Für die nächste Kommunalwahl

Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg stellt ihr Wahlprogramm vor

Mit der neuen politischen Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg wollen Marcus Rosen (links) und Aloys Lenz eine neue politische Kraft in der Gemeinde etablieren.
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Mit der neuen politischen Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg wollen Marcus Rosen (links) und Aloys Lenz eine neue politische Kraft in der Gemeinde etablieren.

Die „Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg“ (IZG) will bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr ins Gemeindeparlament einziehen und „die politischen Verhältnisse in der Gemeinde verändern“. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte sie diese Woche ihr Wahlprogramm vor.

„Wir sind uns sicher, dass wir nach der Wahl ins Parlament einziehen“, erklärt Aloys Lenz, der die Initiative 2018 zusammen mit Hans Kunkel gründete. Vor zwei Jahren wollte der laut eigenen Aussagen „bunt zusammengewürfelte Haufen“ mit einer Unterschriftenaktion Druck auf die etablierten Parteien ausüben. Ziel war es, die interkommunale Zusammenarbeit mit Hanau zu intensivieren.

Es fanden sich auf Anhieb rund 1200 Unterstützerinnen und Unterstützer. Angesichts von „etwa 6200 Wahlberechtigten“ in Großkrotzenburg scheint das Wählerpotenzial für den Einzug in die Gemeindevertretung vorhanden zu sein. Zwar steht die Forderung nach einer Machbarkeitsstudie zur interkommunalen Zusammenarbeit ganz oben auf dem Wahlprogramm, aber „wir wollen weitere nicht erfüllte Vorstellungen und Hoffnungen der Bürger politisch umsetzen“, stellt Lenz klar.

IZG will nach der Wahl keine Koalition eingehen

Das erste Wahlprogramm der IZG umfasst insgesamt 18 Punkte, die im Rahmen der nächsten öffentlichen Versammlung noch einmal „mit den Mitgliedern und Gästen abgestimmt“ werden sollen, erklärt Marcus Rosen. Der ehemalige Bürgermeisterkandidat wurde von den Gründungsmitgliedern zum Vorsitzenden gewählt. Eines sei aber jetzt schon sicher: „Wir werden keine Koalition eingehen.“

Rosen ist einer von mittlerweile sieben ehemaligen Gemeindevertretern in der IZG, aus der SPD sei er kürzlich ausgetreten. Waren es bei der Gründung noch 23, zählt die Initiative fünf Monate später schon 53 Mitglieder. Zwischenzeitlich seien bereits Arbeitsgruppen mit thematischen Schwerpunkten gebildet worden.

Initiative kritisiert Bürgermeister Bauroth

Unter Punkt zwei ihres Wahlprogramms wird die zeitnahe und effektive Umsetzung von Parlamentsbeschlüssen durch den Bürgermeister gefordert. Damit erneuert die Initiative ihre Kritik an Rathauschef Thorsten Bauroth (parteilos). Viele Beschlüsse würden zu lange „im Geschäftsgang“ verbleiben, greift Lenz eine zuletzt von der Verwaltung häufig verwendete Formulierung auf.

Ein weiteres zentrales Anliegen sei es, „durch konsequente Digitalisierung, Rationalisierung und Einsparungen die Grund- und Gewerbesteuer wieder zu senken“. Beim Blick auf die „Gewerbeansiedlung auf dem Gelände des Kraftwerks Staudinger“ müsse der Fokus darauf liegen, dass die daraus resultierenden „Gewerbesteuern in der Gemeinde verbleiben“, so Rosen.

Das vorläufige Wahlprogramm liest sich wie eine Art Zusammenfassung aller kommunalpolitischen Themen der vergangenen Jahre: „Erhaltung des Jugendzentrums, Verbesserung der Kindergarten- und Schulbetreuung, die Umsetzung der ‘Neuen Mitte’, zukunftsfähiges Verkehrskonzept, mobilitätsgerechter Schleusenübergang, Fernwärmeversorgung, Ärztehaus“ und einiges mehr.

Strandbad soll wieder von der Gemeinde betrieben werden

Hinzu kommt unter anderem die Forderung nach einer bunten Belebung der Main-Wiesen unter anderem durch eine Sommer-Gastronomie sowie die Sanierung des Main-Radweges. Zudem soll der Betrieb des Strandbades nach Auslaufen des Pachtvertrages Ende 2024 mit einem neuen Nutzungskonzept wieder von der Gemeinde übernommen werden. Der See sei ein „Aushängeschild der Gemeinde und muss ganzjährig genutzt werden“, ist sich Lenz sicher.

Die IZG schreibt sich nicht weniger als die „zukunftssichere Neugestaltung unserer liebenswerten Gemeinde“ auf die Fahnen. „Großkrotzenburg braucht einen Neuanfang“, heißt es in ihrem ersten Wahlprogramm, das im Rahmen der nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung präzisiert werden soll.

Diese findet am Montag, 2. November, um 18 Uhr im Bürgerhaus an der Schulstraße 7 statt. Eine Woche später will die Partei ihre Liste für die Kommunalwahl aufstellen.

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