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Neubau der Grundschule Langendiebach: Neues Schulgebäude ist pünktlich fertig

Der Neubau der Grundschule Langendiebach in Erlensee (linker Bildrand) sticht mit seiner modernen Bauweise aus der alten Bebauung hervor. Am rechten Bildrand ist das Backsteingebäude des alten Schulhauses zu sehen.
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Der Neubau der Grundschule Langendiebach in Erlensee (linker Bildrand) sticht mit seiner modernen Bauweise aus der alten Bebauung hervor. Am rechten Bildrand ist das Backsteingebäude des alten Schulhauses zu sehen.

Eine Punktlandung konnte der Kreis als Bauherr an der Grundschule Langendiebach hinlegen. Denn pünktlich zum neuen Schuljahr ist das neue Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 22 fertig geworden.

Erlensee –Vor rund zwei Wochen wurden die Möbel geliefert, das rund 40-köpfige Schul-Team aus Lehrerinnen, Verwaltungsmitarbeiterinnen und Betreuungskräften für den Ganztag konnten noch gar nicht alle Kisten auspacken, berichtet die Konrektorin Nadia Stein-Plesney auf Nachfrage. Aber alle freuen sich über den Neubau: „Die neuen Räume sehen super aus und sind sehr gut mit Medien ausgestattet“, berichtet die Konrektorin. So hat in dem dreistöckigen Gebäude, jede Klasse einen Beamer, auch im Erdgeschoss in der Aula hängt ein großer Beamer.

Der Kreis als Schulträger und Bauherr hat in zweijähriger Bauzeit den Neubau realisiert. Vorausgegangen waren jahrelange Entscheidungsfindungen. Im Erdgeschoss befinden sich der zentrale Treppenhausturm mit Aufzug sowie ein Mehrzweckraum für die Schulmensa. Eine Küche, ein Musikraum, eine Toilettenanlage und die erforderlichen Technik-, Lager - und nutzungsspezifische Nebenräume befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss. Das Gebäude ist barrierefrei und mit Aufzügen erschlossen.

Spielplatz auf dem Schulhof wird noch gebaut

Auf dem neuen Schulhof finden die Kinder eine Garage mit Pausenspielgeräten, ein großes Fußballfeld, einen neu errichteten Schulgarten mit einem Freiluftklassenzimmer sowie einem Barfußpfad. Derzeit wird noch ein Spielplatz errichtet. Neben dem Regenbogenhaus befindet sich zudem noch der Spielplatz des Regenbogenhauses. Und hinter dem Neubau finden die Kinder genügend Fahrradständer vor.

In den beiden Obergeschossen des Neubaus sind die Klassenräume und Differenzierungsräume für das Inklusionsmodel untergebracht. Dort gibt es auch weitere Nebenräume wie Schulbibliothek und Toiletten für die Unterrichtszeit. Ein Klassenraum ist als Werk- und Kunstraum ausgestattet.

Aktuell werden acht Klassen im neuen Gebäude untergebracht sein, so die Konrektorin. Zwei weitere Klassen sind noch in Containern und eine Intensivklasse ist im Regenbogenhaus. Besonders gefreut hätten sich die Kinder darüber, dass jedes nun einen eigenen Spind hätte, diese befinden sich auf den Gängen. Auch die neuen Stühle mit variabel einstellbaren Fußhöhen erfreuen Groß und Klein, berichtet Stein-Plesney.

Ursprünglich waren mehr Fachräume geplant

Rund 200 Kinder besuchen die Schule, in den ersten und zweiten Klassen ist sie dreizügig, in den dritten und vierten jeweils zweizügig. Eigentlich seien im Neubau auch mehr Fachräume geplant gewesen. Aber weil die Schule so viele Anmeldungen hätte, müssten viele Räume zu Klassenräumen umfunktioniert werden, berichtet die Konrektorin. Nach dem Unterricht bieten die Räume auch Platz für die Ganztagsangebote in zwei Gruppen.

Der Neubau hat im Erdgeschoss einen großen Mehrzweckraum mit rund 185 Quadratmeter und bietet Platz für rund 120 speisende Schülerinnen und Schüler. Bei schulinternen Veranstaltungen wie dem Sommerfest, der Einschulung oder der Weihnachtsfeier ist der ca. 55 Quadratmeter große Musikraum über eine Faltwand zuschaltbar. Alle Zugänge sind ebenerdig, alle Etagen sind durch den Aufzug barrierefrei zu erreichen.

Das nichtunterkellerte Gebäude wurde laut Kreispressestelle in konventioneller Bauweise errichtet (Mauerwerk, Stahlbeton). Das 2. Obergeschoss ist ein Staffelgeschoss. Das Dach wurde als Stehfalzdach konstruiert und mit einer Attika umfasst. Die Fassade hat ein Wärmedämmverbundsystem mit einem strukturierten Besenputz erhalten. Der Treppenhausturm und die Ganztagsräumlichkeiten im Erdgeschoss haben eine Klinkerfassade. Die Fenster sind großformatige Holzfenster. Dadurch wirkt das Innere hell und weiträumig.

Bauarbeiten gehen weiter - Trotz Fertigstellung des Neubaus

Aber auch wenn der Neubau nun fertig ist – die Bauarbeiten an der Grundschule gehen weiter. Denn nun wird in einem zweiten Bauabschnitt das zweite alte, denkmalgeschützte Gebäude „eingriffsarm saniert“, so der Kreis. Die Verwaltung soll im Erdgeschoss in den ehemaligen Klassenräumen des Backsteingebäudes untergebracht werden.

Im Obergeschoss und im Dachgeschoss bleiben die drei Klassenräume erhalten. In den Nebenraumzonen des EG und OG werden Toiletten installiert. Im Keller wird die neue Haustechnik untergebracht. Hiersoll sich auch die Heizungsanlage für beide Gebäude befinden. Die Planungen sehen außerdem vor, durch die Schaffung eines sicheren Treppenraumes die Nutzung aller Räume und Geschosse vollumfänglich sicherzustellen. Insgesamt umfasst die Bausumme für beide Bauabschnitte und die Außenanlagen insgesamt 7 Millionen Euro.

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