Erlensee

Erstes Büffelbaby des Jahres in Erlensee geboren

Das Büffelbaby aufzuspüren und zu fotografieren war gar nicht so einfach. Foto: PM

Erlensee. Auf den Weideswiesen in Erlensee ist das erste Büffelbaby des Jahres geboren. Wann genau, das weiß man nicht. Ein Spaziergänger habe das Kleine zuerst am 9. August gesichtet, teilte die Stadtverwaltung gestern mit.

Von Holger Weber

Es soll damals noch ganz wackelig auf den Beinen gewesen sein, so dass die Geburt zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch gar nicht lange zurücklag.

Herdenbesitzer Veit Leinberger bestätigte am Freitag: „Ja, es ist ein kleiner Junge.“ Geburten sind in dem Erlenseer Feuchtgebiet nichts Besonderes. Jedes Jahr wird Zuchtbulle 007 dort sechs bis sieben Mal Vater, schätzt Leinberger.

Die Kühe sind vor der Geburt elf Monate trächtig. Eine besondere Pflege oder Betreuung bedürfen weder Kälber noch Kühe, so Günter Hunold, der Projektbeauftragten des Forstamtes Hanau-Wolfgang. Bei den Büffeln handele es sich um Robusttiere, die alles ganz alleine regelten. Und das mit großem Erfolg.

Polizisten übernahmen Patenschaft

In der vergangenen sieben Jahren, in denen die Büffel nun schon Jahr für Jahr den Sommer über in Erlensee verbringen, sei noch nie etwas schief gelaufen. Hunold erinnert sich allerdings an eine Anekdote vor einigen Jahren. Damals war ein kleines Büffelbaby unter dem Drahtzaun hindurchgeschlüpft und ausgebüxt. Die Polizeistreife, die das Tier später fand, übernahm dann auch gleich die Patenschaft für den Büffelnachwuchs.

Besuchern der Weideswiese rät Hunold zu besonderer Vorsicht in der kommenden Zeit. Sich den Büffeln zu nähern oder den Hund von der Leine zu nehmen, sei keine gute Idee. Denn wie alle Mütter seien auch Büffelkühe sehr wehrhaft, wenn es um das Wohl ihrer Kinder gehe.

Gute Aussichten

Den Kleinen stehe in den Weideswiesen eine traumhafte Kindheit bevor, sagt Hunold. Schließlich gibt es für sie in den Weideswiesen keine natürlichen Feinde, wie etwa in ihrem angestammten Lebensraum in der afrikanischen Wildnis.

Nunmehr besteht die Büffelherde in den Weideswiesen aus sieben Kühen und sieben Kälbern und dem Zuchtbulle 007. Den Neuzugang zu sichten sei gar nicht so einfach, berichtete Petra Behr, die Pressesprecherin der Stadt Erlensee.

Sie versuchte, ein Foto von dem Kleinen zu schießen, hatte es aber dann gar nicht so einfach, das kleine schwarze Neugeborene auf den Weideswiesen zu entdecken, ähnelte es doch sehr den dunklen Baumstümpfen im Gebüsch. „Zudem hielten alle 15 Büffel eine Siesta in liegender Position im grünen Weidegras“, so Behr. Wie man oben sieht, hat es mit dem Foto aber doch noch geklappt.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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