Langenselbold

"Schorni" in der Kita: Klimaschutz kennt kein Alter

Der „Schorni“ alias Schornsteinfegermeister Uwe Nenzel zog gestern das große Interesse der Mädchen und Jungen der Kita „Buchbergblick“ auf sich. Seine Ausrüstung, aber ebenso seine Tipps zu Klimaschutz und Energiesparen kamen bei den Langenselbolder Kindern sehr gut an. Foto: Raab

Langenselbold. Auf spielerische Art bringt „Schorni“ den Kindern der Kita „Buchbergblick“ Klimaschutz und Energiesparen näher

Von Claudia Raab

„Klimaschutz kennt kein Alter. Es ist wichtig, ein Umweltbewusstsein schon in jungen Jahren zu entwickeln“, ist Carsten Breitbach überzeugt. Aus diesem Grund hat der städtische Energieeffizienzbeauftragte den Schornsteinfegermeister Uwe Nenzel eingeladen, der als „Schorni“ in dieser Woche Langenselbolder Grundschülern und Vorschulkindern den richtigen Weg zum Energiesparen zeigt.

Zusammen mit Erstem Stadtrat Timo Greuel und Alexander Kempski, dem stellvertretenden Bauamtsleiter, war Breitbach gestern Morgen in die Kita „Buchbergblick“ gekommen, um „Schorni“ persönlich kennenzulernen. Bereits vor Beginn des Vortrags stellten die Kinder interessierte Fragen: „Bist du der Schornsteinfeger? Wie kommst du denn aufs Dach?“, wollten sie wissen. Zunächst zeigte Nenzel sein Handwerkszeug und fragte die Mädchen und Jungen, wie man den Besen und die Bürste mit der Kugel richtig benutzt.

Auch die Erzieherinnen erfuhren Neues, als „Schorni“ die Herkunft der goldenen Knöpfe an seiner Uniform damit erklärte, dass vor vielen 100 Jahren ein König den Schornsteinfegern erlaubt hätte, Zylinder und goldene Knöpfe zu tragen, weil ihre Arbeit so wichtig sei.

In seinem Lichtbildvortrag kam er rasch auf die Aspekte des Energiesparens zu sprechen, denn „wenn wir zu viel heizen und Autofahren wird die Luft stinkig gemacht“ und schickte gleich die Frage hinterher, wer denn alles Luft zum Leben brauche. „Menschen, Tiere und Pflanzen“, lauteten die korrekten Antworten. „Bäume machen die Luft wieder sauber“, wusste ein schlaues Mädchen zu berichten. Anhand unterschiedlicher Bilder wurde richtiges und falsches Verhalten deutlich gemacht.

Der Schornsteinfeger forderte seine kleinen Zuhörer auf, zu Hause und im Kindergarten darauf zu achten, das Licht beim Verlassen eines Raumes abzuschalten und weder Fernseher noch Computer den ganzen Tag laufen zu lassen.

Ein weiteres Thema war das Wasser, das ebenfalls nicht verschwendet werden sollte. Deshalb lieber duschen statt baden und dabei zwischendurch beim Einseifen die Brause abdrehen. Weil auch Autos die Luft verschmutzen, sei es wichtig, öfter mal zu Fuß in den Kindergarten zu gehen. Auf Befragen, wer denn heute Morgen mit dem Auto gebracht worden sei, meldeten sich jedoch mehr als Dreiviertel der Mädchen und Jungen.

Die wenigsten richtigen Antworten gab es bei den Aufgaben zur Mülltrennung, wo unterschiedliche Gegenstände wie Bananenschalen, Joghurtbecher und Kartons in die richtigen Tonnen einsortiert werden sollten. Das war aber auch dem Umstand geschuldet, dass in Langenselbold die Papiertonnen grün statt wie vielerorts blau und die Biotonnen braun statt grün sind.

Anhand seines selbst entwickelten Bilderbuches „Schorni und das alte Haus“ vermittelte Uwe Nenzel Einblicke in seine Tätigkeit als Energieberater. Zum Schluss zog er seine rote Trompete hervor und intonierte noch drei Kinderlieder, bei denen der Nachwuchs begeistert mitsang.

„Gut und „cool“ sei es gewesen, waren sich die Mädchen und Jungen. Sie versprachen, mit ihren Eltern über das Gelernte zu sprechen. Und ein paar von ihnen beschlossen sogar, am nächsten Tag zu Fuß zur Kita zu kommen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare