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Im Wahllokal Kollwitzschule II kommen SPD und CDU auf gleiche Zahl an Zweitstimmen

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Von: Lars-Erik Gerth

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Die Platzierung der Wahlplakate täuscht: Sowohl in Selbold als auch im gesamten Wahlkreis 180 war Lennard Oehl bei der Bundestagswahl am Sonntag oben auf.
Die Platzierung der Wahlplakate täuscht: Sowohl in Selbold als auch im gesamten Wahlkreis 180 war Lennard Oehl bei der Bundestagswahl am Sonntag oben auf. © Axel Häsler

Zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf der Bundestagswahl in Langenselbold zeigte sich am Montag Ordnungsamtschef und Wahlleiter Michael Juracka. „Es gab keine besonderen Vorkommnisse während des Wahltags. Und auch die Stimmenauszählung verlief ohne Probleme. Wir lagen gut in der Zeit und waren um kurz vor 21 Uhr fertig, haben die Ergebnisse dann an den Kreiswahlleiter übermittelt.

Langenselbold – Von diesem gab es erfreulicherweise auch keinerlei Beanstandungen“, zog Juracka ein positives Fazit. Gleichzeitig dankte er allen Wahlhelfern und Mitarbeitern im Rathaus, die an der erfolgreichen Organisation und Abwicklung des Wahlsonntags in Langenselbold beteiligt gewesen sind.

SPD und ihr Direktkandidat Lennard Oehl lagen auch in Langenselbold vorne. Die SPD erreichte 28,9 Prozent der Zweitstimmen, während Oehl 32,6 Prozent der Erststimmen für sich verbuchen konnte. Die CDU hingegen musste in der Gründaustadt einen Stimmenverlust gegenüber 2017 von 7,7 Prozent hinnehmen und kam mit 21,1 Prozent nur noch auf Rang zwei. Katja Leikert erging es sogar noch schlechter als ihrer Partei. Sie verlor 8,8 und kam lediglich auf 25,6 Prozent.

Leikert klar hinter ihrem SPD-Konkurrenten

Leikert gelang es auch nur, in zwei der 17 Selbolder Wahlbezirken mehr Stimmen als ihr SPD-Konkurrent zu ergattern. Im Wahllokal Käthe-Kollwitz-Schule III erzielte sie 31,2 Prozent (ihr bestes Selbolder Ergebnis), während Lennard Oehl dort nur auf 23,5 Prozent (sein schlechtestes Resultat in der Gründaustadt) kam. Und in der Weinbergschule II lag die Christdemokratin mit 28,3 Prozent knapp vor dem Sozialdemokraten (27,0).

Ansonsten hatte Oehl überall (inklusive der vier Briefwalbezirke) die Nase zum Teil deutlich vorn. Sein bestes Ergebnis fuhr er mit 38,8 Prozent im Briefwahlbezirk I ein. Sein stärkstes Ergebnis in einem Wahlbezirk, in dem am Sonntag gewählt wurde, erzielte der Sozialdemokrat in der Gründauschule mit genau 36,0 Prozent.

Das schlechteste Ergebnis in Langenselbold musste Leikert im Hotel Ysenburger Hof mit nur 17,7 Prozent hinnehmen. Dort gab es auch die wenigsten Stimmen für ihre Partei, denn die CDU kam in diesem Wahlbezirk bei den Zweitstimmen auf gerade einmal 14,4 Prozent.

SPD bei Briefwählern stark vertreten

Die Christdemokraten mussten in 14 von 17 Wahlbezirken den ersten Platz der SPD überlassen. Selbst vorne lagen sie allerdings nur in den Wahlbezirken Weinbergschule II (25,7 zu 22,2) und Kollwitzschule III (26,3 zu 22,4). Das liegt an dem Kuriosum, dass es im Wahlbezirk Kollwitzschule II zu einem Patt zwischen den beiden großen Parteien kam. Sowohl SPD als auch CDU erzielten dort 23,7 Prozent. Die Sozialdemokraten konnten ihr bestes Ergebnis an Zweitstimmen im Briefwahlbezirk I mit 36,5 Prozent verbuchen und auch den zweithöchsten Stimmenanteil für die Genossen gab es in einem Briefwahlbezirk, nämlich im zweiten mit 31,9 Prozent. Das stärkste Resultat bei der Stimmabgabe am Sonntag gab es im Wahlbezirk Weinbergschule I mit 30,9 Prozent.

Das beste Ergebnis für die Christdemokraten bei den Zweitstimmen sind die bereits erwähnten 26,3 Prozent in der Kollwitzschule III, gefolgt von den 25,7 Prozent in der Weinbergschule II.

FDP knapp vor den Grünen

Im Gesamtergebnis ging die FDP in Langenselbold knapp mit 13,5 Prozent als Dritter vor den Grünen (13,3 Prozent) durchs Ziel. Über ihr bestes Resultat konnten sich die Liberalen in der früheren Mädchenschule in der Schulgasse mit 17,3 Prozent freuen. Die wenigste Zustimmung erhielt die FDP mit 9,1 Prozent in der Gründauschule.

Für die Grünen gab es die meisten Zweitstimmen im Briefwahlbezirk III mit 17,6 Prozent. Das beste Ergebnis in einem Wahlbezirk, in dem am Sonntag abgestimmt werden konnte, erzielte die Ökopartei mit 17,4 Prozent in der Kollwitzschule II. Das schwächste Resultat mussten die Grünen in der Hochburg der FDP in der Mädchenschule mit 8,8 Prozent hinnehmen.

Dies ist zugleich auch das Wahllokal, in dem die AfD den stärksten Zuspruch in der Gründaustadt erhalten hat. Sie kam dort nämlich auf 16,8 Prozent der Zweitstimmen. Ihre schlechtesten Ergebnisse erzielte die Partei bei den Briefwahlbezirken. Die wenigste Zustimmung erzielt sie so im Briefwahlbezirk III mit 6,9 Prozent. Insgesamt mussten die Rechtspopulisten in Langenselbold einen Rückgang bei den Zweitstimmen von 14,6 auf 10,8 Prozent zur Kenntnis nehmen.

Linke lässt auch in Selbold Federn

Und auch Die Linke ließ bei der Bundestagswahl in der Gründaustadt Federn, fiel bei den Zweitstimmen von 7,4 auf 3,4 Prozent. Ihren stärksten Zuspruch erhielt sie im Wahllokal Weinbergschule I mit 5,5 Prozent. Die wenigsten Stimmen bekam Die Linke in der Hochburg von FDP und AfD, also in der Mädchenschule, mit gerade einmal 1,7 Prozent. Und dahinter verbergen sich ganz genau sechs Stimmen.

Die Wahlbeteiligung in Langenselbold lag mit 77,9 Prozent geringfügig unter jener vor vier Jahren, als in der Gründaustadt 78,6 Prozent aller Wahlberechtigten an der Bundestagswahl teilnahmen. In absoluten Zahlen waren diesmal 10 760 Bürger wahlberechtigt, von denen exakt 8380 ihre Stimme per Briefwahl oder am Sonntag direkt im Wahllokal abgegeben haben.

Von Lars-Erik Gerth

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