Maximale Punktzahl für Erlensee

IHK-Entwicklungsdaten im Main-Kinzig-Kreis: Andere Kommunen holen auf

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Die IHK-Entwicklungsdaten für den Main-Kinzig-Kreis sind weiter gut.

Die neuesten Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sind aus Sicht des Main-Kinzig-Kreises erstmals seit Langem nicht mehr so gut wie in der Vergangenheit: Andere Kommunen in Deutschland haben aufgeholt, bilanziert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern.

Main-Kinzig-Kreis – Grundlage für den Vergleich ist die Entwicklung zwischen 2013 und 2018. Der Zeitraum liegt zwar schon zurück. Aber dafür umfasst das Paket Daten für jede Kommune in Deutschland. Eine der Überlegungen: Eine Kommune wird sich auch in den nächsten Jahren gut entwickeln wird, wenn sich in den vergangenen fünf Jahren Kennzahlen wie die Zahl der Einwohner, der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten oder das Gewerbesteueraufkommen gut entwickelt haben.

Zudem wurde im Wettbewerb der verschiedenen Standorte jede der Kenngrößen in fünf verschiedene Klassen eingeteilt – von „überdurchschnittlich wachsend“ über ein Mittelfeld „ohne eindeutige Entwicklungsrichtung“ bis zu „überdurchschnittlich schrumpfend“.

Viele Kommunen im Kreis entwickeln sich weiter überdurchschnittlich

Und genau diese Einteilung für den Zeitraum 2013 bis 2018 wirkt sich negativ auf mehrere Main-Kinzig-Kommunen aus: Zwar entwickelten sich immer noch erfreulich viele MKK-Kommunen im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittlich. „Aber dieser Vorsprung schrumpft, weil andere aufholen“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde. So wurden Langenselbold und Neuberg aus der Spitzengruppe mit „überdurchschnittlichem Wachstum“ in die Gruppe „mit Wachstum“ abgedrängt.

Biebergemünd, Brachttal, Gründau und Hasselroth stiegen aus dieser Gruppe ab in die mit „ohne eindeutige Bewegungsrichtung“. Andererseits schaffte es Ronneburg aus der neutralen Gruppe in die nächstbeste Gruppe wachsender Kommunen, wohingegen Rodenbach verdrängt wird in die Gruppe „schrumpfend“. Gar in „überdurchschnittlich schrumpfend“ ist Flörsbachtal abgerutscht.

Abbau der Arbeitslosigkeit: Ronneburg als Vorbild

Schaut man sich die Details der Kommunen an, die im Ranking abgestiegen sind, dann fällt auf, dass sich bis auf Gründau alle bei der Kenngröße „Abbau der Arbeitslosigkeit“ verschlechtert haben. In Langenselbold ist es sogar die einzige Verschlechterung, heißt es im IHK-Bericht. Hier zeigten sich die Grenzen dieses Konzepts. Denn ist die Arbeitslosigkeit schon niedrig, falle eine weitere Senkung viel schwerer als in Kommunen mit hoher Arbeitslosigkeit.

So sei ein solcher Indikator, „gerade weil er versucht, komplexe Entwicklungen auf eine Kennzahl zu abstrahieren, mit Bedacht zu nutzen, aber trotzdem sinnvoll“, so Quidde. Das zeige sich bei der positiven Entwicklung in Ronneburg. Dort hat sich der Abbau der Arbeitslosigkeit zwischen 2013 und 2018 spürbar beschleunigt, zudem hat sich Ronneburg beim Wanderungssaldo, bei der Zahl der Erwerbsfähigen wie der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verbessert. Ronneburg sei im Betrachtungszeitraum ein Vorreiter für viele Kommunen im Kreis.

Hohe Lebensqualität im Main-Kinzig-Kreis

Hanau bekommt in der Gesamtbewertung die Beurteilung „wachsend“; in den Kategorien Bevölkerungsentwicklung, Wanderungssaldo und Entwicklung der Erwerbsfähigen sogar „überdurchschnittlich wachsend“. Hingegen wird auch für die Brüder-Grimm-Stadt beim Abbau der Arbeitslosigkeit attestiert, dass dies nur „schrumpfend“ gelungen sei und die Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens von 2013 bis 29018 sogar „überdurchschnittlich schrumpfend“ sei.

Die insgesamt hohe Lebensqualität, die gute Breitbandanbindung bei verhältnismäßig niedrigen Grundstückspreisen und Mieten steigerten indes grundsätzlich die Attraktivität vieler MKK-Kommunen als Wohnort, so die IHK. Es komme jetzt darauf an, „Marketing für unsere Region zu betreiben, um ihre Vorzüge bekannter zu machen.“ Ein Ort im Main-Kinzig-Kreis kann sich über die BBSR-Daten besonders freuen: Erlensee hat in allen Kategorien die maximale Punktzahl – als einzige Kommune in Hessen und als nur eine von acht in ganz Deutschland.   cs

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