Viele Nagespuren

Biber haben auch schon Bäume zu Fall gebracht

Für diesen Baum an der Lache dürfte ein Biber nicht mehr lange brauchen, um ihn zu Fall zu bringen.
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Für diesen Baum an der Lache dürfte ein Biber nicht mehr lange brauchen, um ihn zu Fall zu bringen.

An einer Reihe von Bäumen in der Gründaustadt sind die Nagespuren nicht zu übersehen. Und einige von ihnen wurden gar so stark angenagt, dass sie bereits zu Boden gegangen sind. Kein Zweifel, die Biber fühlen sich in Selbold offensichtlich sehr wohl.

Langenselbold – Wer also in diesen Tagen an den Gewässern in und um Langenselbold herum spazieren geht, kann an vielen Stellen in Ufernähe die Aktivitäten der Nagetiere erkennen. Selbst vor meterdicken Stämmen machen die Nager keinen Halt.

Auch hier war ein Biber schon fleißig am Werk und wird sicher bald zurückkehren, um seine Arbeit fortzusetzen.

Spuren am Birkenweiher

Das wird beispielsweise am Birkenweiher oder auch an der Lache mehr als deutlich, wo die nachtaktiven Tiere es unter anderem auf eine große Pappel abgesehen haben. Die Lache gehört zum Naturschutzgebiet Kinzigaue. „Hier macht es keine Probleme, wenn die Biber sogar Bäume fällen“, erläutert der Stadtbiologe Matthias Wissel.

„Anders sieht es aber im Stadtgebiet aus, wo auch schon mehrere Bäume entlang der Gründau auf private Grundstücke gestürzt sind“, verdeutlicht Wissel zugleich aber auch das Gefahrenpotenzial, das in den Nageaktivitäten der Biber steckt.

Im Juli 2018 gelang es unserem Fotografen, diesen jungen Biber in der Kinzig auszumachen.

Nachtaktive und scheue Tiere

Über zehn Biberfamilien sind laut städtischem Biologen an den Gewässern der Gründaustadt mittlerweile zu Hause. Bis auf den Kinzigsee findet man fast an jedem Selbolder Gewässer Spuren der Biber. Zu Gesicht bekommt man sie allerdings nur sehr selten, da sie erst in der Dämmerung aus ihren Bauten herauskommen und dann anfangen, mit ihren scharfen Zähnen an den Bäumen zu nagen.

Angst braucht man vor den Bibern nicht zu haben. Sie sind sehr scheue Tiere und gehen insbesondere dem Menschen aus dem Weg.

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