Corona-Pandemie

Aufregung um Hochzeit im Bürgerhaus mit angeblich 500 Gästen - Kreis und Bürgermeister widersprechen

Das Bürgerhaus in Großkrotzenburg.
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Das Bürgerhaus in Großkrotzenburg.

Eine Hochzeitsfeier, die am Samstag, 17. Oktober, im Bürgerhaus Großkrotzenburg stattgefunden hat, sorgt für Gesprächsstoff in der Gemeinde. In einer Zuschrift an die Redaktion des HANAUER ANZEIGER ist von „bis zu 500 Personen“ die Rede, die dort gefeiert haben sollen. Die Verfasser üben deshalb harsche Kritik an der Ordnungsbehörde, die eine solche Veranstaltung zu Zeiten von Corona zugelassen habe.

Großkrotzenburg – Auf HA-Nachfrage bei Bürgermeister Thorsten Bauroth und dem Main-Kinzig-Kreis, erweisen sich die Vorwürfe jedoch als unberechtigt. Bauroth bestätigt zwar, dass eine Hochzeit stattgefunden habe und auch von der Gemeinde genehmigt wurde, dies habe aber unter Beachtung sämtlicher Auflagen und Zuständigkeiten stattgefunden.

„Am Samstag galt für solche Veranstaltungen noch eine Grenze von 250 Personen“, erklärt Bauroth. „Die Tische im Saal des Bürgerhauses sind ordentlich weit auseinander gestellt, es wurde allen Auflagen entsprochen.“

Erst am Freitag habe es eine Routinekontrolle im Bürgerhaus durch die Polizei gegeben, die ebenfalls ohne Beanstandung verlaufen sei, ergänzt Bauroth. „Der Pächter hält sich an die Vorschriften.“

Großkrotzenburg: Main-Kinzig-Kreis kann Zahl von 500 Gästen ebenfalls nicht bestätigen

Auch laut Pressestelle des Main-Kinzig-Kreises lässt sich „die Zahl von 500 Personen nicht bestätigen“. „Die Hochzeitsfeier war entsprechend der uns (nachträglich) bekannten Planungen auch nicht genehmigungspflichtig“, erklärt die Kreisverwaltung. Die Obergrenze für solche Veranstaltungen habe zu dem Zeitpunkt bei 250 Personen gelegen, sofern die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Jedoch teilt die Kreispressestelle mit: „Wohl aufgrund einer Anwohnerbeschwerde war die Polizei vor Ort und hat etwa 240 Personen ‘gezählt’ und die Einhaltung des Hygienekonzepts (Abstand, Masken) angemahnt.“ Das Gesundheitsamt sei telefonisch eingebunden gewesen und habe die besagten Anforderungen und Rahmenbedingungen dabei noch einmal bestätigt. „Die Veranstaltung war – wie geschildert – über die allgemeinen Vorgaben abgedeckt“, versichert die Kreisverwaltung. „Explizite Verstöße wurden nicht bekannt.“

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