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Großeinsatz der Rettungskräfte: Verdacht auf giftige Substanz in Gewerbegebiet bei Hammersbach nahe Hanau

Auf dem interkommunalen Gewerbegebiet bei Hammersbach (Main-Kinzig-Kreis) gab es den Verdacht auf eine giftige Substanz. Dies führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und anderen Rettungskräften.

  • Großeinsatz auf interkommunalem Gewerbegebiet bei Hammersbach nahe Hanau
  • Hessenschau berichtet von einer giftigen Substanz
  • Hammersbacher Feuerwehr im Einsatz

Update 23. Juni 12.14 Uhr:

Laut Felix Waschulewski, Standortleiter des betroffenen Unternehmens ID Logistics, war ausgetretenes Gas Ursache für den Einsatz. Neun Menschen wurden verletzt, die Betroffenen klagten über Übelkeit, Kopfschmerzen und Atembeschwerden.

Ein Mann mit chronischem Asthma wurde ins Krankenhaus gebracht, ist nach Auskunft des Standortleiters aber inzwischen wieder zuhause. 

Hammersbach: Feuerwehr und Gasversorger suchen nach Ursache

Wie Waschulewski in Gespräch mit dem Hanauer Anzeiger erklärte, wurde um 18.45 Uhr der erste Alarm ausgelöst. Das Gebäude wurde evakuiert. Doch weder die F euerwehr Hammersbach noch der Gasversorger Main-Kinzig Gas konnten die Quelle des Gasgeruches feststellen. Das Gas wurde zwischenzeitlich abgestellt.

Die zweite Alarmierung erfolgte etwa eine Stunde später, da nun weitere Mitarbeiter Beschwerden äußerten. Laut Waschulewski befanden sich um diese Uhrzeit etwa 150 Angestellte im Dienst. Schließlich wurde um 21.20 Uhr Vollalarm ausgelöst.

Betrieb läuft nach Großeinsatz bei Hammersbach nahe Hanau wieder normal

„Der Betrieb läuft heute wieder normal“, so Waschulewski. „Die Mitarbeiter sind sensibilisiert.“ Zurzeit überprüft die Baufirma, die das Gebäude errichtet hat, sämtliche Leitungen und mit Gas betriebene Anlagen wie Heizungen und Rauchabzüge, die über Gasdruck betrieben werden.

Dass wie zunächst vermutet der Austritt von Düngemittel die Ursache für den Gasgeruch sein könnte, schließt Felix Waschulewski aus. „Das einzige Düngemittel, das wir vertreiben, ist Rasendünger. Der gefährlichste Bestandteil darin ist Vogelkot.“

23. Juni, 11.40 Uhr:

In der Nacht zu Dienstag kam es zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte auf dem interkommunalen Gewerbegebiet Limes bei Hammersbach nahe Hanau. Laut Angaben der Polizei klagten gegen 21.20 Uhr mehrere Mitarbeiter eines dortigen Betriebes in der Logistikhalle über Atembeschwerden. Entgegen erster Berichte befindet sich besagter Betrieb jedoch nicht auf der Gemarkung Hammersbach sondern in Limeshain.

FFH und Hessenschau berichten über den Vorfall nahe Hammersbach

Nach Angaben der Hessenschau wurden neun Menschen mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht. Diese seien durch den Austritt einer giftigen Substanz verursacht worden. Die Hessenschau berichtet weiter: "Um welche Substanz es sich gehandelt hat und warum sie austrat, muss laut Polizei noch geklärt werden. Möglicherweise könnte es Düngemittel gewesen sein." 

Auch der Radiosender FFH berichtete über den Vorfall. Deren Angaben deckten sich mit deren der Hessenschau: Auch FFH berichtete von neun verletzten Personen aufgrund einer möglichen Vergiftung.

Feuerwehr konnte kein Gift nachweisen bei Hammersbach

Auf Nachfrage konnte das zuständige Polizeipräsidium Mittelhessen dies jedoch nicht bestätigen. Dort hieß es, dass bei Texts der Feuerwehr keine giftige Substanz nachgewiesen werden konnte. Der Einsatz war um 1 Uhr in der Nacht beendet. Insgesamt sollen 150 Rettungskräfte im Einsatz gewesen sein. Davon auch 30 Einheiten aus Hammersbach. 

An dem interkommunalen Gewerbegebiet Limes sind die Kommunen Hammersbach (Main-Kinzig-Kreis) und Limeshain sowie die Stadt Büdingen (beide Wetteraukreis) beteiligt.  Die betroffene Logistikhalle liegt auf Limeshainer Gemarkung.

Quelle: Hanauer Anzeiger

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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