Stadtentwicklung

Hager Group als Mieter für noch nicht genehmigten dritten Bauabschnitt vorgestellt

Im interkommunalen Gewerbegebiet Limes laufen zwischen der Logistikhalle des US-Online-Händlers Wayfair und der Autobahn archäologische Bodenuntersuchungen in Vorbereitung des dritten Bauabschnitts. Hier soll eine weitere Halle mit 40 000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen, die von der Hager Group gemietet wird. Die übrigen 2,6 Hektar der „Westerweiterung“ unterhalb der Raststätte Langen-Bergheim sollen sich laut Zweckverbandsvorsitzendem Michael Göllner zwei Interessenten teilen: eine „regional tätige Baufirma“ und ein Industrieanlagenbauer aus Frankfurt. Das Zielabweichungsverfahren für die „Westerweiterung“ läuft allerdings noch.
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Im interkommunalen Gewerbegebiet Limes laufen zwischen der Logistikhalle des US-Online-Händlers Wayfair und der Autobahn archäologische Bodenuntersuchungen in Vorbereitung des dritten Bauabschnitts. Hier soll eine weitere Halle mit 40 000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen, die von der Hager Group gemietet wird. Die übrigen 2,6 Hektar der „Westerweiterung“ unterhalb der Raststätte Langen-Bergheim sollen sich laut Zweckverbandsvorsitzendem Michael Göllner zwei Interessenten teilen: eine „regional tätige Baufirma“ und ein Industrieanlagenbauer aus Frankfurt. Das Zielabweichungsverfahren für die „Westerweiterung“ läuft allerdings noch.

Eine „Top-Ansiedlung“ haben Zweckverbandsvorsitzender Michael Göllner (SPD) und Lothar Klemm, Aufsichtsratsvorsitzender des Investors Dietz AG, am Donnerstagvormittag für das interkommunale Gewerbegebiet Limes verkündet. „Bei der Hager Group handelt es sich nicht um einen Kontraktlogistiker, sondern um ein deutsches inhabergeführtes Familienunternehmen“, erklärte Göllner, „ein Mittelständler, der in Deutschland produziert und viele Mitarbeiter hat. So können wir mit einem Mieter in das Zielabweichungsverfahren für die ‘Westerweiterung’ und das folgende Bebauungsplanverfahren gehen, was uns zu diesem frühen Zeitpunkt bereits eine verlässliche Perspektive eröffnet.“

Hammersbach – Bei der Ansiedlung habe die Hanauer SKP-Immobilien Consulting vermittelt, am Donnerstag vertreten durch Axel Michel. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren mit der Option einer Verlängerung. Der frühe und kurzfristig anberaumte Termin für die Bekanntgabe des Mieters komme dadurch zustande, dass auch die Hager Group zeitgleich am Donnerstag ihre Belegschaft informieren wollte, um Gerüchten und Spekulationen vorzubeugen, erläuterte Klemm. „Unsere Strategie, sich Zeit zu lassen, um mit klingenden Namen und Reputation in den Standort reinzugehen, zahlt sich jetzt aus. Die Hager Group wird dem interkommunalen Gewerbegebiet einen ganz eigenen Glanz verleihen.“

Beim dritten Bauabschnitt zwischen Autobahn und der Logistikhalle, die seit diesem Sommer vom US-Online-Händler Wayfair angemietet ist, handele es sich um eine Grundstücksfläche von 81 000 Quadratmetern und – wie bei den ersten beiden Bauabschnitten – um eine bebaute Grundfläche von 40 000 Quadratmetern. Hinzu komme eine Zwischenebene (Mezzanin) mit 3500 Quadratmetern Lagerfläche und Büroflächen von 2300 Quadratmetern. Auf dem Außengelände sind 168 Pkw-Parkplätze und 25 Lkw-Stellplätze geplant. „Es wird mit etwa 60 Lkw-Bewegungen am Tag zu rechnen sein“, so Klemm. „Wir erwarten rund 200 Arbeitsplätze.“

Baubeginn soll im zweiten Quartal 2021 sein – sofern das Zielabweichungsverfahren und das Bebauungsplanverfahren bis dahin genehmigt und abgeschlossen sind. Mit größeren Problemen rechnet Göllner nicht. „Der Antrag ist vorabgestimmt. Derzeit laufen die archäologischen Bodenuntersuchungen, die für das Antragsverfahren nötig sind.“

Weiterer Abschluss: Zweckverbandsvorsitzender Michael Göllner (SPD, von rechts), Dietz-Aufsichtsratsvorsitzender Lothar Klemm und Axel Michel von der SKP-Immobilien Consulting haben am Donnerstag mit der Hager Group den Mieter für den dritten Bauabschnitt verkündet.

Zur Struktur der Arbeitsplätze konnte am Donnerstag keiner der drei Herren etwas sagen. Auf Anfrage unserer Zeitung antwortete die Hager Group am Donnerstagnachmittag: „Wir können zu der Anzahl der Arbeitsplätze, die vor Ort geschaffen werden, genau wie zu den damit verbundenen Tätigkeiten zum jetzigen Zeitpunkt leider keine Aussage treffen. Es ist zu früh, um über konkrete Auswirkungen zu sprechen.“ Des Weiteren äußerte sich gestern Detlev Röttger, Leiter Logistik der Hager Group, per Pressemitteilung: „Der Ausbau des Logistiknetzwerks ist ein wichtiger Schritt vor dem Hintergrund des weiteren Wachstums der Hager Group. Ziel ist es, neue Markt- und Kundenerwartungen zu erfüllen und die Logistikorganisation an zukünftige Entwicklungen anzupassen.“

Wie Klemm erläuterte, gehe es dem Unternehmen einerseits darum, die begrenzten Lagerkapazitäten an den Produktionsstandorten zu entlasten, und andererseits, die Produktpalette der verschiedenen Standorte zentral am Lager Hammersbach vorzuhalten, um von dort aus Großhandel und Bauprojekte schnell und flexibel aus einer Hand bedienen zu können. „Es handelt sich also um Eigenlogistik des Unternehmens“, betonte Klemm, „nicht um einen Dienstleister für andere.“

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