Wegen Sanierung

Fallbachhalle geschlossen: TSG Erlensee trainiert im Container

Freuen sich über eine gute Zwischenlösung: TSG-Vorsitzender Andreas Lindner und Sportwartin Petra Dickhaut.
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Freuen sich über eine gute Zwischenlösung: TSG-Vorsitzender Andreas Lindner und Sportwartin Petra Dickhaut.

Erlensee – Die Fallbachhalle ist bis auf Weiteres dicht, sie wird saniert. Und wann sie fertig sein wird, steht – jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt– noch in den Sternen. Das störte vor allem die Vereine, die in der großen Sport- und Kulturhalle ihren diversen Sportaktivitäten nachgehen.

Allen voran die Turn- und Sportgemeinde 1874 Erlensee (TSGE). Und deren Vorstand kam auf eine glänzende Idee: Wenn wir schon keine Traglufthalle bauen können, weil zu teuer und zu aufwendig, dann aber doch wenigstens eine Containerlösung als Übergangsmöglichkeit auch für den Winter.

Ringen, Gymnastik und Reha-Sport im Container

Gesagt, getan: Seit knapp drei Wochen steht eine „Container-Halle“ auf dem PKW-Parkplatz vor der Tennisanlage des Vereins gegenüber der Erlenhalle. „Sie dient vor allem den kleineren Sportarten, bei denen es nicht auf eine große Hallenhöhe ankommt“, sagen Andreas Lindner, TSGE-Vorsitzender, und seine Stellvertreterin und Sportwartin Petra Dickhaut. „Eltern-Kind-Turnen, Hap-Ki-Do, Faszien-Training, Rückengymnastik, Reha-Sport, Training der Karnevalstruppe ‘Dancing Devils’ und auch Ringen finden hier in einem beheizten Container von rund 90 Quadratmetern Fläche statt“, erklärt Dickhaut.

„Wir haben dem Ringerclub (RC) Erlensee die Möglichkeit eingeräumt, hier zu trainieren. Er nutzt die Halle gerne“, ergänzt Lindner. „Das sind die quasi ständigen Abteilungen, die regelmäßig die Fläche belegen: beheizt und mit Matten und Geräten ausgestattet. Zusätzlich ist die Containerlösung auch als Ausweichmöglichkeit für andere vorgesehen, falls die Erlenhalle – wie bereits öfter geschehen –- wegen irgendwelcher anderer Veranstaltungen geschlossen ist. Und ebenso für den Präventionssport, für Aerobic und Yoga, was die TSGE anbietet, bieten die Container eine ideale Interimslösung, solange die Sanierung der Fallbachhalle andauert“, erläutert die Sportwartin.

Sportler brauchen im Herbst und Winter ein Dach über dem Kopf

„Wir hatten dort an die 300 Leute, die wir pro Woche ‘durchgejagt’ haben“, nennt Lindner die Dimensionen, in denen sich die Belegung der Fallbachhalle alleine durch die TSGE bewegt. „Im Sommer war das unproblematisch. Aber jetzt, wo der Herbst da ist und der Winter kommt, das Wetter schlechter wird, brauchen wir auch für die Kleinsportler schlicht ein Dach über dem Kopf.“ Die Containerlösung schien den Vereinsverantwortlichen die schnellste, zweckmäßigste und günstigste.

Sechs Container bilden den Umfang für die Räumlichkeit, die bis zur Sanierung der Fallbachhalle für die Übungsstunden der TSG-Gruppen dient.

Ausbaldowert haben das Petra Dickhaut und ihr Mann Karl Heinz, der ebenfalls im Verein aktiv ist. Das Mietangebot der Firma „Toi-Toi & Dixi“, die hauptsächlich für ihre Sanitärcontainer bekannt ist (der Name „Dixi-Klo“ ist ein Begriff), war das passende. Die Firma lieferte die sechs Container mit den Innenmaßen 2,60 auf sechs Meter per Kranwagen an und stellte sie auch auf. Die Seitenwände wurden herausgenommen, so entstand eine durchgehende Kleinhalle. „Nur mit der Versorgung hatten wir etwas Probleme“, schildert Lindner.

Container-Halle an allen Wochentagen belegt

„Wir mussten einen Drehstromanschluss für Heizung und Beleuchtung installieren und die Zuwegung leisten. Das hat ein Elektriker erledigt.“ Die Genehmigung der Stadt fürs Aufstellen war ebenfalls erforderlich, die Container belegen einige Felder auf dem Parkplatz vor der Tennishalle. „Das war kein Problem, die Verwaltung war sehr kooperativ“, bestätigt Lindner.

Die Kleinhalle der TSGE ist mittlerweile an sämtlichen Wochentagen belegt, die Trainings- und Übungszeiten reichen von vormittags bis in den Abend hinein. Auch die Grundschule hat bereits eine Belegung angefragt. „Das alles so reibungslos geklappt hat, haben wir auch dem Rathaus zu verdanken“, meint Lindner. „Die Zusammenarbeit war wirklich gut.“

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