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Keine Konkurrenz: Diskussion um Sommerbühne wieder aufgeflammt

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Eine vereinfachte Darstellung der Sommerbühne, die ursprünglich für Wächtersbach gedacht war. Die Zeichnung aus der Vorplanung dient lediglich zur Veranschaulichung des baulichen Konzepts. Animationsgrafik: Main-Kinzig-Kreis
Eine vereinfachte Darstellung der Sommerbühne, die ursprünglich für Wächtersbach gedacht war. Die Zeichnung aus der Vorplanung dient lediglich zur Veranschaulichung des baulichen Konzepts. Animationsgrafik: Main-Kinzig-Kreis

Schlüchtern. Die Stadt Schlüchtern sollte nach Ansicht des Vereins Kuki beim Thema Sommerbühne auf jeden Fall ihren „Hut in den Ring werfen“. Dies betonten drei Vorstandsmitglieder im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von Alexander GiesDie Stadtverordneten von Bad Soden-Salmünster haben bereits einstimmig ihr grundsätzliches Interesse an dieser 1,8-Millionen-Euro-Investition bekundet, andere Kommunen haben dies wohl vor.

Die Bürgerbewegung Bergwinkel (BBB) führt sogar eine Umfrage dazu durch: Nachdem die Sommerbühne, das eigentlich letzte große Vermächtnis von Ex-Landrat Erich Pipa (SPD), in Wächtersbach gescheitert war, taucht sie plötzlich wieder aus der Versenkung auf.Kuki positioniert sich eindeutigDer neue Landrat Thorsten Stolz (SPD) hat die Kommunen gebeten zu erklären, ob sie grundsätzlich Interesse an dieser Open-Air-Kulturbühne haben. Und auch wenn das Thema derzeit nicht auf der Tagesordnung der Sitzung der Stadtverordneten von Schlüchtern am kommenden Montag steht, so positioniert sich das Kuki schon mal eindeutig. Die drei Vorstandsmitglieder Heide Buhmann, Hanspeter Haeseler und Malte Strietzel sagen, Schlüchtern sollte sich auf keinen Fall diese Option verbauen.

„Wenn wir den Finger heben, dann haben wir die Möglichkeit, mitzugestalten und ein tragfähiges Konzept mit zu entwickeln“, sagt Heide Buhmann.  Andernfalls würde die Bühne in einer Nachbarkommune gebaut und die Existenz des Kuki gefährden.Regenfester Auftrittsort wichtig „Wenn Götz Alsmann eine für Künstler und Publikum überdachte Sommerbühne beispielsweise in Gelnhausen vorfinden würde, so würde er nicht mehr im Kuki-Zelt oder Open-Air im Klosterhof auftreten“, verdeutlichen die drei. Wie wichtig ein regenfester Auftrittsort für das Kuki sei, habe man gut an dieser Saison ablesen können: Lediglich eine von fünf unter freiem Himmel geplante Veranstaltungen habe tatsächlich dort stattfinden können.

„Wenn wir nicht in die Stadthalle hätten ausweichen können, hätten wir ganz schön alt ausgesehen. Dann wären wir im Regen finanziell abgesoffen“, sagt Haeseler.  Er, Buhmann und Strietzel stellen klar: „Sollte die Sommerbühne nach Schlüchtern kommen, würde sie keine Konkurrenz für das Kuki bedeuten, sondern höchstens eine Chance. Eine Gefahr wäre sie für unsere Arbeit nur, wenn die Bühne in einer Nachbarkommune angesiedelt würde.“ Sie wollen mit dieser Feststellung auch all jene Stimmen beruhigen, die meinen, die Sommerbühne sei eine Gefahr für das Kuki und müsse deshalb verhindert werden. Ganz im Gegenteil.Vom Übergang zum Dauer-Provisorium„Wenn seit einiger Zeit von vielen Seiten festgestellt wird, in Schlüchtern gehe es voran, dann muss man auch das Thema Kultur gemeinsam nach vorne bringen“, so Haeseler. Bei der Frage nach einem Standort hält das Kuki die Mauerwiese wegen der möglichen Lärmbelästigung und der Hochwassergefahr „für völlig ungeeignet“. Allerdings, so die Meinung der drei, solle man sich mal den Acis genauer anschauen. Dies könnte ein geeigneter Ort sein.

Seitdem das Kuki vor einigen Jahren die Synagoge verlassen und sich mit dem roten Zelt ein neues Zuhause geschaffen hat, seitdem befindet sich das Kuki auch in einer Art „kreativen Notlösung“. Was lediglich als Übergang gedacht war, hat sich als Dauer-Provisorium entpuppt. Aber so gehe es auf Dauer nicht weiter, sagen die Kuki-Leute. Viele Mitglieder fühlten sich fast schon wie Bühnenarbeiter, so oft schleppten sie Stühle hin und her. „Der Verschleiß an Kraft, Arbeit und Energie dafür ist enorm“, verdeutlicht Buhmann. Kurzum: Auch wenn man sich derzeit als Untermieter der Kirche sehr wohlfühle, so brauche das Kuki auf lange Sicht eine feste Bleibe. Mal ganz unabhängig von der Diskussion um eine Sommerbühne. Und dieses Zuhause sollte 150 bis 200 Plätze bieten.

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