Haushaltsberatung

SPD Hammersbach stellt zusätzliche Anträge

Das Defizit in Hammersbach fällt geringer aus als zunächst geplant.
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Das Defizit in Hammersbach fällt geringer aus als zunächst geplant.

Ohne große Diskussionen haben die Gemeindevertreter im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend den Haushalt 2021 beraten. Die SPD-Fraktion unterstützte das von Bürgermeister Michael Göllner (SPD) eingebrachten Etat, dessen zunächst geplantes Defizit von rund 140 000 Euro im Gesamtergebnishaushalt durch aktuelle Zahlen etwas abgemildert wurde, und stellte einige Zusatzanträge.

Hammersbach – Im Investitionsprogramm will die SPD ab dem Jahr 2023 jeweils 80 000 Euro für die Sanierung der historischen Gebäude und Bauwerke einsetzen. Aktueller Anlass ist die Sanierung des Obertors in Marköbel. 10 000 Euro sollen für den Abriss der maroden Leichenhalle Marköbel und die Planung eines Neubaus bereitgestellt werden.

Mit 5000 Euro soll eine „große Gemeinschaftsveranstaltung“ nach dem Ende des Lockdowns gefördert werden. Die Hoffnungen richten sich auf den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr.

5000 Euro sollen zur Planung eines Fußweges zwischen der Straße „Am Krebsbach“ gegenüber dem Nahkauf in Marköbel und der Ampelanlage an der L 3195 (Dammbrücke) verwendet werden. Da Hessen Mobil einen Zebrastreifen am Nahkauf in Marköbel nicht für notwendig erachtet, will die SPD auf diese Weise einen sicheren Fußweg an der Dammbrücke schaffen und hofft auf Fördergelder für die Schulwegsicherung.

Schließlich sollen 10 000 Euro zur Planung eines Übungsturmes für die Feuerwehr verwendet werden. CDU-Fraktionschef Alexander Kovacsek beurteilte diesen Antrag am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung als überflüssig, da der Turm ohnehin im Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr enthalten sei und die Abwicklung dem Gemeindevorstand obliege. Er kündigte zudem an, dass seine Fraktion angesichts der kurzfristig mitgeteilten neuen Haushaltszahlen mit verringertem Defizit noch über Anträge beraten wolle. Die CDU enthielt sich aus diesem Grund am Donnerstagabend weitestgehend.

Der Haupt- und Finanzausschuss empfahl zudem den Erlass der Kitagebühren während des aktuellen Lockdowns, auch wenn die rechtliche Grundlage im Vergleich zum Frühjahr 2020 eine andere ist. Zudem stimmten einen Vertrag mit dem Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Main-Kinzig für den Pakt zum Ganztag an der Astrid-Lindgren-Schule sowie den Bau eines Radwegs zwischen Langen-Bergheim und Rommelhausen. Jan-otto Weber

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