Langenselbold

Langenselbolder Feuerwehr sammelt Weihnachtsbäume ein

Da fliegen die Tannenbäume: Mit ordentlich Schwung werfen die Brandbekämpfer die Weihnachtsüberbleibsel auf den Hänger. Zur Stärkung gab es ein ordentliches Frühstück, nach der Aktion ein zünftiges Essen. Fotos: Reinhard Paul

Langenselbold. Recht frisch war es, als sich am frühen Samstagmorgen rund 80 Helfer der Feuerwehr Langenselbold an der Feuer- und Rettungswache einfanden. Zahlreiche Lkw und Traktoren mit Anhängern standen einsatzbereit da und warteten darauf, mit Tannenbäumen befüllt zu werden.

Von Reinhard Paul

Bereits zum 47. Mal fand die Christbaumsammelaktion der Langenselbolder Feuerwehr statt.

In acht Gruppen eingeteilt machten sich die Florianjünger auf den Weg, um in ganz Langenselbold die aussortierten Weihnachtsbäume zu sammeln. Das Ganze erfolgt in der Gründaustadt unentgeltlich. Doch natürlich freuten sich die Feuerwehrleute über Spenden, an denen es die meisten Selbolder auch nicht mangeln ließen.

Umtrunk gehört dazu

Vor einigen Häusern wurden die Brandbekämpfer auch zu dem ein oder anderen kleinen Umtrunk zwischendurch eingeladen, den die Selbolder gerne bereit hielten.

Feuerwehrfrau Sabine Simon zeichnete für einen der Trupps verantwortlich und lud zunächst zum gemeinsamen Frühstück bei ihrer Mutter ein. „Als mein Vater noch lebte, er ist vor drei Jahren gestorben, sind wir immer zum Frühstücken zu meinen Eltern gefahren.“

Presskopf, Fleischwurst und frische Semmeln sowie allerlei Getränke standen auf dem zünftigen Frühstückstisch, den Mutter Ursula in der Kellerbar hergerichtet hatte. „Wir halten damit ein Andenken an meinen Vater Reinhard und seine Tradition wach“, sagte Simon.

Gebimmel kündigt Helfer an

Dann aber ging es los. Mit lautem Gebimmel kündigte sich der Sammeltrupp an und der traditionelle Rum „Christbäm“ hallte schon bald durch die Straßen und Gassen der Gründaustadt.

Und auch die Aussiedlerhöfe vergaßen die Feuerwehrleute nicht. Schon bald landeten die ersten nadeligen Bäume schwungvoll auf den Anhängern. Ruckzuck waren ganze Straßenzüge geräumt und immer wieder fuhr der Traktor an die Deponie im Industriegebiet, wo die Nadelbäume gehäckselt werden.

Zur Belohnung gibt es 200 Knödel

„Bis 16 Uhr werden wir wohl unterwegs sein,“ prognostizierte Simon. Um diese Uhrzeit sollte ganz Langenselbold frei von Tannenbäumen sein.

Alle Gruppen wurden natürlich, wie seit vielen Jahren, auch heuer wieder, zum Mittagessen bei Familie Lamm eingeladen. Dort gab es die traditionelle Leberknödelsuppe für alle Sammelgruppen die sich angemeldet hatten. In diesem Jahr wurden 200 Knödel, wie immer, von der Familie selbst gemacht, um den Hunger der fleißigen Christbaumsammler zu stillen. Für die liebevolle Versorgung gab es dann von den Freiwilligen Brandschützern ein kleines Präsent.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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