Kanalarbeiten

Großkrotzenburg: Geplantes Ärztehaus kostet 300 000 Euro zusätzlich

Teurer als geplant: Am neuen Standort des Ärztehauses sind Kanalarbeiten nötig.
+
Teurer als geplant: Am neuen Standort des Ärztehauses sind Kanalarbeiten nötig.

Auf die Gemeinde kommen zusätzliche Kosten für das geplante Ärztehaus zu, wie Bürgermeister Thorsten Bauroth (parteilos) im Rahmen der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses berichtete.

Satte 300 000 Euro wird die notwendige Investition für die Vorbereitung des Bauplatzes an der Kahler Straße betragen, erklärte er den Posten im Entwurf der Nachtragshaushaltssatzung 2020. Es gehe um Kanalarbeiten, die notwendig seien, um die Fläche in einen bebauungsfähigen Zustand zu bringen.

Weil die Nachfragen der Fraktionen zum Nachtragshaushalt von der Verwaltung erst einen Tag vor der Sitzung beantwortet worden seien, sahen sich die Mitglieder des Ausschusses nicht in der Lage, die Satzung zu beschließen.

Sie einigten sich zunächst auf eine Verpflichtungsermächtigung, um zumindest die Mehrkosten für das Ärztehaus abzudecken. Die Investition für das Ärztehaus sei „zeitkritisch“, stellte Bauroth zuvor klar. Der Kanal auf dem Gelände „verläuft ungünstig“ und „darf nicht überbaut werden“.

Im kommenden Frühjahr soll der Neubau beginnen, erste Mietverträge mit Medizinern seien bereits geschlossen, der Zeitplan müsse dementsprechend eingehalten werden.

Lucas Bäuml (Krotzebojer Grüne) zeigte sich überrascht über diese zusätzlichen Investition, schließlich sei dem Investor der Bauplatz im Detail bekannt gewesen. Unabhängig davon müsse die Gemeinde „das Gelände baufähig übergeben“, so Bernd Kurzschenkel (FDP). „Ohne die Verlegung des Kanals kann das Ärztehaus nicht gebaut werden“, bekräftigte Bauroth, weshalb man „diese Kröte schlucken“ müsse.

Der Ausschuss einigte sich zudem auf eine Satzung über die Erhebung einer Hundesteuer , weil die derzeit gültige Satzung Ende diesen Jahres ausläuft. Die nun vom Gemeindevorstand vorgelegte Satzung entspreche der Mustersatzung und werde auf fünf Jahre festgelegt.

Eine Verlängerung soll ab 2021 auch bei der Straßenbeitragssatzung folgen. Sie soll ebenfalls um fünf Jahre verlängert werden. Die darin enthaltenen Änderungen will der HFA noch beraten. Genereller Konsens schien jedoch darüber zu herrschen, dass die Gemeinde die Einnahmen durch Straßenbeiträge auch in Zukunft benötigt.

Zunächst um zwei Jahre verlängert wird der Vertrag mit dem Betreiber des Waldkindergartens, der Arbeiterwohlfahrt Obertshausen. Das aktuelle Papier läuft noch bis September 2021, die Zusammenarbeit wird bis September 2023 fortgeführt, wie Bauroth mitteilte.  

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare