Zwei Ausschüsse ebnen den Weg für einen weiteren Bauwagen

Naturkita soll erweitert werden

Der erste Bauwagen der Naturkita am Limespark könnte bald Gesellschaft bekommen: Eine Erweiterung soll dem erhöhten Betreuungsbedarf gerecht werden. Archiv
+
Der erste Bauwagen der Naturkita am Limespark könnte bald Gesellschaft bekommen: Eine Erweiterung soll dem erhöhten Betreuungsbedarf gerecht werden. Archiv

Die Sommerpause ist vorbei und die politischen Gremien starten sofort mit der Arbeit. Am Montagabend tagten der Sozialausschuss sowie der Haushalts- und Finanzausschuss in einer gemeinsamen Sitzung.

Erlensee – Einstimmig sprachen sich die Mitglieder beider Ausschüsse für eine überplanmäßige finanzielle Ausgabe aus, um die Naturkita am Limespark zu erweitern. Bürgermeister Stefan Erb (SPD) begründete, dass die Nachfrage nach Plätzen für die Kinderbetreuung weiterhin groß sei. „Wir werden zum nächsten Sommer hin wieder einen Engpass haben.“ Die aktualisierte Bedarfsberechnung zu den Betreuungsplätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren weise einen Fehlbedarf von 26 Kita-Plätzen bis zum Sommer 2022 aus, heißt es in der schriftlichen Begründung.

Dieser Mehrbedarf ergebe sich mit hoher Wahrscheinlichkeit, da aktuell der Zuzug vorwiegend aufgrund von privater Bautätigkeit (Nachverdichtung im gesamten Ort), anders als bei einem geplanten Neubaugebiet, unvorhersehbar sei, so die Verwaltung. Eine zweite Gruppe an der erst in diesem Frühjahr eröffneten Naturkita am Rande des Limesparks soll nun rechtzeitig Abhilfe schaffen.

Zweiter Wagen kostet 235.000 Euro

Für 235 000 Euro soll deshalb ein zweiter Gruppenbauwagen angeschafft und aufgestellt werden. Fachbereichsleiterin Sandra Wunder informierte die Ausschussmitglieder, dass wenn jetzt der neue Bauwagen bestellt werden würde, er Anfang kommenden Jahres aufgestellt werden könnte.

Das Konzept der Naturkita ist bei den Eltern beliebt, aktuell seien 19 Kinder auf der Warteliste. Eine weitere Gruppe an der Naturkita sei zudem kostengünstiger als bauliche Erweiterungen an bestehenden Kitas. Am Rande des Limesparks, wo aktuell der erste Bauwagen und die Komposttoilette der Naturkita stehen, wurde der Standort bereits so eingerichtet, dass es möglich ist, einen zweiten Wagen zu stellen.

Ein weiterer Vorteil für die Erweiterung sei laut Erb, dass dann die neue Kita an der Fröbelstraße vierzügig statt fünfzügig ausgelegt werden könnte und somit mehr Platz für das JUZ bleibe, das ebenfalls in den Neubau an der Fröbelstraße einziehen soll. CDU-Fraktionsführer Horst Pabst wollte wissen, wann denn endlich mit dem Bau an der Fröbelstraße begonnen werde. Erb informierte, dass die Bauverwaltung viele Themen auf dem Tisch hätte, die nacheinander abgearbeitet werden müssten. Weiterhin stimmten beide Ausschüsse nach einigen Nachfragen und Diskussionen der neuen Betreuungssatzung und der neuen Kostenbeitragssatzung für die Kinderbetreuungseinrichtungen zu. Die Neufassungen waren aufgrund der Einführung des Online-Systems Webkita erforderlich geworden. Bei Webkita melden sich die Eltern online für einen Betreuungsplatz an und die Kita-Leitungen nutzen es außerdem zur Verwaltung.

Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet am Donnerstag, 9. September (19.30 Uhr, Erlenhalle) abschließend über die von den Ausschüssen abgestimmten Themen.

(Von Monica Bielesch)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare