Neubau ist ein „starkes Zeichen“

Startschuss für neue Großkrotzenburger Kindertagesstätte

Startschuss: Landrat Thorsten Stolz überbrachte die Baugenehmigung für die neue Kita an Martin Palzer (Kirchengemeinde), Dechant Andreas Weber, und Bürgermeister Thorsten Bauroth (von links).
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Startschuss: Landrat Thorsten Stolz überbrachte die Baugenehmigung für die neue Kita an Martin Palzer (Kirchengemeinde), Dechant Andreas Weber, und Bürgermeister Thorsten Bauroth (von links).

Um den gestiegenen Bedarf an Kinderbetreuung in der Gemeinde decken zu können, baut die katholische Kirchengemeinde St. Klara und Franziskus für 5,4 Millionen Euro in Großkrotzenburg eine neue Kindertagesstätte und vergrößert dabei die Gruppengröße von bislang vier auf sechs Gruppen.

Großkrotzenburg - Landrat Thorsten Stolz (SPD) überbrachte nun die Baugenehmigung an der Baustelle im Beisein von Bürgermeister Thorsten Bauroth (parteilos) an Dechant Pfarrer Andreas Weber. „Der Bau einer neuen Kita ist ein starkes Zeichen für die Menschen, die in dieser Kommune leben und arbeiten. Denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heute wichtiger denn je. Der Bedarf an guten und verlässlichen Kinderbetreuungsangeboten wächst im Kreis immer mehr. Deshalb freue ich mich, dass Großkrotzenburg diese Herausforderung der Zukunft annimmt und signalisiert: Kinder sind willkommen“, sagte Stolz laut einer Pressemitteilung aus dem Landratsamts.

Kirche übernimmt die Bauherrschaft

Gleichwohl erinnerte der Landrat daran, dass Bund und Land die Kommunen bei den hohen Folgekosten, die nach dem Neubau zu stemmen sind, nicht allein lassen dürfe. „Die Kita-Neubauten zu bezuschussen, ist gut und richtig von Bund und Land, jedoch entstehen in den Folgejahren hohe Kosten für Personal und Betrieb“, sagte Stolz. Für den Kita.Neubau übernimmt die Gemeinde St. Klara und Franziskus die Bauherrschaft und bleibt Kita-Trägerin. Das Grundstück hat die Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Nach Ablauf von 15 Jahren geht das Gebäude auf die Kommune über. Bürgermeister Bauroth dankte der örtlichen Kirchengemeinde nicht nur für deren Engagement, auch zukünftig als Träger dieser Einrichtung zu fungieren, sondern auch für den Mut, als Bauherr dieses Projektes aufzutreten, auch wenn die Finanzierung über die politische Gemeinde erfolgt.

„Insbesondere Ortspfarrer Christian Sack, dessen Motivation es stets war, den Kindern einen konfessionell geprägten Ort in der frühkindlichen Erziehungsphase sicherzustellen, gebührt für sein Mitwirken ein besonderer Dank“, so Bauroth. Nicht zu vergessen sei der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde, allen voran Martin Palzer, der in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit an der Ausgestaltung des zukünftigen Kindergartens mitgewirkt habe. Bauroth bezeichnete die zahlreichen Arbeitssitzungen zwischen den kirchlichen und politischen Gremien als „stets konstruktiv und zielorientiert“. In der letzten Arbeitssitzung vor Baubeginn hatte Architekt Luis Lucas noch prognostiziert, dass Anfang März mit dem Bau begonnen werden könne. So, wie es nun eingetreten ist. Bauroth verbindet dies mit der Hoffnung, dass auch eine weitere Prognose des Architekten zutrifft: Dass nach gut einem Jahr Bauphase ein bezugsfertiger Kindergarten errichtet sein wird.

Bauphase bis Frühjahr 2022

Der zweigeschossige Neubau entsteht auf einer Grundstücksfläche von 3200 Quadratmetern und wird den Kindern reichlich Platz zum Spielen und Toben im Außenbereich bieten. Die katholische Kirchengemeinde betreibt seit den 70er Jahren einen Kindergarten an der Ludwig-Uhland-Straße, dieser ist jedoch baulich in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen pädagogischen und räumlichen Anforderungen an eine moderne Kindertagesstätte. Im Neubau sollen dann ab Frühjahr 2022 rund 100 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren betreut werden. Dafür werden drei U3-Gruppen und drei Ü3-Gruppen entstehen. (thb)

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