Infrastruktur entscheidend: Bauunternehmen Leonhard Weiss zufrieden mit Standortwahl Langenselbold

An Projekten am Frankfurter Hauptbahnhof ist das Unternehmen Leonhard Weiss auch beteiligt, das seinen Gleisinfrastruktur-Standort nun in Selbold hat.
+
An Projekten am Frankfurter Hauptbahnhof ist das Unternehmen Leonhard Weiss auch beteiligt, das seinen Gleisinfrastruktur-Standort nun in Selbold hat.

Das renommierte Bauunternehmen Leonhard Weiss mit Hauptsitz in Göppingen und Satteldorf (Baden-Württemberg) betreibt bereits seit Beginn des Jahres seinen neuen Standort für Gleisinfrastruktur in der Gründaustadt, unweit des Bahnhofs.

Langenselbold – Diese Standortwahl hat ganz praktische Gründe, die zudem für die Attraktivität Langenselbolds in Sachen Gewerbeansiedlung sprechen. Das stellt Standortleiter Jochen Dietz gleich zu Beginn des HA-Besuchs in den Büroräumen des Traditionsunternehmens an der Industriestraße positiv heraus.

Erstes Zwischenfazit fällt positiv aus

„Die gute Infrastruktur unter anderem mit zwei Autobahnanschlüssen sowie die Lage direkt an einem unserer wichtigsten Projekte im Rhein-Main-Gebiet, dem Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hanau und Gelnhausen, haben den Ausschlag für Langenselbold gegeben“, erläutert der 44-Jährige die entscheidenden Gründe für die Standortwahl.

„Und nach diesem knappen ersten Jahr kann ich sagen, dass wir uns hier sehr wohlfühlen“, macht Dietz deutlich, dass sich die Wahl Selbolds als die richtige erwiesen hat.

Geplante Einweihungsfeier muss wegen Corona verschoben werden

Das Unternehmen hätte den neuen Standort auch gerne mit einer größeren Feier eingeweiht, „da uns als 120 Jahre alter Familienbetrieb der Kontakt zu den Menschen in den Orten, in denen wir Niederlassungen haben, sehr wichtig ist. Doch die Corona-Pandemie hat uns da leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir werden diese Feier aber sicher nachholen, sobald sich die Lage wieder normalisiert hat“, verspricht Dietz bereits.

Natürlich hat Corona auch Einfluss auf die Arbeiten auf den Baustellen, dort müssen noch mehr Sicherheits- und Hygieneregeln beachtet werden. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftszweigen konnte das Baugewerbe auch während des Lockdowns im Frühjahr weitermachen.

Ist sehr zufrieden mit der Standortwahl: Jochen Dietz leitet die Niederlassung von Leonhard Weiss an der Industriestraße in Langenselbold.

Und über eine mangelnde Auftragslage kann sich Leonhard Weiss tatsächlich nicht beklagen. Da sich gerade in Sachen Gleisinfrastrukturbauprojekten im Rhein-Main-Gebiet viel tue, sei es auch sinnvoll gewesen, den neuen Standort in Selbold aufzubauen.

Unternehmen beschäftigt 5800 Mitarbeiter

Im Auftrag der Deutschen Bahn AG sorgen die Mitarbeiter des schwäbischen Unternehmens derzeit für die Baufeldfreimachung des ersten Streckenabschnitts zwischen Hanau und Wächtersbach. Mit rund 5800 Mitarbeitern zählt Leonhard Weiss zu den führenden Bauunternehmen der Bundesrepublik. Mit den operativen Geschäftsbereichen Straßen- und Netzbau, Ingenieur- und Schlüsselfertigbau und eben Gleisinfrastrukturbau deckt die im Jahr 1900 gegründete Firma die wichtigsten Sparten des Baugewerbes ab.

Bisher ist die Firma im Rhein-Main-Gebiet zwar bereits in Langen (Kreis Offenbach) mit einer Niederlassung vertreten. Zuständig, so Dietz, sei der dortige Standort aber vor allem für den Bereich Straßen- und Ingenieurbau.

Standort in Langenselbold zuständig für Gleisinfrastrukturbau

In Langenselbold wird nun das gesamte Leistungsspektrum des Geschäftsbereichs Gleisinfrastrukturbau angeboten, wie der Standortleiter herausstellt. Dies umfasse unter anderem komplexe Infrastrukturprojekte, Gleisum- und -neubau sowie Gleismechanik. Zum Portfolio zählen ebenso das Herstellen von Bahnsteigen und Bahnübergängen, von Lärmschutzwänden, Verkehrsstationen und die Herstellung von Anlagen für die Bahntechnik STE.

Außerdem könne das Unternehmen auf einen eigenen modernen Maschinenpark zurückgreifen und man wirke auch direkt an der Entwicklung von neuen Maschinen mit, wie Jochen Dietz besonders hervorhebt. Das Unternehmen nutzt unter anderem Gleisbau-Spezialkräne, modernste Stopfmaschinen, Traktionstechnik, Schienenbearbeitungstechnik und Schnellumbauzüge.

Nah vor Ort: Unternehmen will Reisen der Mitarbeiter minimieren

Mit dem neuen Standort folge Leonhard Weiss Bauunternehmung seinem Anspruch, nahe am Kunden zu sein und Ansprechpartner vor Ort zu haben. „Außerdem ist es uns als Familienunternehmen ein besonderes Anliegen, die Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter – nicht nur in Corona-Zeiten – zu reduzieren“, nennt der 44-Jährige einen weiteren wichtigen Punkt für die Etablierung des neuen Firmenstandorts in der Gründaustadt.

„Montage ist im Baugewerbe normal und vor allem im Gleisinfrastrukturbau sind die Projekte oft weit weg von den Heimatorten unserer Mitarbeiter“, erklärt Dietz dazu, der weiß, von was er spricht, da er viele Jahre selbst auf Montage gewesen ist.

Trotz Corona-Krise auf der Suche nach Mitarbeitern

Gerade weil Leonhard Weiss in der Rhein-Main-Region als wichtigem Verkehrsknotenpunkt für die gesamte Republik viele Projekte umsetzt, sucht die Firma hier vor Ort nach Mitarbeitern. „Auswärtstätigkeiten mit langen Fahrzeiten oder Übernachtungen sollen so künftig weniger häufig notwendig sein“, erläutert Dietz die Zielsetzung. Derzeit sind 15 Mitarbeiter direkt in Langenselbold tätig. Dazu kommen rund 20 gewerbliche Mitarbeiter und Baustellenführungskräfte. Ein weiterer Ausbau sei geplant. Denn trotz Corona stelle das Unternehmen „kräftig ein“, wie Dietz abschließend betont.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare