratmeterpreis liegt bei 390 Euro. Im Vergleich zu den Baugebieten Büchensaal und Kreuzweg handelt es sich um einen gehobenen Preis, den Erb mit dem aufwendigen Anschluss ans Kanalnetz begründet. „Wir können hier als Stadt nicht noch zuzahlen“, sagt er. Bewerber gebe es für die Bauplätze genug. Schließlich seien bei der Vergabe in den anderen Baugebieten nicht alle zum Zug gekommen. „Da werden wir erst einmal die Liste abarbeiten“, so der Bürgermeister.

Das Mischgebiet mit einer Größe von etwa 9500 Quadratmetern sei so konzipiert, dass die Eigentümer auf dem Gelände sowohl wohnen als auch ein Gewerbe betreiben können. Dabei könne es sich um ein Architekturbüro handeln oder auch eine Fahrzeughalle. Auch für diese Flächen gebe es bereits Interessenten. Der Quadratmeter soll zu einem Preis von 250 Euro angeboten werden.

Im Gewerbegebiet entlang der Landstraße werden bis zu acht Betriebe Platz finden. Auch da gebe es Interessenten, die übrigens allesamt aus Erlensee kommen und auch Priorität eingeräumt bekommen. Darauf haben alle Parteien in der Stadtverordnetenversammlung Wert gelegt.

Die Liste der Anwärter ändere sich jedoch täglich, so Erb. Die Pandemie hat dazu geführt, dass einige Unternehmen derzeit vor großen Investitionen zurückschreckten. Das größte Grundstück im Gewerbegebiet, wo der Quadratmeter 120 Euro kostet, hat eine Fläche von etwa 4000 Quadratmetern. Im Frühjahr soll mit der Erschließung begonnen werden, wenn das Wetter mitspielt. Bis dahin soll auch der Bebauungsplan für das Gebiet im Parlament verabschiedet sein. Mit der Vergabe aller Grundstücke hat das Erlenseer Stadtparlament jetzt einstimmig den Magistrat beauftragt.

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