Umweltpreis für Blühfeld-Initiative Hirzbach

Main-Kinzig-Kreis zeichnet Hammersbacher Landwirt Friedrich Bellgardt und sein Team aus

Dieter Krach vom Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum (von links), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sowie Krachs Kollege Bernd Leutnant zeichnen Friedrich Bellgardt und Dr. Hans-Joachim Wörn von der Blühfeld-Initiative Hirzbach aus.
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Wollen die Heimat ein klein wenig besser machen: Dieter Krach vom Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum (von links), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sowie Krachs Kollege Bernd Leutnant zeichnen Friedrich Bellgardt und Dr. Hans-Joachim Wörn von der Blühfeld-Initiative Hirzbach aus.

Zwei Initiativen erhalten in diesem Jahr den mit 5000 Euro dotierten Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreises für ihre Verdienste im Umweltschutz. Der Preis geht zu gleichen Teilen an die Blühfeld-Initiative Hirzbacher Höfe in Marköbel, vertreten durch Friedrich Bellgardt und Dr. Hans-Joachim Wörn, sowie an die Schulgarten-AG der Alteburg-Schule in Biebergemünd.

Hammersbach – Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreichte den Umweltpreis in kleiner Runde im Main-Kinzig-Forum: „Man merkt beiden Projekten an, dass die Aktiven mit Herzblut bei der Sache sind. Es ist wichtig, Umweltschutz mit Kopf, Herz und Hand zu betreiben. Die Preisträger wecken mit ihren Projekten Begeisterung und regen andere zum Handeln an. Sie machen zudem erfahrbar, was Umweltbildung heißt.“

Friedrich Bellgardt und Dr. Hans-Joachim Wörn gründeten mit ihren Mitstreitern die Blühfeld-Initiative im Jahr 2019 mit dem Ziel, ein größeres Nahrungsangebot für Wildbienen und heimische Insekten zu schaffen (wir berichteten). Weitere Aktive schlossen sich an. Eine Ackerfläche von etwa 10 000 Quadratmetern wurde in virtuelle Miniblühfelder geteilt, für das Naturschützer und Insektenfreunde Patenschaften übernehmen konnten. Auf der Fläche wurden Blüten- und Samenkompositionen ausgesät. Seit der Gründung konnten etwa 220 Paten gefunden werden, die sich der Initiative anschlossen und auf diese Weise dazu beitragen, Arten- und Biotopschutz in der Region zu unterstützen. Für die Zukunft ist geplant, das Blühfeld erneut zu erweitern und im Zuge dessen weitere Paten zu gewinnen. „Sie bieten Menschen, denen ein eigener Garten fehlt, die Möglichkeit, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen und – das ist genauso wichtig – sich verantwortlich zu fühlen. So stößt man nachhaltig Veränderung an“, lobte Simmler.

Für 2021 sind 12.000 Quadratmeter Ackerfläche reserviert

„Auf die Nachricht, dass wir den Umweltpreis gewonnen haben, waren wir zunächst sprachlos, was bei dem redefreudigen Friedel Bellgardt so schnell nicht vorkommt“, freut sich Wörn. „Natürlich empfinden wir Stolz, Freude und Dank für die Anerkennung – speziell auch im Namen der Paten und dann auch noch unter den Corona-Bedingungen.“

Für 2021 hat die Initiative bereits etwa 12.000 Quadratmeter Ackerfläche „agrartechnisch jetzt bereits in die Winterruhe geschickt, um diese in 2021 dann neu anzupflanzen zu können“, erläutert Wörn. Alt-Bestände am Blühfeld seien stehengeblieben, um Bienen und Insekten für deren Überwinterung Unterschlupf und Nahrung zu bieten. „Wir werden in der neuen Saatauswahl einen besonderen Schwerpunkt für Schmetterlinge setzen, da diese in ganz besonderem Maße vom Insektensterben betroffen sind.“ Patenschaften für das kommende Jahr könnten bereits auf der Homepage der Initiative gezeichnet werden.

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