Rot-Kreuz-Nachwuchs nach Corona-Pause wieder aktiv

Spannender Mix aus Theorie und Praxis beim Selbolder Jugendrotkreuz

Die Mädchen und Jungen erfahren auch, was alles in einem Rettungswagen vorhanden sein muss, um im Ernstfall helfen zu können.
+
Die Mädchen und Jungen erfahren auch, was alles in einem Rettungswagen vorhanden sein muss, um im Ernstfall helfen zu können.

Verbände anlegen und Pflaster aufkleben machen nur einen kleinen Teil dessen aus, was die Mädchen und Jungen beim Jugendrotkreuz (JRK) lernen. So wird den Kindern und Jugendlichen beim Selbolder JRK beispielsweise auch die Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes näher gebracht, wenn sie an den Montagabenden die Gruppenstunden im Peter-Frank-Haus an der Uferstraße besuchen. Das ist nach der Corona-Zwangspause nun wieder seit Anfang September möglich. Bei einer war unsere Zeitung nun direkt mit dabei.

Langenselbold – Die zentrale Grundlage für die Arbeit des Jugendrotkreuzes auch in der Gründaustadt sind die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Zu Beginn jeder Übungsstunde gibt es zunächst einmal etwas Theorie. Dabei geht es um Fragen wie „Wann wurde eigentlich das Rote Kreuz in Deutschland gegründet und von wem? Wo auf der Welt gibt es überall das Rote Kreuz und welche Aufgaben übernimmt es?“

Erste-Hilfe-Übungen machen auch Spaß

Auf die Theorie folgt dann die Praxis – und die macht dem Nachwuchs so richtig Spaß. Denn dabei wird den Kindern gezeigt, was bei der Ersten Hilfe wichtig ist. Neben der Wundversorgung und der Wiederbelebung erklären die Übungsleiter um Florian Gruth, der das Selbolder Jugendrotkreuz leitet, in welchen Situationen wie geholfen werden soll.

Die Teilnehmer an den JRK-Gruppenstunden mit ihren Übungsleitern vor dem neuen Mannschaftswagen des Selbolder Roten Kreuzes.

Spielerisch erlernen die Kinder in ihren jungen Jahren, wie sie reagieren müssen, wenn sie später einmal an einen Unfallort kommen. Dabei ist es schon wichtig zu wissen, was gemacht werden muss, wenn zum Beispiel beim Spielen auf dem Fußballplatz ein Mitspieler stürzt und sich verletzt.

Ausflüge dürfen auch nicht fehlen

Florian Gruth und sein Team organisieren aber auch verschiedene Ausflüge, wie kürzlich einen Besuch der Selbolder Rettungswache. Dort konnten sich die Kinder einen Rettungswagen von innen ansehen. „Auch an kreis- und hessenweiten Wettbewerben werden wir später wieder teilnehmen“, blickt Florian Gruth in die nähere Zukunft.

„Durch die Pandemie waren fast zwei Jahre keine Aktivitäten des JRK in Langenselbold möglich. Die letzte Gruppe löste sich 2019 auf, da alle Mitglieder dem Alter entwachsen waren“, berichtet Gruth weiter. Nun also gibt es seit einigen Wochen eine neue Gruppe.

In den Gruppenstunden des Selbolder Jugendrotkreuzes lernen die Mädchen und Jungen am „lebenden Objekt“, auf was es bei der Ersten Hilfe ankommt.

Der JRK-Leiter freut sich, dass sich unter den neuen Betreuern viele ehemalige Teilnehmer aus der letzten Gruppe finden. In der Zwischenzeit haben alle ihre Ausbildung zum Übungsleiter machen können und stehen ihm nun tatkräftig zur Seite.

Florian Gruth würde es aber freuen, wenn sich noch mehr Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren dem Jugendrotkreuz in Langenselbold anließen würden. Entsprechend lädt er alle ein, die Übungsstunden zu besuchen. Diese finden nach den Herbstferien wieder jeden Montag in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr im Peter-Frank-Haus in der Uferstraße 10 statt.

Näheres im Internet

Weitere Informationen zum JRK beziehungsweise zum Selbolder DRK finden sich im Internet auf www.drk-langenselbold.de

Von Axel Häsler

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare