Drei Kälber gehören in diesem Jahr zur siebenköpfigen Herde dazu

Wasserbüffel sind zurück auf den Weideswiesen

Als die sieben Wasserbüffel am Mittwoch bei den Weideswiesen angekommen sind, durften Bürgermeister Stefan Erb (links) und Erste Stadträtin Birgit Behr den Hänger öffnen.
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Als die sieben Wasserbüffel am Mittwoch bei den Weideswiesen angekommen sind, durften Bürgermeister Stefan Erb (links) und Erste Stadträtin Birgit Behr den Hänger öffnen.

Später, als es in den Vorjahren der Fall war, ist seit vergangener Woche die Wasserbüffel-Herde wieder auf die Weideswiesen zurückgekommen. Vor einigen Tagen trafen die sieben Tiere in einem Hänger in Erlensee ein.

Erlensee – „Es ist nicht so viel Futter auf den Weideswiesen gewachsen, weil das Wetter lange so kalt war“, erklärt Wasserbüffel-Züchter Veit Leinberger, der in Gelnhaar im Vogelsberg auf seinem Hof 12 000 Hühner und 300 Rinder sowie Wasserbüffel nach Öko-Kriterien hält, auf Nachfrage am Telefon. Seit elf Jahren schon bringt Leinberger die kleine Wasserbüffel-Herde jedes Frühjahr auf die Erlenseer Weideswiesen, wo sie in den naturbelassenen Feuchtwiesen weiden können.

Kälber sind sechs Monate alt

Aktuell sind es drei Kühe, drei Kälber und der Zuchtbulle mit dem Namen 007. „Die Kälber sind jetzt sechs Monate alt“, so Leinberger.

Begrüßt wurde die Herde am Mittwoch lediglich von Bürgermeister Stefan Erb (SPD), der Ersten Stadträtin Birgit Behr (CDU) und einigen wenigen zufälligen Spaziergängern. Wegen Corona musste auf die sonst übliche Begrüßung durch die Bevölkerung, die in den vergangenen Jahren schon fast eine Veranstaltung mit Volksfestcharakter war, entfallen.

Den Wasserbüffel selbst ist es aber egal, ob ein großer Rummel bei ihrer Ankunft an den Weideswiesen stattfindet. „Die Tiere sind sofort aus dem Hänger raus“, berichtet Leinberger über die sichtbare Freude der Wasserbüffel, dass sie nun wieder viel Auslauf auf den Feuchtwiesen haben werden. Die Kälber seien freudig im hohen Gras umher gelaufen, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit, die Kühe hätten ein erstes kurzes Bad in einem Wasserloch genommen. Der Bulle 007 schrubbte sich sein schwarzes Fell am knorrigen Buschwerk und hätte sein altbekanntes Revier erkundet und wieder in Beschlag genommen, heißt es weiter von der städtischen Pressestelle.

Sechs Monate im Winterquartier

Seit Anfang Dezember waren die Büffel im Winterlager bei Veit Leinberger und wenn das Wetter mitspiele, sollen sie auch in diesem Jahr wieder bis in den Dezember hinein in Erlensee bleiben. Vom Dammweg und den Spazierwegen rund um die Weideswiesen können Besucher nun nach den Büffeln Ausschau halten. Wer Glück hat, kann den stattlichen Tieren beim Grasen, Suhlen und Faulenzen zuschauen.

Auch von der extra am Rande der Wiesen angelegten Sitzplattform können die Büffel in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Das Naturschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) profitiert seit 2010 von der Biotop-Pflege durch die aus Asien stammende Büffel. Wichtig sind die Weideswiesen auch als Retentionsfläche, um Überschwemmungen im Stadtgebiet zu verhindern.

(Von Monica Bielesch)

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