Neuer Fitnessparcours in Langenselbold

Über den Weinberg bei elf Übungen die Fitness verbessern

Hoch das Bein: Bürgermeister Timo Greuel orientiert sich bei der ersten Übung an den fitten Damen des Selbolder Seniorenbeirats (von links): Christa Kaus, Kerstin Hubmann und Helga Grob.
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Hoch das Bein: Bürgermeister Timo Greuel orientiert sich bei der ersten Übung an den fitten Damen des Selbolder Seniorenbeirats (von links): Christa Kaus, Kerstin Hubmann und Helga Grob.

Die Pandemie mit Homeoffice und digitalem Schulunterricht hat bei vielen sicherlich nicht unbedingt dazu geführt, die Fitness zu verbessern. Auch so manches Kilogramm zu viel an Körpergewicht dürfte sich in den vergangenen Monaten bei dem einen oder anderen angesammelt haben. Am Selbolder Weinberg gibt es jetzt eine neue Möglichkeit, um seine Fitness zu verbessern und auch das Gewicht wieder ins Lot zu bringen.

Langenselbold – Und das Besondere dabei ist, dass der Fitnessparcours der Stadt Langenselbold ganz ohne Geräte auskommt. „Bei einigen Übungen werden lediglich die vorhandenen Bänke und Geländer genutzt“, erläuterte Seniorenberaterin Corinne Stuttmann bei der Eröffnung des Parcours dessen Konzept. Erarbeitet wurde es im Rahmen der Spielleitplanung der städtischen Familien- und Jugendförderung.

Das geht in die Arme: Die städtische Seniorenberaterin Corinne Stuttmann (rechts) und Helga Grob vom Seniorenbeirat machen bei der sechsten Übung unweit des Selbolder Wasserturms eine gute Figur.

Neben Stuttmann wirkte dabei vor allem Timo Kreßlein mit. Unterstützt wurden sie bei der Entwicklung und Umsetzung des Fitnessparcours ebenso von den Mitarbeitern des städtischen Bauamtes. Aber auch interessierte Bürger steuerten ihre Ideen bei. „Bei der Auswahl der Übungen hat uns vor allem Conny Kruschel unterstützt“, so Stuttmann.

Parcours als generationenübergreifendes Angebot gedacht

Insgesamt umfasst der Parcours elf Übungen, die sich an alle Altersstufen richten. „Das war die Grundidee des Projekts, dass wir ein generationenübergreifendes Fitnessangebot unterbreiten möchten. Es sind entsprechend Übungen, die individuell an die Fitness der Nutzerinnen und Nutzer angepasst werden können“, informierte Bürgermeister Timo Greuel bei der Eröffnung, bevor er selbst das Bein bei der ersten Übung schwang. Der Start zu dem Parcours findet sich am Feldrand an der verlängerten Vogelsbergstraße in Richtung Naturfreundehaus.

Der Parcours verläuft auf einer Strecke von 3,5 Kilometern, die auf fünf Kilometer erweitert werden kann.

Am dortigen Geländer kann man sich festhalten, um dann mit einem Bein „langsam weit vor und zurück“ zu schwingen, wie es auf der aufgestellten Tafel erklärt ist. Pro Seite sollten die Teilnehmer am Fitnessparcours dies fünf- bis zehnmal machen. Und auf jeder der Tafeln ist auch durch rote Wellenlinien an einem lächelnden Männchen angegeben, welche Muskeln die Ausführenden bei der jeweiligen Bewegung spüren sollten. Die Tafeln wurden von dem Grafiker Holger Kresslein aus Alzenau gestaltet.

Damen des Seniorenbeirats haben ihn vorab getestet

Der besondere Dank von Bürgermeister Greuel und Erstem Stadtrat Benjamin Schaaf, der ebenfalls die ersten vier Übungen bei der Eröffnung ausprobierte, ging an die Damen vom Seniorenbeirat. Sie hatten den Parcours vorab getestet und für gut befunden. Dies unterstrichen sie auch dadurch, dass sie bei der Eröffnung zugegen waren und den kompletten Parcours mit Stuttmann und Kreßlein nun nochmals absolvierten.

Der Fitnessparcours über den Weinberg ist etwa 3,5 Kilometer lang, kann aber von den Teilnehmern auch auf fünf Kilometer erweitert werden. „Wir hoffen, dass dieses neue Angebot von vielen Bürgern aller Altersklassen genutzt wird. Und ich möchte mich nochmals bei allen Beteiligten für ihr Engagement bedanken. Ich denke, dieser neue Fitnessparcours ist eine gelungene Sache“, so Bürgermeister Greuel, den ein Folgetermin daran hinderte, die komplette Runde mitzumachen. Dank der Eigenleistung des Bauhofs haben sich laut Greuel auch die Kosten für das neue Sportangebot mit rund 700 Euro in „überschaubaren Grenzen“ gehalten.

Von Lars-Erik Gerth

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