Kanzel wird erneuert

Tower auf dem Fliegerhorst in Erlensee vorübergehend kopflos

Der ehemalige Tower: Künftig könnte das Gebäude als Büro der Posttochter DHL dienen. Die Gespräche stünden kurz vor dem Abschluss, so der Besitzer Ferdinand Fäth. Eine neue Kanzel ist bereits in Arbeit.
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Der ehemalige Tower: Künftig könnte das Gebäude als Büro der Posttochter DHL dienen. Die Gespräche stünden kurz vor dem Abschluss, so der Besitzer Ferdinand Fäth. Eine neue Kanzel ist bereits in Arbeit.

Der Tower auf dem Fliegerhorst in Erlensee zeigt sich zurzeit kopflos. „Wir mussten die marode Kanzel herunternehmen, weil durch sie immer wieder Wasser ins Gebäude eingedrungen ist“, berichtete der Immobilienunternehmer Ferdinand Fäth auf Nachfrage unserer Zeitung.

Erlensee - Derzeit werde eine originalgetreue neue Kanzel von einem Schlossereibetrieb hergestellt, sodass das Gebäude wieder in seinen Originalzustand versetzt werde. Der Tower des ehemaligen Militärflughafens steht unter Denkmalschutz.

Fliegerhorst Erlensee: DHL plant Logistikzentrum

Wie Fäth berichtete, gibt es jetzt voraussichtlich auch eine Bestimmung für das Gebäude. Es soll als Büro der Posttochter DHL dienen, die neben dem Tower aller Wahrscheinlichkeit ein Logistikzentrum bauen wird.

Dabei handele es sich jedoch nicht um ein Paketverteilzentrum, wie andernorts bereits berichtet worden war. „Es geht hier eher um die klassische Palettenabwicklung“, so Fäth. Die Gespräche seien auf der Zielgeraden, man stehe kurz vor dem Abschluss des Geschäfts“, sagte er.

Erlensee: Neue Kanzel auf Fliegerhorst könnte Bürofläche werden

Fäth hatte vor Kurzem ein zusätzliches Grundstück von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) erworben, um Platz für den Bau zu schaffen. „Für den Tower wäre es natürlich eine hervorragende Lösung, wenn er als Bürogebäude eine Nutzung erfahren würde“, sagte Fäth.

Auch die neue Kanzel, die kaum größer als 15 Quadratmeter ist, soll in Zukunft wieder genutzt werden. „Ich könnte mir vorstellen, dass man daraus einen kleinen Besprechungsraum macht“, so der Unternehmer.

Pläne für Dokumentationszentrum sind Geschichte

Das Towergebäude war lange Zeit auch als Standort für ein Dokumentationszentrum über den von den Nationalsozialisten in den 30er Jahren gebauten Fliegerhorst im Gespräch. Das Projekt kam jedoch wegen der hohen Kosten nicht zustande. Das Archivmaterial, das dafür gesammelt worden war, soll nun voraussichtlich digital veröffentlicht werden.

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