Neues Vormerkverfahren im Main-Kinzig-Kreis

Per SMS als Nachrücker schneller zum Impftermin

Schneller zum Piks: Der Main-Kinzig-Kreis setzt ab sofort eine Schnellabrufliste ein, mit der abgesagte Impftermine zügig verteilt werden sollen.
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Schneller zum Piks: Der Main-Kinzig-Kreis setzt ab sofort eine Schnellabrufliste ein, mit der abgesagte Impftermine zügig verteilt werden sollen.

Der Main-Kinzig-Kreis hat gestern seine seit mehr als zwei Monaten geschaltete Härtefallliste und die seit Beginn der Impfkampagne geführte Nachrückerliste für vorgezogene Corona-Impfungen durch ein neues Vormerkverfahren ersetzt. Darüber informiert der Kreis in einer Mitteilung.

Region Hanau - Mit der „Impfbrücke Main-Kinzig“ können sich ab sofort alle impfberechtigten Bürger für den Fall registrieren lassen, dass im Impfzentrum in Gelnhausen oder in Hanau Vakzindosen übrig bleiben. Wer sich darüber vormerken lässt und die Kriterien nach der geltenden Corona-Impfverordnung erfüllt, könnte schon bald kurzfristig via SMS eine Einladung für eine Impfung erhalten. Aktuell können sich in Hessen Bürger der Priorisierungsgruppe 1 bis 3 impfen lassen.

„Unsere Härtefall- und Nachrückerlisten sind über dieses Vorgehen fast komplett abgearbeitet. Voraushelfer, Feuerwehrleute, Polizei, Hilfs- und Rettungsorganisationen sind im Main-Kinzig-Kreis schon als Nachrücker berücksichtigt worden, ebenso Menschen mit einer besonderen Dringlichkeit aus gesundheitlichen Gründen. Jetzt können wir eine Schnellabrufliste aufmachen, die sich grundsätzlich an alle Impfberechtigten richtet, die zügig und flexibel, je nach Situation vor Ort in die Impfzentren kommen können“, wird Landrat Thorsten Stolz in der Mitteilung zitiert.

Kreis: Es verfallen keine Impfdosen

Der Main-Kinzig-Kreis stellt klar, dass diese Liste keine Änderung am Standardverfahren darstellt. Wer sich beim Land Hessen registriert hat, erhält mit gewissem zeitlichen Abstand einen Termin im nahe gelegenen Impfzentrum. Anmeldungen sind möglich unter Telefon 116117 und 0611 50592888 oder über die Internetseiten impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de.

„Der Main-Kinzig-Kreis achtet seit Beginn der Impfkampagne darauf, schon aus ethischen Überlegungen heraus, dass grundsätzlich keine übrig bleibenden Vakzindosen verfallen. Dazu gibt es Nachrücker- und Härtefalllisten, über die wir Ersatzkandidatinnen und -kandidaten ansprechen. Das haben wir seit Ende Dezember so gemacht und das setzen wir so fort“, sagt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler laut Mitteilung. Zunächst wurden vorrangig jene berücksichtigt, die im Rettungsdienst, bei den Voraushelfern, aus dem Bereich der Feuerwehren und auch unter Polizisten, die sich im Ernstfall, zum Schutz der Mitmenschen und wenn es auf jede Sekunde ankommt, nicht auf Abstandsregeln und sämtliche Schutzmaßnahmen zurückziehen konnten. Die Terminvergabe über das Land Hessen orientiert an den allgemeinen Impfstoff-Liefermengen, blieb davon gänzlich ohne Einschränkungen.

Priorisierung gilt trotzdem

In den vergangenen Tagen sei es jedoch immer häufiger vorgekommen, dass einzelne Bürger ihren Termin nicht wahrgenommen haben. Andere warten dagegen trotz Registrierung schon sehr lange auf einen Termin. Dort setzt laut Mitteilung die „Impfbrücke Main-Kinzig“ an. Eintragen kann sich dort, wer laut Corona-Impfverordnung einen Anspruch auf eine Impfung hat und einverstanden ist, sehr kurzfristig durch eines der Impfzentren für ein Impfangebot kontaktiert zu werden. Es geht dann im jeweils konkreten Fall darum, zügig und einfach übrig bleibende Vakzine an Ersatzkandidatinnen und -kandidaten zu verimpfen. Durch den Kreis anerkannte Härtefälle müssten sich dabei nicht erneut registrieren.

Das Angebot Impfbrücke Main-Kinzig gilt laut Mitteilung zunächst in erster Linie für die Priorisierungsgruppen, die bereits einen Anspruch auf eine Impfung haben. Über die Plattform wird berechtigten Personen per Zufallsprinzip am Ende eines Impftages ein spontanes Terminangebot per SMS gemacht – wenn Impfdosen übrig sind.

Kontaktaufnahme per SMS

Mit der Impfbrücke Main-Kinzig soll somit weiterhin verhindert werden, dass Impfdosen verfallen. Der Main-Kinzig-Kreis kann allerdings nicht garantieren, dass eine registrierte Person auch kontaktiert wird. Es werden laut Mitteilung mehr Personen benachrichtigt als Rest-Dosen vorhanden sind; aber es wird deutlich mehr Menschen geben, die ihr Interesse angemeldet haben. Wer das kurzfristige Angebot zur Impfung zuerst zusagt, bekommt den Termin final bestätigt.

Wenn Impfdosen übrig sind, muss die Impfung sehr zeitnah stattfinden. Wer sich in die Impfbrücke einträgt, muss schnell auf dem Handy erreichbar sein, muss den möglichen Impftermin unmittelbar zusagen können und innerhalb kürzester Zeit am jeweiligen Impfzentrum in Hanau oder Gelnhausen erscheinen. Daher gibt es die Benachrichtigungen nur per SMS aufs Handy.

Der Link zur „Impfbrücke Main-Kinzig“ findet sich auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises (www.mkk.de) im „CoroNetz“ unter „Impfaktion“.  cd

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