Kriminalität

War es grausamer Mord? Mann sticht Frau vor den Augen des Kindes nieder

Der Angeklagte muss sich vor dem Hanauer Landgericht wegen des Vorwurfs des Mordes verantworten.
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Der Angeklagte muss sich vor dem Hanauer Landgericht wegen des Vorwurfs des Mordes verantworten.

Erneut startet vor dem Hanauer Landgericht ein Prozess, in dem es um ein Kapitalverbrechen geht: Rudolf H., der am 18. Februar im Stadtteil Salmünster seine vier Jahre jüngere Ehefrau erstochen haben soll, muss sich nun vor der Schwurgerichtskammer verantworten.

Update, 13.08.2020, 13:39: Am heutigen Donnerstag begann der Prozess gegen den 43-jährigen Mann. Er soll am 18. Februar seine 38-jährige Ehefrau vor den Augen der gemeinsamen Tochter mit drei Messerstichen getötet haben. 

Erstmeldung, 6.08.2020, 11.52 Uhr: In der Anklage nennt die die Staatsanwaltschaft Hanau den höchsten Tatvorwurf: „Nach Abschluss der Ermittlungen gehen wir von einem Mord aus“, hatte Dominik Mies, der Pressesprecher der Anklagebehörde, den Fall bewertet.

An diesem Morgen, gegen 5 Uhr, hörten Anwohner in einem Mehrfamilienhaus einen lauten Streit, dann Todesschreie.

Main-Kinzig-Kreis: Ermittler gehen davon aus, dass Frau in der Küche getötet wurde

Die Ermittler gehen davon aus, dass bei einem Familiendrama die 38-jährige Frau in der Küche erstochen wurde. H. flüchtete Hals über Kopf aus der gemeinsamen Wohnung und fuhr zunächst in unbekannte Richtung davon. Kurze Zeit später endete die Fahrt jedoch, denn der 43-Jährige stellt sich auf einem Revier der bayerischen Polizei in Aschaffenburg.

Für Oberstaatsanwalt Mies sind Motiv und Tathergang geklärt: „H. hat die bevorstehende Trennung nicht akzeptieren wollen. Er hat an diesem Morgen zu einem rund 20 Zentimeter langen Küchenmesser gegriffen und dreimal auf seine Frau eingestochen.“

Main-Kinzig-Kreis: Kind soll gesehen haben, wie die Mutter getötet wurde

Tragisch ist, dass der tödliche Streit zwischen den Eheleuten sich vor den Augen den Augen der Tochter abgespielt haben soll. H. sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Strafverteidiger Benjamin Düring (Linsengericht) sieht dagegen einen anderen Tatablauf: „Ich gehe in diesem Fall von einem von Totschlag im Affekt aus.“

Der Prozess unter dem Vorsitz von Landgerichtspräsidentin Susanne Wetzel beginnt am Donnerstag, 13, August, und ist auf vier Verhandlungstage angesetzt thb

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