Kriminalität

Mord in Erlensee: Ermittler suchen das verschwundene Auto - Nachbarn sind entsetzt

Polizeibeamte im Sandweg
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Tatort Sandweg: Nach dem Verbrechen an einer 47-jährigen Frau in Langendiebach fahndet die Polizei nun nach dem Auto des Opfers.

Der Mord an einer 47-jährigen Frau in Erlensee (bei Hanau) gibt Polizei und Staatsanwaltschaft Rätsel auf. Doch die Ermittler haben eine heiße Spur: Das Auto des Opfers ist verschwunden.

  • Mord an einer 47-jährigen Frau in Erlensee (bei Hanau)
  • Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln
  • Auto des Opfers ist verschwunden

Erlensee – „Es handelt sich bei dem Fahrzeug der Verstorbenen um einen weißen Nissan Qashqai mit dem Kennzeichen MKK-Q-9090“, berichtet Markus Jung, der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hanau.

Bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Verbrechens stellen die Beamten vor Ort fest: Der Wagen ist nicht wie üblich in der Nähe der Wohnung abgestellt. Auch in der Umgebung ist ein solches Fahrzeug nicht zu finden.

Mord in Erlensee bei Hanau: Spurensicherung läuft bis in die tiefe Nacht

„Daher bittet die Kriminalpolizei um Hinweise zum Standort des Wagens“, so Jung weiter. Außerdem würden dringend „Hinweise zu möglichen Kontaktpersonen der Verstorbenen“ gesucht. Am Sandweg in Langendiebach sind Ermittler, Gerichtsmedizinerin und Kriminaltechniker bis in die tiefe Nacht am Tatort mit der Spurensuche beschäftigt. Teams der Mordkommission befragen die Anwohner rund um das Haus, das unmittelbar an das Erlenwäldchen angrenzt.

Informationen

Sachdienliche Hinweise zu dem weißen Nissan Qashqai mit dem Kennzeichen MKK-Q-9090 sowie zu weiteren Kontaktpersonen werden von der Kriminalpolizei unter der 06181 100123 entgegengenommen.

Am Donnerstagmorgen kommen Mitarbeiter des Hessischen Landeskriminalamts zur Unterstützung hinzu, um weitere Hinweise in der Dachgeschosswohnung zu sichern und auszuwerten.

Opfer des Mordes in Erlensee bei Hanau war als Pflegerin beschäftigt

Nach den bisherigen Erkenntnissen wird die 47-Jährige zunächst an ihrem Arbeitsplatz vermisst, wo sie als Pflegerin beschäftigt war. „Sie ist immer sehr zuverlässig gewesen“, heißt es dazu auch in der Nachbarschaft. Deshalb hätten sich die Kolleginnen schließlich Sorgen gemacht, weil sie die 47-Jährige nicht erreichen könnten.

Die Spurensicherung war bis abends vor Ort.

Da Nachbarn am Sandweg ebenfalls keine Hinweise geben können, wird schließlich die Vermieterin gebeten, nachzuschauen. Das führt am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr zu der schrecklichen Entdeckung im Dachgeschoss: Die Leiche der Pflegerin wird in einer Blutlache aufgefunden, ein Notarzt kann nur noch den Tod feststellen. „Wir gehen davon aus, dass das Opfer mit mehreren Stichverletzungen getötet worden ist“, sagt Staatsanwalt Jung zum Stand der Mordermittlungen. Das habe die Obduktion bestätigt. Hintergründe für das Verbrechen oder einen konkreten Verdacht gebe es derzeit noch nicht.

Bürger in dem ruhigen Wohnviertel in Erlensee bei Hanau zeigen sich von dem Mord schockiert

Derweil zeigen sich einige Bürger in dem ruhigen und idyllisch gelegenen Wohnviertel schockiert, als sich die Nachricht von dem Geschehen in Windeseile verbreitet.

Es ist bereits das zweite Kapitalverbrechen in diesem Jahr in der Stadt. Beide Tatorte liegen nur rund 700 Meter voneinander entfernt. In den Abendstunden des 11. März war an der Dammstraße eine 79-jährige Frau tot in einer Wohnung aufgefunden worden.

Dort hatte die Polizei noch am Tatort die 38-jährige Tochter des Opfers unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Sie soll ihre Mutter mit Schlägen, Tritten und einem Messer vorsätzlich getötet haben. Die Beschuldigte befindet sich derzeit weiterhin in Untersuchungshaft.

Schrecklicher Fund in Erlensee: Fotostrecke

Polizeibeamte im Sandweg
Tatortabsperrung in Erlensee
Mann mit Kleidung der Spurensicherung in Erlensee. Polizei im Hintergrund
Spurensicherung am Sandweg in Erlensee
Schrecklicher Fund in Erlensee: Fotostrecke

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