Langenselbold

Wohnbebauung macht Rodung erforderlich

Auf einem derzeit noch eingezäunten Areal (rot umrandet) im Neubaugebiet Niedertal III sollen ab August sechs Mehrfamilienhäuser entstehen. Die links auf dem Gelände zu sehenden Bäume und Pflanzen müssen für die Bauarbeiten entfernt werden. Nach der Fertigstellung der Häuser soll der Grünstreifen aber laut Bürgermeister Jörg Muth wieder neu bepflanzt werden. Foto: Axel Häsler

Langenselbold. Fleißige Bautätigkeit bestimmt naturgemäß den Alltag im Neubaugebiet Niedertal III. Die Häuser werden nach und nach hochgezogen. Allerdings gibt es ein eingezäuntes Grundstück im Süden des Areals, das direkt an die bereits seit einigen Jahren bestehende Wohnbebauung an der Ahornstraße anschließt.

Von Lars-Erik Gerth

Dort befinden sich neben einer sprießenden Wiese auch Bäume und Pflanzen. Und auf diesem Gelände sind bisher noch keine Bagger gesichtet worden. Noch, muss man allerdings anführen, wie Bürgermeister Jörg Muth (CDU) auf Anfrage der LANGENSELBOLDER ZEITUNG bestätigt.

„Auf dem Areal entstehen sechs Mehrfamilienhäuser. Der Baubeginn ist für kommenden August vorgesehen. Für die Bauarbeiten ist es leider ebenfalls notwendig, die Bäume und Pflanzen auf dem sieben Meter breiten Grünstreifen zu roden. Der Bereich wird für eine Baugrube benötigt. Und außerdem brauchen die Bagger Platz, um rangieren zu können“, erläutert das Stadtoberhaupt den Grund, warum hier die Natur der Bautätigkeit zunächst weichen muss.

Die Stadt hat einen Teil des eingezäunten Areals an einen Investor verkauft. „Drei Meter des sieben Meter breiten Grünstreifens bleiben jedoch in städtischer Hand. Die anderen vier Meter haben wir zusammen mit dem übrigen Baugelände an den Investor veräußert“, so Muth weiter. Er versichert ausdrücklich, dass der Grünstreifen nach der Fertigstellung der sechs Wohnhäuser, in der 22 Eigentumswohnungen geplant sind, wieder hergestellt werde.

„Es werden dann neue Bäume und Sträucher an derselben Stelle gepflanzt“, erklärt der Bürgermeister auf unsere Anfrage hin und ergänzt, dass es für die Wiederherstellung dieser „grünen Grenze“ schon ein Bepflanzungskonzept gäbe und dieses auch bereits im Bebauungsplan festgehalten worden sei. Die Wiederherstellung des Grünstreifens nach Ende der Bauarbeiten hätte die Stadt im Übrigen den Anwohnern versprochen. Und diese Zusage werde die Stadt auch auf jeden Fall einhalten.

Allerdings wird es wohl vier bis fünf Jahre dauern, ehe der Grünstreifen wieder so aussehen wird, wie er sich derzeit mit Bäumen und Sträuchern präsentiert. Entsprechend werden sich die Vögel, die dort ihre Heimat gefunden haben, zunächst eine neue suchen müssen. Neben dem Grünstreifen wird außerdem eine Tiefgarage für die zukünftigen Bewohner der sechs Mehrfamilienhäuser entstehen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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