Gewerbegebiets Limes

Hammersbach: Bürgerinitiative Schatzboden übergibt Petition gegen Erweiterung von Gewerbegebiet

Die Bürgerinitiative Schatzboden übergibt vor der Gemeindeverwaltung in Hammersbach über 2100 Unterschriften für eine Petition gegen den weiteren Ausbau des Interkommunalen Gewerbegebiets Limes.
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Die Bürgerinitiative Schatzboden übergibt vor der Gemeindeverwaltung in Hammersbach über 2100 Unterschriften für eine Petition gegen den weiteren Ausbau des Interkommunalen Gewerbegebiets Limes.

„Hop, hop, hop – Hallen stop!“ Mit einer kleinen Demonstration und teilweise als Tiere verkleidet haben etwa ein Dutzend Mitglieder der Bürgerinitiative Schatzboden am Montagnachmittag eine Petition gegen die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets Limes an den Vorstand des Zweckverbands übergeben. 2115 Unterschriften erhielt die Online-Petition, was die BI in Anbetracht der coronabedingt ausgefallenen öffentlichen Unterschriftensammlung als „beachtliches Votum“ wertet.

Hammersbach - Als Ziel waren ursprünglich 5000 Unterschriften ausgegeben worden. Eine weitere „irreversible Versiegelung von Ackerböden“ sei klimaschädlich und zerstöre wertvollen Lebensraum. Müll und Fäkalien rund um die erste Logistikhalle, Lärm- und Lichtbelästigung sowie Verkehrsprobleme seien die Folge.

Hammersbachs Bürgermeister Michael Göllner (SPD) als Vorsitzender des Zweckverbandsvorstands (ZWIGL) und seine beiden Amtskollegen Erich Spamer (FWG, Büdingen) und Adolf Ludwig (SPD, Limeshain) als ZWIGL-Vorstandsmitglieder nehmen die Petition entgegen.

Arbeitnehmer würden für Hungerlöhne aus Osteuropa angeworben. „Wir befürchten, dass am Ende mehr Kosten als Einnahmen an den Kommunen hängen bleiben“, so BI-Sprecherin Ulrike Meergans. Hammersbachs Bürgermeister und Zweckverbandsvorsitzender Michael Göllner nahm die Petition gemeinsam mit seinen Amts- und Vorstandskollegen Erich Spamer (Büdingen) und Adolf Ludwig (Limeshain) entgegen.

„Wir nehmen das zum Teil verwundert zur Kenntnis, weil die Aussagen die Wahrheit weit verfehlen“, so Göllner. „Wir geben die Unterschriften an die Verbandsversammlung weiter. Die politischen Gremien werden über das weitere Vorgehen entscheiden.“

Die Bürgerinitiative Schatzboden war mit etwa einem Dutzend Mitgliedern vertreten, die teilweise in Tierkostümen auftraten.

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