Theresa Neumann geht ins Rennen

Die CDU-Kandidatin will gestalten: „Ich kann Bürgermeisterin von Großkrotzenburg“

CDU-Bundestagsabgeordnete Katja Leikert und Fraktionsvorsitzender Max Schad, der für die Christdemokraten im Landtag sitzt, gratulierten der neuen Bürgermeisterkandidatin zur einstimmigen Wahl.
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CDU-Bundestagsabgeordnete Katja Leikert und Fraktionsvorsitzender Max Schad, der für die Christdemokraten im Landtag sitzt, gratulierten der neuen Bürgermeisterkandidatin zur einstimmigen Wahl.

Die Wahl des Bürgermeisters im kommenden Jahr wird bereits jetzt mit Spannung erwartet. Am Dienstag wählten die Mitglieder der CDU Theresa Neumann zu ihrer Kandidatin.

Großkrotzenburg - Als erste Partei wählten die Christdemokraten am Dienstagabend ihre Kandidatin für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr. Erstmals seit rund 30 Jahren haben die Bürger die Möglichkeit, eine Frau ins höchste Amt der Gemeinde zu wählen. Die Christdemokraten schicken ihre Parteivorsitzende Theresa Neumann ins Rennen.

Die 1990 geborene Diplom-Juristin wurde vom Parteivorstand als Kandidatin vorgeschlagen und von den 28 anwesenden Mitgliedern im Theodor-Pörtner-Haus ohne Gegenstimme bestätigt. Mit der Bundestagsabgeordneten Katja Leikert hatte eines von Neumanns politischen Vorbildern die Versammlungsleitung übernommen.

„Junge, sehr selbstbewusste Kandidatin“

Leikert teilte umgehend ihre „Begeisterung“ für die Kandidatinnen-Wahl mit: „Theresa ist eine junge, sehr selbstbewusste Kandidatin.“ Sie könne „einen exzellenten Lebenslauf“ vorweisen und sei dennoch „bodenständig geblieben“. Auch mit Blick auf die „wichtige Digitalisierung der Verwaltung“ sei eine junge Person besonders gut geeignet, ist sich Leikert sicher.

Neumann selbst präsentierte sich am Abend der Wahl hoch motiviert. „Ich trete mit einem klaren Programm und klaren Zielen an“, stellte sie zu Beginn ihrer rund 15-minütigen Rede klar. Es gelte, „klare Entscheidungen zu treffen und wichtige Organisationsfragen anzugehen“. Aktuell vermisse sie „den roten Faden“ im Rathaus. Die öffentliche Kritik am aktuellen Rathauschef Thorsten Bauroth (parteilos) riss in den vergangenen Jahren nie wirklich ab. Nachdem Krotzebojer Grüne (KG) und FDP bereits im Februar 2020 die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Bürgermeister anstrebten, hat Bauroth mittlerweile auch die anderen Fraktionen gegen sich aufgebracht. In der vergangenen Woche beschlossen alle fünf Fraktionen eine Resolution gegen seine Amtsführung (wir berichteten).

Eigenständigkeit der Gemeinde erhalten

„Ich habe den Willen, den Neustart, den Großkrotzenburg braucht, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern anzugehen“, erklärte Neumann. „Wir brauchen Antworten auf die Frage, was Großkrotzenburg auszeichnet.“ Eines dieser Merkmale sei die Eigenständigkeit ihrer Gemeinde, die sie erhalten wolle.

Theresa Neumann ist in Großkrotzenburg aufgewachsen. Jetzt, sagt sie, wolle sie ihren Ort mitgestalten. Durch ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit in mehreren Vereinen sei sie „sehr gut vernetzt“, wie der letzte CDU-Bürgermeister Friedhelm Engel mitteilte. Nach seiner Erfahrung sei das besonders wichtig.

Rückendeckung der Partei für Neumann

Der Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Max Schad stellte klar, dass er „die Rückendeckung der Partei“ für Neumann spüre. Er arbeite mittlerweile lange mit ihr zusammen und habe sie als „zuverlässige Person“ kennengelernt – „ehrgeizig und belastbar mit einem hohen Anspruch an sich selbst“. Großkrotzenburg brauche jetzt „jemanden, der integriert und richtig zuhört“, so Schad. Für Neumann sei es freilich „ein besonderer Tag“, sagte sie. Sie wolle ihre Chance ergreifen und ihr Engagement ausweiten. Weil ihr die Zukunft ihrer Gemeinde am Herzen liege, möchte sie sich „für mehr Bürgerbeteiligung einsetzen“ und „die politische Teilhabe verbessern – auch für Jugendliche“.

Theresa Neumann, erklärt, sie möchte nicht weniger als einen anderen Stil prägen und auf Kommunikation setzen. „Ich finde, Großkrotzenburg braucht endlich eine Bürgermeisterin, und ich kann Bürgermeisterin von Großkrotzenburg“, sagte sie abschließend unter einsetzenden Applaus. (Von Per Bergmann)

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