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Kommentar zur CDU-Kandidatenwahl: Sehr große Fußstapfen

Foto/Grafik: Bender/HA

Thorsten Becker kommentiert die Entscheidung der CDU, Max Schad in das Rennen um das Direktmandat im Landtagswahlkreis 40 zu schicken.

Die Entscheidung im öffentlich geführten Vorwahlkampf der CDU für den Landtagswahlkreis 40 hat gezeigt, dass die bessere Vernetzung innerhalb der Partei den Ausschlag vor den Heimvorteilen gegeben hat. Die in den vergangen Jahren für ihre seltsamen Personaldebatten oft gescholtene Kreis-CDU hat unter Beweis stellen können, dass sie es schafft, ein faires und transparentes Rennen um die Kandidatur für ein öffentliches Amt zu organisieren.

Gewonnen oder gar verteidigt ist das Direktmandat, das Hugo Klein seit 2003 hält, damit noch lange nicht. Direktmandate sind nicht vererbbar. Dass der über Parteigrenzen hinaus geachtete Klein zuletzt 34 376 Wählerstimmen (46,1 Prozent) bei der Landtagswahl auf sich vereinen konnte, ist keine Garantie für den neuen Kandidaten. Denn Klein, der selbst 1999 bei seiner ersten Kandidatur eine knappe Niederlage einstecken musste, hinterlässt sehr große Fußstapfen.

Hinzu kommt, dass die CDU, die im Wahlkreis 835 Mitglieder hat, nur in zwei von elf Kommunen den Bürgermeister stellt, die SPD dagegen sechs. So dürfte es nun acht Monate spannend werden im Rennen um den Einzug ins Wiesbadener Plenum. Denn – so gut der 34-jährige Max Schad auch in CDU und Junger Union vernetzt sein mag – am 28. Oktober sind es die Bürger zwischen Schöneck und Freigericht, die den Abgeordneten wählen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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