Marköbler Wahrzeichen

Turm am Obertor, Turnhallentoiletten und Friedhofshalle begutachtet

Investieren oder nicht? Beim Ortstermin des Bau- und Planungsausschusses Hammersbach begutachteten die Teilnehmer um Bürgermeister Michael Göllner (rechts) die Toiletten in der Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule am Ortsmittelpunkt, den Turm am Obertor in Marköbel und die Halle auf dem angrenzenden Alten Friedhof.
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Investieren oder nicht? Beim Ortstermin des Bau- und Planungsausschusses Hammersbach begutachteten die Teilnehmer um Bürgermeister Michael Göllner (rechts) unter anderem die Halle auf dem angrenzenden Alten Friedhof.

Die Bodenfliesen waren noch feucht vom Wischen. Doch dies konnte bei der Ortsbegehung des Bau- und Planungsausschusses in der Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule nicht darüber hinweg täuschen, dass die Toiletten am Halleneingang in die Jahre gekommen sind.

Hammersbach – Während die sanitären Anlagen und die Umkleideräume, die von Schülern und Vereinen genutzt werden, nach jahrelanger Diskussion in absehbarer Zeit saniert werden sollen, nachdem der Kreis bereits im Jahr 2019 die energetische Sanierung und den Einbau einer neuen Hallenbeleuchtung abgeschlossen hatte, ist für die Besuchertoiletten keine Erneuerung vorgesehen.

Wie die Ausschussmitglieder beim Ortstermin erfuhren, seien die Toiletten so alt wie die Schule selbst, aber voll funktionstüchtig. Erst kürzlich seien sie komplett gespült worden.

Toiletten in Marköbel würden zu selten genutzt werden

Problematisch sei allerdings, dass sie selten benutzt würden, im Grunde nur einmal im Jahr zur Faschingsparty des Sängergruß’ Marköbel. Die Lederdichtungen trockneten über das Jahr ein und würden undicht. Zudem würden bei Feiern Sachen in die Toilette geworfen, die nicht hineingehörten. Ob sich also eine Investition in die Toiletten lohnt, müssen die Parlamentarier nun weiter diskutieren.

Auch die Toiletten in der Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule am Ortsmittelpunkt wurden näher betrachtet.

Ungewiss ist auch die Lage am Alten Friedhof in Marköbel. Die Leichenhalle mit Kühlkammer, die derzeit als Abstellraum dient, soll zu einer Aussegnungshalle erweitert werden, so die vor Jahren entwickelte Idee. „Es wäre eine Alternative zur Kirche für Trauerfeiern“, erläuterte Bürgermeister Michael Göllner (SPD) den Ausschussmitgliedern. Um den Raum zu erweitern und statisch zu überbrücken, müsse jedoch ein Unterzug eingebaut werden. „Das Problem ist, dass sich das Fundament zu setzen scheint“, erklärte Göllner und wies auf Risse sowohl in den Bodenplatten vor dem Gebäude als auch am Sturz des vorstehenden Giebels hin. „Wir haben im Frühjahr einen Putzmarker aufgebracht. Da hat sich bisher nichts getan.“

Hammersbach: An dem Obertor nage der Zahn der Zeit

Auch der Turm am Obertor in Marköbel wurde beim Ortstermin des Bau- und Planungsausschusses Hammersbach begutachtetet.

Die Verwaltung werde die Entwicklung weiter beobachten. Sicher sei, dass die avisierten 50 000 Euro für den Umbau nicht reichen würden. „Stattdessen schlagen wir vor, die Mittel für das Obertor einzusetzen“, sagte Göllner und leitete so zur nächsten Station der Ortsbegehung des Ausschusses über. Denn auch an dem historischen Wahrzeichen, gleich neben dem Alten Friedhof an der Hauptstraße, nagt der Zahn der Zeit. Nicht nur, dass vor allem an der unverputzten Seite, wo einst das Torhaus an den Turm angrenzte, der Grünbewuchs um sich greift. Vor allem die Turmhaube muss erneuert werden, um die Bausubstanz vor Schäden durch Regenwasser zu bewahren.

„Zudem könnten wir hier auch ein Problem mit der Verkehrssicherungspflicht bekommen“, erläuterte Göllner. „Nach ersten Schätzungen müssen wir mit insgesamt 75 000 Euro rechnen. Aber ich spüre heute Abend, dass hier im Ausschuss Konsens besteht, zumal von beiden Fraktionen Anträge zu dem Thema vorliegen“, so der Rathauschef. (Von Jan-Otto Weber)

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