MainKinzigKreis

Kommentar: Chance zum Neuanfang

Foto/Grafik: Bender/HA

Unser Redakteur Thorsten Becker hat sich in seinem Kommentar mit der neuen Kandidatensuche der CDU auseinandergesetzt.

Die CDU Main-Kinzig kann sich eigentlich glücklich schätzen, dass ihr künftiger Koalitionspartner SPD nach dem neuerlichen Debakel überaus geduldig ist und nicht erneut die Reißleine zieht. Dass Johannes Heger nach der „Watsch'n“ von Oberrodenbach seinen Verzicht auf den Posten des hauptamtlichen Kreisbeigeordneten erklärt hat, war nur eine Frage der Zeit. Dass der CDU-Kreisvorsitzende nicht einmal selbst die Worte dafür findet und seinen Fraktionschef Michael Reul als schriftlichen Überbringer der Nachricht losschickt, ist bezeichnend.

Nach dem Aufstand der Orts- und Stadtverbände muss sich die CDU sputen, endlich die Personalfrage zu klären, um nicht völlig die Glaubwürdigkeit bei ihren Wählern zu verlieren. Denn ewig werden sich Landrat Thorsten Stolz und die Sozialdemokraten diese peinliche Pannen-Show nicht mit ansehen.

Vielleicht ist das die gerechte demokratische Strafe für zu viel Selbstgefälligkeit und Pöstchenschacherei in den vergangenen Jahren. Diese haben dazu geführt, dass die Partei nur noch die Direktmandate bei Bundes- und Landtagswahlen erringt, auf kommunaler Ebene aber kaum noch einen Fuß auf den Boden bekommt und im Kreis nur noch in zwei Rathäusern die Bürgermeister stellt. Vielleicht ist es für die CDU aber die Chance für einen Neuanfang. Ob der Rückzug von Heger alleine dafür reicht, ist fraglich.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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